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»Daran habe ich noch nicht gedacht.«
»Das solltest du aber, de
Als sie ins Boot stiegen, ergriff Celeste eine Fackel und deutete mit dem Kopf auf die Kutsche, deren Räder das Meer umspülte.
»Denk an dein Versprechen!« wandte sie sich an ihren Bruder.
»We
»Du weißt ja nicht wie…!«
Bedächtig ging sie auf die Kutsche zu und setzte sie in Brand, bis die Flammen heftig loderten.
Anschließend kletterte sie in das Boot, machte es sich auf dem Achtersteven bequem und betrachtete den riesigen Scheiterhaufen, dessen Flammenschein sich in der stillen Bucht spiegelte. Die Rappen, die sich wieder etwas erholt hatten, galoppierten hin und her, während sie erschreckt oder vielleicht auch glücklich darüber wieherten, daß sie diesen schweren Sarg, an den sie viele Jahre lang gespa
Als die Schaluppe schließlich an der Jacare anlegte, war von der verhaßten Kutsche nichts weiter übrig als ein Haufen rauchender Asche.
Don Cayetano Miranda Portocarrero y Diaz de Mendoza musterte mit strengem Blick den Ma
»In den Sümpfen des Orinoco-Deltas wimmelt es im Augenblick von über fünfhundert entlaufenen Sklaven, die, we
»Es war mir beka
»Da
»Ich schwöre Euch, daß ich sie dort sicherer glaubte.«
»Ihr seht ja, wie sicher sie dort waren, wo Ihr es auch noch Eurer Geliebten erzählt habt.«
»Emiliana wußte nichts davon.«
»Ihre Tochter offensichtlich schon, was um so schändlicher ist, da diese Tatsache eine in jeder Hinsicht verabscheuungswürdige Beziehung zwischen einem reifen Ma
»Celeste ist kein Kind mehr«, protestierte der andere. »Seit Ihr sie das letzte Mal gesehen habt…«
»Sagt lieber nichts, Don Hernando!« rief sein Gegenüber empört aus. »Sagt lieber nichts! Was Ihr getan habt, ist unverzeihlich. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste: Das Schlimmste ist, daß Ihr den guten Namen der Casa de Contratación in den Schmutz gezogen habt. Gütiger Gott!« Don Caye-tano Miranda Portocarrero y Diaz de Mendoza warf einen langen Blick auf das riesige Bildnis von Monsignore Rodrigo de Fonseca, der über das strenge Gemach wachte. »Was würde unser Gründer sagen, we
Schweigen war die Antwort, de
»Viele Irrtümer haben wir im Laufe der Jahre begangen!« fuhr schließlich Seine Exzellenz fort. »Leider viele, auch we
»Ich bin hier, um für meine Taten Rede und Antwort zu stehen und öffentlich die Verantwortung dafür zu übernehmen, Exzellenz«, murmelte Don Hernando Pedrárias schließlich fast tonlos. »Was noch ka
»Verantwortung?« wiederholte sein Vorgesetzter mit knirschenden Zähnen und rang um Fassung. »Was hilft es mir, daß Ihr öffentlich Verantwortung übernehmt? Damit gießt Ihr nur mehr Öl ins Feuer und macht den Skandal noch größer, ohne daß wir unser Ansehen zurückerhalten, geschweige de
Der hochgewachsene, hagere, ja asketisch wirkende Ma
Schließlich und ohne sich zu dem Ma
»Meine Pflicht wäre es, Euch für den Rest Eures Lebens in den tiefsten Kerker der Festung San Antonio werfen zu lassen, und ich gestehe, daß dies mein sehnlichster Wunsch ist, weil Ihr in mir nur Abscheu und Widerwillen erweckt.« Er blickte aus dem Fenster, bis ein schwerer Pelikan, der sich kopfüber ins Wasser gestürzt hatte, mit einem dicken Fisch im Schnabel wieder auftauchte und auf drollige Weise den Hals hin und her schüttelte, um den Fisch hinunterzuwürgen, ohne ihn dabei zu verlieren, und schließlich fügte er im gleichen Tonfall hinzu: »De
Er kehrte zu seinem Sessel zurück und richtete seine bohrenden grauen Augen drohend auf den rötlichen schütteren Bart des wieder Hoffnung schöpfenden Don Hernando Pedrárias:
»Kehrt zurück nach Margarita. Versetzt alle Eure Habe und rüstet auf eigene Kosten ein Schiff aus, mit dem Ihr diese Elenden bis ans Ende der Welt verfolgen kö
»Völlig klar, Exzellenz!«
»Da
Der nunmehr Ex-Gesandte der Casa de Contratación von Sevilla auf der Insel Margarita verließ tief beschämt das Gemach und ging langsam am Fluß entlang die anderthalb Meilen vom Palast Seiner Exzellenz Don Cayetano Miranda Portocarrero y Diaz de Mendoza in Cumaná zum Hafen zurück, ohne sich um die So
»Du bleibst hier«, befahl er, als er ihm gegenüber Platz genommen hatte, »und schickst Boten in alle Häfen der Region, die dort verkünden sollen, daß ich für das bestbewaffnete Schiff dieser Meere bezahlen werde, was immer sie verlangen…« Er zeigte mit dem Finger auf ihn. »Was immer sie verlangen! Außerdem zahle ich für jegliche Information, die zur Auffindung der Jacare beiträgt. Ich will ihre Routen wissen, welche Häfen sie anläuft oder wo sie vor Anker geht, we