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Was sich bei WBZ-TV in Boston zutrug, war am Abend zuvor von drei Nachrichtensprechern und sechs Technikern geplant worden, die alle im Studio 6 arbeiteten. Fünf der Mä
Zuschauer im Bereich des Senders WBZ-TV erlebten mit, wie Bob Palmer die Nachrichten mitten im Satz unterbrach, und hörten ihn sagen: »Okay, jetzt!« Gedämpfte Laute hinter der Kamera. Als sie aufhörten, sahen Tausende bestürzte Fernsehzuschauer, daß Bob Palmer jetzt eine Maschinenpistole in der Hand hielt. Eine heisere Stimme schrie jubilierend im Off: »Wir haben sie, Bob!
Wir haben die Drecksäcke! Wir haben sie alle!«
»Okay, gute Arbeit«, sagte Palmer. Da
Auf der Schaltkonsole flackerten Lichter auf. I
»Unsere Kameraleute haben Aufnahmen gemacht, die entweder beschlagnahmt oder vorsätzlich vernichtet wurden. Die Artikel unserer Reporter sind verschwunden. Aber wir haben Filmaufnahmen, meine Damen und Herren, und wir haben Korrespondenten hier im Studio - keine professionellen Reporter, sondern Augenzeugen der größten Katastrophe, die jemals über unser Land hereingebrochen ist... und diese Worte verwende ich nicht leichtfertig. Wir werden Ihnen jetzt einen Teil des Filmmaterials zeigen. Alles wurde heimlich aufgenommen, die Bildqualität ist teilweise schlecht. Aber wir, die wir soeben unseren eigenen Fernsehsender befreit haben, sind der Meinung, Sie sehen genug. Vielleicht mehr, als Sie je sehen wollten.«
Er blickte auf, nahm ein Taschentuch aus dem Sportblazer und schneuzte sich. Zuschauer mit guten Farbfernsehern ko
»We
Palmers Gesicht wurde durch Bilder aus dem General Hospital von Boston ersetzt. Die Stationen waren überfüllt. Patienten lagen auf den Böden. Die Flure waren gedrängt voll, Krankenschwestern, von denen viele sichtlich selbst krank waren, eilten hin und her, manche weinten hysterisch, andere schienen bis fast zum Koma unter Schock zu stehen.
Aufnahmen von Soldaten, die mit gezückten Waffen an Straßenecken standen. Aufnahmen von Gebäuden, in die eingebrochen worden war.
Bob Palmer erschien wieder. »We
Die körnige Aufnahme eines Lastwagens, eines großen, olivfarbenen Armeelastwagens, der auf einen Pier im Charles River fuhr. Darunter schwankte unruhig eine mit Segeltuchplanen bedeckte Barke. Zwei Soldaten, denen Gasmasken ein fremdartiges, bedrohliches Aussehen verliehen, sprangen aus dem Führerhaus des Lastwagens. Das Bild wackelte, da
Palmer und die anderen im sechsten Stock wurden allesamt wegen Hochverrats an der Regierung der Vereinigten Staaten hingerichtet.
Es handelte sich um eine wöchentliche Kleinstadtzeitung in West Virginia mit Namen Durbin Call-Clarion, die von einem Anwalt im Ruhestand namens James D. Hogliss herausgegeben wurde und deren Auflage immer gut war, weil Hogliss Ende der vierziger und Anfang der fünfziger Jahre nachdrücklich für das Recht der Minenarbeiter, sich zu organisieren, eingetreten war und weil seine Anti-Establishment-Leitartikel immer voller Zündstoff waren, Marschflugkörper, die er gegen Regierungshandlanger auf allen Ebenen abfeuerte, von den städtischen bis zu den Bundesbehörden. Hogliss hatte eine Anzahl regelmäßiger Zeitungsausträger, aber an diesem klaren Sommermorgen fuhr er die Zeitung persönlich mit seinem 1948er Cadillac aus, dessen breite Weißwandreifen durch die Straßen von Durbin flüsterten ... und diese Straßen waren beängstigend verlassen. Die Zeitungen stapelten sich auf den Sitzen des Cadillacs und im Kofferraum. Es war nicht der übliche Erscheinungstag des Call-Clarion, aber die Zeitung bestand ohnedies nur aus einem einzigen, groß gesetzten Blatt in schwarzer Umrandung. Ganz oben stand das Wort EXTRA -AUSGABE, und es war die erste Extraausgabe, die Hogliss seit 1980 herausbrachte, als die Ladybird-Mine explodiert war und vierzig Minenarbeiter für alle Zeiten unter Felsmassen begraben hatte.
Die Schlagzeile lautete: REGIERUNGSTRUPPEN VERSUCHEN, SEUCHENAUSBRUCH ZU VERTUSCHEN!
Darunter: »Sondermeldung für den Call-Clarionvon James D. Hogliss.«
Und darunter: »Unserem Reporter wurde aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt, daß die Grippeepidemie (die hier in West Virginia manchmal Röchelkrankheit oder Schleimtod gena