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»Für mich sperrt sich der Abschaum der Welt in einen Palast ein und plündert mit ungerechten Gesetzen die Schwachen aus«, widersprach ihm der Margariteno. »Das sind die wahren Blutsauger. Die machen aus der Welt eine Kloake und riskieren noch nicht mal den Hals dabei! Wir leben monatelang auf dem Meer, müssen Flauten und Stürme ertragen, und jedesmal, we
Hauptma
»Ich habe keine Lust, weiter zu diskutieren. Bald wird es hell, und da
»Niemals werde ich Euch als meinen schlimmsten Feind betrachten kö
»Das wird nicht mein Problem sein. Ich habe dir gesagt, was dich erwartet. Und jetzt ab mit dir! Geh, und komm nicht wieder.«
Als der noch fast bartlose Kapitän Jacare Jack den Raum verlassen und die Tür hinter sich geschlossen hatte, lehnte der bedrückte Offizier seine Stirn gegen das Fensterglas und stieß einen kurzen, bitteren Seufzer aus.
Stets war er ein einsamer Ma
Aufgrund seiner untadeligen Dienste und seiner unerschütterlichen Loyalität hätte er längst zum Obersten befördert werden müssen, zum Festungskommandanten in Cartagena de Indias, San Juan de Puerto Rico oder Panama. Doch die Jahre gingen dahin, und noch immer war er hier, vergessen und dazu verdammt, unzählige Male die unvergeßlichen So
Emiliana Matamoros, die einzige Frau, die er in seinem ganzen Leben geliebt und stets wie eine unerreichbare Jungfrau verehrt hatte, war die Geliebte des abscheulichsten Wesens, das er jemals ke
Auf der Insel ging das Gerücht um, daß die fett und welk gewordene Emiliana Matamoros schon vor einiger Zeit zum bitteren Schluß gekommen war, daß ihre früheren Reize die Leidenschaft des Gesandten der allmächtigen Casa de Contratación von Sevilla nicht mehr zu wecken vermochten, und sie fürchten mußte, von einer der zahlreichen attraktiven Mulatti
»Wer den Luxus ke
Hauptma
We
Die Krone, die unzählige Male grausame Opfer verlangt hatte, vergaß die geleisteten Dienste nur zu schnell, und Hunderte von Veteranen mußten ihren Lebensabend als Bettler unter Bettlern verbringen.
Er ließ seine Vergangenheit Revue passieren, warf einen Blick auf seine Gegenwart und versuchte sich vorzustellen, wie seine Zukunft aussehen mochte. Über der schönen Bucht von Juan Griego wurde es langsam hell.
Vielleicht wäre es das Vernünftigste gewesen, alles aufzugeben und dem unbeso
Die Krone haßte die Piraten, daher war es seine Pflicht, sie zu bekämpfen, wo immer sie sich verbergen mochten, selbst we
Zurück auf der Jacare ließ Sebastián Heredia Lucas Castano holen und teilte ihm mit, daß er in Manzanillo an Land gehen wollte, um von dort bis nach La Asuncion die Suche nach seinem Vater fortzusetzen.
»Du bringst das Schiff zu den Frailes-Inseln. Dort gehst du bis Samstag nacht vor Anker und nimmst mich wieder an Bord.«
»Keine gute Idee«, entgegnete der Panamese sofort.
»Warum?«
»Weil die Mä
»Was ka
»Wir hätten die Schwarzen verkaufen kö
»Ich handle nicht mit Sklaven.«
»Die meisten Mä
»Für dich auch?«
»Meine Meinung tut nichts zur Sache«, gab der andere ungeniert zurück. »Ich gehöre zu den Offizieren, schlafe in einer guten Kajüte und muß nur Befehle erteilen.« Er schüttelte den Kopf. »Doch die meisten Mä
»Verstehe…«
»Verstehen allein genügt nicht. Du mußt es veri
»Ich werde daran denken.«
Der Margariteno schloß sich in seiner Kajüte ein, dachte über drei Stunden lang nach und ging schließlich an Deck. Dort nahm er auf der Brücke Platz und ließ die gesamte Besatzung zusammenläuten.
Als alle versammelt waren und ihn erwartungsvoll anblickten, musterte er der Reihe nach ihre Verbrechervisagen und erklärte betont gelassen:
»In letzter Zeit ist es nicht sehr gut gelaufen, und ihr seid wahrscheinlich ungehalten, doch das wird sich ändern.« Er räusperte sich, um mit noch tieferer Stimme fortzufahren: »Ihr wißt, daß wir Ende Oktober haben. In einem guten Monat wird die Flotte aus Sevilla hier auftauchen…«