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Er riß ihr die Hände weg. Sie zuckte zusammen und versuchte, sie wieder vor die Augen zu legen.
»Sieh mich an.«
Sie schüttelte den Kopf.
»Verdammt noch mal, sieh mich an, Rita.«
Schließlich sah sie ihn an, aber so ängstlich, als rechnete sie damit, daß er sie nicht nur mit Worten, sondern auch mit den Fäusten bearbeiten würde. Wie ihm momentan zum Teil zumute war, käme ihm das genau recht.
»Ich will dir mal ein paar Tatsachen erklären, weil du sie ganz offensichtlich nicht begreifst. Tatsache ist, daß wir vielleicht zwanzig oder dreißig Meilen zu Fuß gehen müssen. Tatsache ist, daß deine aufgescheuerte Haut sich entzünden kö
Er hatte sie am Oberarm festgehalten und sah, daß seine Daumen fast in ihrem Fleisch verschwunden waren. Seine Wut ließ nach, als er sie losließ und die roten Stellen sichtbar wurden. Er trat ein Stück zurück, fühlte sich wieder unsicher, von der niederschmetternden Einsicht erfüllt, daß er völlig überzogen reagiert hatte. Larry Underwood schlägt wieder zu. We
Weil, das ihr Problem ist, sagte eine mürrische Stimme in ihm zur Verteidigung.
Nein, das stimmte nicht. Es war seinProblem gewesen. Sie wußte es nicht. We
Einen Scheißdreck bin ich, sagte die mürrische Stimme. Seine Mutter: Du willst nur immer nehmen, Larry.
Die Oralhygienikerin, die ihm aus dem Fenster nachgerufen hatte: Ich dachte, du bist ein netter Kerl! Du bist kein netter Kerl!
Dir fehlt etwas, Larry. Du willst nur immer nehmen.
Das ist eine Lüge. Das ist eine gottverdammte Lüge!
»Rita«, sagte er, »es tut mir leid.«
Sie setzte sich mit der ärmellosen Bluse und der weißen Hose auf den Gehweg, ihr Haar sah grau und alt aus. Sie senkte den Kopf und hielt sich den verletzten Fuß. Sie sah ihn nicht an.
»Es tut mir leid«, wiederholte er. »Ich... hör zu, ich hatte kein Recht, so mit dir zu reden.« Er hatte natürlich das Recht, aber das spielte keine Rolle. We
»Geh nur weiter, Larry«, sagte sie, »laß dich von mir nicht aufhalten.«
»Ich hab' gesagt, daß es mir leid tut«, sagte er mit leicht verdrossener Stimme. »Wir werden dir neue Schuhe und weiße Socken besorgen. Wir...«
»Nichts werden wir. Geh.«
»Rita, es tut mir leid...«
»We
»Ich habe doch gesagt...«
Sie warf den Kopf zurück und kreischte. Er ging einen Schritt zurück und sah sich um, ob jemand sie gehört hatte, ob vielleicht ein Polizist herbeira
Sie hörte auf zu schreien und sah ihn an. Sie winkte mit der Hand, als wäre er eine lästige Fliege.
»Hör besser auf«, sagte er, »oder ich gehe wirklich.«
Sie sah ihn nur an. Er ko
»Also gut«, sagte er. »Viel Spaß, we
Er schulterte das Gewehr und ging weiter, jetzt nach links zur von Autos verstopften Einfahrt der 495, die zum Tu
Larry drehte sich um und war überzeugt, daß Rita ihm entweder folgen oder dastehen und ihn vorwurfsvoll ansehen würde. Aber Rita war verschwunden.
»Hol dich der Teufel«, sagte er nervös und beleidigt. »Ich habe versucht, mich zu entschuldigen.«
Einen Augenblick ko
Vor sich sah er dichten Verkehr auf vier nach Westen führenden Fahrspuren im dunklen Halbrund des Tu
Schweiß brach ihm am ganzen Körper aus. Über ihm krächzte ein Vogel, und Larry schrak zusammen. Du bist albern, sagte er sich. Kindisches Zeug, weiter nichts. Du mußt nur auf dem Fußgängerweg bleiben und wirst in Null Komma nichts...
... von den wandelnden Toten erwürgt.
Er leckte sich die Lippen und versuchte zu lachen. Es hörte sich schlimm an. Er ging fünf Schritte zu der Stelle, wo die Einfahrt sich in den Highway einfädelte, und blieb da
Und so würde es auch im Tu
Larry drehte sich unvermittelt um, stapfte den Weg zurück, den er gekommen war, und spürte, wie der Wind, den er selbst erzeugte, den Schweiß auf seiner Stirn abkühlte.
»Rita! Rita, hör zu! Ich will...«
Die Worte erstarben, als er wieder oben an der Einfahrt angekommen war. Rita war immer noch verschwunden. Die 39. Straße schrumpfte zu einem Punkt zusammen. Er lief vom südlichen Gehweg zum nördlichen hinüber, zwängte sich zwischen Stoßstangen hindurch und kletterte über Motorhauben, die so heiss waren, daß man fast Blasen an den Händen bekommen ko
Die einzige Antwort war ein totes Echo: » Rita.. .ita.. .ita...«
Gegen vier Uhr hatten sich dunkle Wolken über Manhattan zusammengezogen, und Do