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George Thousand Names steckte den Kopf aus dem Wagenfenster. »Dauert es noch lange?«, fragte er mich. »Je schneller wir bei dem Haus sind, desto besser. We
Jim und ich halfen Jane auf den Rücksitz des Wagens und fuhren weiter.
Als wir die kurvenreiche Straße hochfuhren, sah das Haus 1551 ebenso dunkel und düster wie bisher aus. Die Fenster ähnelten müden Augen und der schlechte Anstrich schien noch mehr abgeblättert zu sein. Jim fuhr langsam näher. Als wir vor dem Haus ankamen, stellte er den Motor ab und eine Minute lang blieben wir schweigend sitzen.
»Glauben Sie, dass Coyote drin ist?«, fragte ich mit unsicherer Stimme.
»Das ka
»Wie?«
»Er wird uns töten.«
Jim wischte sich mit dem Handrücken über den Mund. »Aber möglicherweise ka
»Natürlich.«
Ich sah Jim an und Jim sah mich an; »Tja«, meinte ich kleinlaut. »We
Wir stiegen aus dem Wagen und gingen herum, um George Thousand Names zu helfen. Jane blieb, wo sie war, still und wahrscheinlich unter einem Schock stehend. Wir drei überquerten den Bürgersteig und blieben vor dem Durchgang zu Haus 1551 stehen, schauten zu den dämmrigen Fenstern, unter denen die Farbe abblätterte.
»Ist der Türklopfer noch da?«, fragte George Thousand Names. »Ich ka
Jim und ich spähten in die Schatten. Zunächst dachte ich, dass er verschwunden sei, aber da
Wir öffneten das quietschende Tor und stiegen die Stufen hoch. George Thousand Names stand einen Moment vor dem grinsenden Gesicht auf dem Türklopfer, bis er langsam den Kopf schüttelte: »Wäre ein Indianer an diesem Haus vorbeigekommen und hätte das Gesicht gesehen, er hätte sofort gewusst, um was es sich handelt«, sagte er ruhig. »Es ist genauso provozierend, als hinge das Bild eines Dämons an Ihrer Tür. Jetzt wollen wir aber dafür sorgen, dass Coyote es nie benutzen ka
Er griff in eine Tasche seiner Windjacke und zog ein Amulett hervor. Es war ein schmales, goldenes Medaillon mit einem seltsamen, eingekratzten Zeichen. Er hielt es einen Augenblick in den Fingern seiner beiden Hände, anschließend berührte er damit seine Stirn. Da
»Unerträglicher Coyote, du Teuflischer aus dem Südwesten«, murmelte er. »Dieses Abbild ist für immer durch meine Beschwörung gebunden, für immer vor dir verschlossen. Dieses Abbild wird dich verbre
Nun herrschte Stille. Ein Lastwagen dröhnte über eine entfernte Straße.
Da
Eine ruhige, heimtückische Stimme sagte: »Narren.«
Ich spürte, dass ich zitterte. Ich wusste, dass es idiotisch war, derart zu zittern. Aber es war der Türklopfer, der bronzene Türklopfer, der sprach. Aus seinen wilden Augen loderte ein brutales Licht, und möglicherweise überschlug sich ja nur meine Fantasie, aber ich wusste,dass er dieses Mal mit Haaren bedeckt war und seine Zähne so erbarmungslos und scharf waren wie die eines richtigen Wolfes oder Hundes.
George Thousand Names stand kerzengerade da. Es war offensichtlich, dass er eine enorme geistige Anstrengung aufbrachte, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Er kreuzte die Arme vor seinem Gesicht, da
»Coyote ist ein Hund, der durch die Nacht re
Der Türklopfer stieß ein eisiges Lachen aus.
»Still!«,schrie George Thousand Names . »Ich befehle dir, still zu sein!«
Wieder hörte man dieses Zischen und ein weiteres grässliches Gelächter.
»Du hast keine Gewalt über mich, du seniler Narr«,flüsterte der Türklopfer. »Mein Meister eilt her und da
Die Tür des Hauses öffnete sich von selbst und knallte wieder ins Schloss.
Doch George Thousand Names hatte nicht aufgegeben. Er hob erneut die Arme. »Der Frost des Nordens wird dich einhüllen, der Frost des Nordens wird dich brechen. Coyote aus der Wüste wird deine Furcht spüren und er wird zurückkriechen wie der Hund, der er ist.«
Ich ko
Er hielt seinen Finger weiterhin auf den Türklopfer gerichtet und das Eis wurde immer dicker und dicker. Von dort, wo ich stand, zwei oder drei Schritte entfernt, ko
George Thousand Names ließ seinen Arm fallen. Er schwitzte und rang schwer nach Luft. Aber es war ihm noch genügend Energie geblieben, um gegen die Stücke des Türklopfers zu treten und zu sagen: »Ein seniler Narr, was? Du Klumpen Altmetall.«
Jim pfiff laut aus. »Das war erstaunlich. So etwas habe ich noch nie gesehen. Mr. Thousand Names, Sie sollten sich einen Job in der Branche für tiefgekühlte Lebensmittel suchen.«
Ich nahm einen Arm von George Thousand Names. »Sie haben eine Schlacht gewo
Er schüttelte den Kopf. »Wir sind noch längst nicht fertig und meine Kräfte sind nicht groß. Dr. Jarvis, Sie haben in Ihrem Wagen doch noch Platz für die Bilder vom Mount Taylor und Cabezon Peak?«
»Wie? Klar. Aber ich dachte, Sie wollen das Haus mit einigen Ba
George Thousand Names wischte sich die Stirn mit seinem Taschentuch trocken. »Ich wünschte, ich kö
Ich drückte die schwere Vordertür auf und wir traten vorsichtig ins I
Schnell und nahezu lautlos nahmen wir die Bilder und Zeichnungen von den Wänden und brachten sie hinaus zum Kofferraum von Jims Auto. Es waren etwa 50 oder 60 Bilder und als wir endlich fertig waren, wurde der hintere Teil des Wagens vom Gewicht der schweren Bilderrahmen heruntergedrückt.
Jane, die noch immer auf dem Rücksitz saß, schaute auf. »Ist alles in Ordnung? Ich fühle mich so seltsam.«
»Keine Angst«, sagte Jim. »Wir nehmen Sie mit zum Krankenhaus und werden Sie untersuchen.«
»Oh, nein, nein«, antwortete sie. »Es geht mir gut, ehrlich. Ich schätze, ich leide nur unter einem Schock.«
»Wie auch immer, eine gründliche Untersuchung ka
Jim stieg in den Wagen und startete den Motor. George Thousand Names sagte: »Wir müssen einen sicheren Platz für die Bilder finden. Einen kleinen Ort, den ich mit einem magischen Ba