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Einen Navigator »der Casa« an Bord zu haben war die beste Lebensversicherung, und ein Ausrüster, der auf die Dienste eines solchen Ma
»Ich werde Seine Exzellenz darum bitten, uns einen guten Navigator zur Verfügung zu stellen«, schlug Pedrárias nach einer Weile vor. »So wie ich das sehe, kommen wir sonst nicht weiter.«
»Großartige Idee. Ich habe gar nicht gewagt, sie Euch vorzuschlagen«, erwiderte der Portugiese. »Ein Ma
Seine Exzellenz Don Cayetano Miranda Portocarreo verspürte wenig Lust, seinen ehemaligen Untergebenen zu empfangen, entschied sich da
»Martin Prieto ist der einzige Navigator, der im Augenblick zur Verfügung steht, ein ehrenwerter Familienvater, auf den ich nicht verzichten ka
Die Krypta war ein großer, in das Felsfundament der Festung San Antonio gehauener Saal, der so hermetisch abgeschlossen war, daß man schon to
Im Archiv herrschte eine trockene Luft mit stets gleichbleibender Temperatur, um die unschätzbar wertvollen Dokumente vor Fäulnis zu bewahren. Jedesmal, we
Zehn Meter höher und wieder bei Tageslicht, nahmen der Navigator und Hernando Pedrárias an einem langen Tisch Platz. Mit Hilfe einer großen Vogelfeder erklärte der eine dem anderen die Merkmale der Karten und Bücher, die er dabei kaum berührte.
Den stets finster dreinblickenden Martin Prieto schien die Anwesenheit des Ex-Gesandten der Casa in gewisser Weise abzustoßen. Der Karibikexperte, der seine Lektionen auch mit geschlossenen Augen hätte erteilen kö
Wie viele Hunderte von Inseln, Inselchen und gefährlichen Riffen es zwischen den Bahamas und Tobago oder zwischen Tampico und Martinique gab, wie groß Kuba war oder welche Winde und Strömungen die Mona-Passage zwischen Puerto Rico und Hispaniola je nach Jahreszeit beherrschten: Das alles waren Daten, die in wenigen Tagen kaum zu behalten waren, und manchmal glaubte Don Hernando Pedrárias, daß ihm der Schädel platzte.
»Wie lange habt Ihr gebraucht, um dies alles zu lernen?« fragte er Martin Prieto eines Nachts nach einer erschöpfenden Sitzung, die 15 Stunden gedauert hatte.
»Ich lerne noch immer«, lautete die ehrliche Antwort eines Ma
»We
Kein Wunder, daß er keine Antwort erhielt. Nicht einmal der fähigste Schüler hätte sich in einer so kurzen Zeit mehr als nur einen flüchtigen Eindruck von den wahren Umrissen der Karibik oder den Längen- und Breitengraden der großen Inseln verschaffen kö
Als er dem Portugiesen gegenübertrat, bemühte er sich de
»Im Augenblick habe ich eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie wir nach Tortuga kommen. Danach werden wir weitersehen.«
Drei Tage später lichteten sie die Anker. Als sie durch die Dragon-Passage zwischen Trinidad und dem Festland segelten, beschlich den Ex-Gesandten der Casa de Contratación der Verdacht, daß Joäo de Oliveira noch stark untertrieben hatte, als er den Zustand der Besatzung seines mächtigen Schiffs als »prekär« bezeichnete.
Die 41 unterernährt wirkenden Mä
»Nur Mut, ihr Hurensöhne! We
Anschließend brach er in schallendes Gelächter aus, als wäre die Tatsache, daß das mächtige Schiff jeden Augenblick auf die Riffe der Punta las Penas auflaufen ko
»Verfluchte Celeste!« murmelte er immer wieder. »Tausendmal verflucht sollst du sein!«
Kurz danach mußte er sich über die Reling beugen und alles von sich geben, was er in den letzten Stunden zu sich genommen hatte. Danach zog er sich in seine enge Koje zurück. Es war ihm ziemlich egal geworden, ob die Brigg plötzlich kentern und ihn für immer auf den Grund des Ozeans schicken würde.
Joáo de Oliveira entschloß sich klugerweise dazu, um Inseln und Riffe einen großen Bogen zu machen. Er steuerte beharrlich einen Nordwestkurs und mied die Routen der Handels- und Piratenschiffe. Nur zu gut wußte er, daß er mit seiner spärlichen Besatzung einem Angriff wenig entgegenzusetzen hatte, egal, wie groß der Tiefgang und die Bewaffnung des Gegners war.
Unter keinen Umständen hätte der Kapitän dem neuen Herrn der Botafumeiro gestanden, daß der »prekäre« Zustand seiner Besatzung darauf zurückzuführen war, daß drei Viertel kurze Zeit zuvor am Dengue-Fieber gestorben waren. Nicht einmal der verzweifeltste Ma
Und jetzt wagte sich Kapitän Tiradentes ohne Navigator, mit nur wenigen Marsgasten, ohne einen einzigen Toppsgast und mit einem unfähigen Ma
»Im Norden von Hispaniola«, hatte man ihm gesagt.
Na schön. Aber wo genau lag dieses Hispaniola?