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Wie ko

Wer ko

Und wer ko

Ehrbarkeit hatte nie zu den Kardinaltugenden der Bruderschaft der Piraten gehört. Wie ko

Man hätte sich also wie die Marseiller bei Nacht und Nebel aus dem Staub machen müssen und wäre dabei Gefahr gelaufen, ebenfalls als Haifutter zu enden: ein Risiko, das der Junge um nichts in der Welt hätte eingehen wollen.

Und selbst we

»Nach Hause«, hatte einige wenige Male der stets abwesende Miguel Heredia Ximénez zu diesem Thema gesagt. Die Schwester wiederzusehen war in der Tat auch der sehnlichste Wunsch seines Sohnes.

Was wohl aus ihr geworden war?

Inzwischen mußte sie fünfzehn Jahre alt sein, rechnete sich Sebastián aus, doch so sehr er sich auch Mühe gab, er ko

We

Nur zu oft hatte Sebastián den Spott seiner Freunde ertragen müssen, die nicht verstehen ko

Schon mit vier Jahren zeigte Celeste Heredia Matamoros beeindruckend ihre Willenskraft, die sie allerdings hinter einem unschuldigen Lächeln und manchen schlagfertigen Antworten zu verbergen wußte.

Was mochte wohl aus ihr geworden sein, jetzt wo sie in einem Palast unter ganz anderen Menschen lebte?

Gelegentlich eri

In Nächten wie dieser legte er sich mit dem Vorsatz schlafen, das Schiff zu verlassen und sich auf die Suche nach dem Mädchen zu machen.

Bald aber holte ihn das unendliche Meer in die bittere Wirklichkeit zurück: Er mochte zwar ein wahrhaft »freier Ma

Eintönig flössen so die Tage dahin.

Und die Wochen.

Und die Monate.

Eine harte Strafe.

Zu hart in den Augen eines Menschen, der vom Leben wesentlich mehr erwartete.

An einem diesigen Nachmittag schließlich, bei dem man nicht wußte, ob ein Sturm oder eine der gefürchteten totalen Flauten drohte, die selbst stählerne Nerven auf die Probe stellten, entdeckten sie ein Schiff am Horizont.

Alle Augen folgten ihm.

Es war eine mittelgroße Galeone, deren Reling im Verhältnis zur Länge des Schiffs unverhältnismäßig hoch schien. Zunächst hielt das Schiff direkt auf die Piraten zu, da

»Die Masten hoch!« befahl der Schotte angesichts dieses Manövers. »Und haltet die hohen Segel bereit.«

»Greifen wir an?« fragte verblüfft Lucas Castano.

Ein leichtes Kopfschütteln war die Antwort.

»Nein! Aber mit den Segeln, die er gesetzt hat, sollte er nicht nach Luv abfallen, sondern leeseits fahren. Ich trau ihm nicht.«

»Vielleicht eine Falle?«

»Unter einer so hohen Reling kö

»Kö

Der Glatzkopf schaute ihn an wie einen Idioten.

»Hier und jetzt? Ich müßte verrückt sein! We

Also warteten sie weiter ab, schweigend und angespa

»Gefällt mir nicht!« gab Lucas Castano schließlich zu. »Gefällt mir überhaupt nicht.«

»Macht die Rauchflöße fertig«, flüsterte der Schotte, und sein Befehl wurde von Ma

Besagte »Flöße« waren in Wirklichkeit nur riesige, mit Öl und Schießpulver getränkte Strohballen. Angezündet verbreiteten sie einen dichten Rauch, der die Sicht der Kanoniere behinderte und die Flucht des in Bedrängnis geratenen Schiffs begünstigte.

Die Galeone, auf deren Bug man den provokanten Namen Vendaval (»Sturmwind«) entziffern ko

»Entweder ändern die jetzt gleich den Kurs, oder sie kö

Ohne Zweifel war er ein großartiger Seema

Der beste seines Metiers, von dem alle an Bord stets eine Menge lernen ko

Unverzüglich brüllte der Schotte los:

»Alle Segel setzen, Steuer hart Backbord, Flöße ins Wasser!«

Drei Minuten später bot die Jacare der Vendaval nur noch ihr Achterschiff, machte geradezu einen Sprung nach vorn und glitt wie das schärfste Messer von Miguel Heredia durch die Wogen, während acht in ihrem Fahrwasser bre

Die Kanonen der Galeone feuerten nur ein einziges Mal, ohne damit den Küstensegler zu gefährden, der in der Ferne verschwand. Die Besatzung amüsierte sich in der Zwischenzeit damit, dem Feind mit eindeutigen Handzeichen deutlich zu machen, wie wenig Respekt das schnellste Schiff der Karibik vor der Feuerkraft der Vendaval hatte.

Am Nachmittag war vom Angreifer keine Spur mehr zu sehen. Nun ließ der Kapitän die Glocke läuten, bis sich die gesamte Besatzung unterhalb des Achterkastells versammelt hatte.

»Jetzt sind wir an der Reihe!« sagte er.

»Greifen wir an?« riefen einige Stimmen im Chor, wobei sie eine Spur echter Begeisterung nicht verbergen ko

»Natürlich!« gab der Schotte zurück und wandte sich Lucas Castano zu. »Die schwarze Flagge hoch!«

Zustimmendes Raunen erfüllte das Deck, und bald grinsten die meisten Besatzungsmitglieder übers ganze Gesicht, als der riesige Totenschädel mit Krokodil am höchsten Mast flatterte.