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»Sie haben vielleicht eine Ausdrucksweise.«
Devin achtete nicht auf ihn und fuhr fort: »In manchen Fällen hat allein dieses Wissen ausgereicht, die Geschworenen dazu zu bringen, mit >nicht schuldig< zu stimmen. Vom rechtlichen Standpunkt ist das genau das Gegenteil von dem, was das Hohe Gericht beabsichtigt hat. In manchen Fällen haben Geschworene einen überführten Mörder laufen lassen, weil sie kein so frisches Blut an den Händen haben wollten.« Er nahm ein Blatt Papier zur Hand. »Es wurden zwar vierzig Menschen gemäß Markhamhingerichtet, aber alles in allem wurde die Todesstrafe unter Markham siebzigmalgefordert. Von den dreißig, die nicht hingerichtet worden sind, wurden sechsundzwanzig von den Geschworenen für >nicht schuldig< erklärt. Nur vier Urteile wurden vom Außerordentlichen Gerichtshof aufgehoben, eines in South Carolina, zwei in Florida und eines in Alabama.«
»Nie in Arizona?«
»Nie. Ich habe es Ihnen doch gesagt. Der Kodex des Westens. Diese fünf alten Mä
»Wie viele Angeklagte wurden de
»Zwei von vierzehn.«
»Auch ein beschissenes Verhältnis.«
Devins lächelte sein wölfisches Lächeln. »Ich sollte nicht unerwähnt lassen«, sagte er, »daß einer der beiden von keinem Geringeren als meiner Wenigkeit verteidigt worden ist. Er war so schuldig wie die Sünde, Lloyd, genau wie Sie. Richter Pechert hat den zehn Frauen und zwei Mä
»We
»Auf gar keinen Fall.«
»Also alles oder nichts.«
»Ja.«
»Ma
»Solange Sie die Situation begreifen«, sagt Devins, »und wissen, wo wir stehen müssen, kommen wir vielleicht durch.«
»Ich begreif sie schon. Aber sie gefällt mir nicht.«
»Sie wären auch verrückt, we
>Ich hab' keinen nicht umgebracht. Poke hat sie alle abgemurkst. Das war seine Idee, nicht meine. Poke war verrückt wie eine Bettwanze, und es war, schätze ich, ein Segen für die Welt, daß er abserviert worden ist.<«
»Ja, das stimmt. Na und?« fragte Lloyd.
»Nur eins«, sagte Devins gemütlich. »Das bedeutet, Sie hatten Angst vor Poke Freeman. Hatten Sie Angst vor ihm?«
»Na ja, nicht so richtig...«
»Sie hatten sogar Angst um Ihr Leben.«
»Ich glaube nicht, daß...«
»Todesangst. Glauben Sie's, Sylvester. Sie haben sich fast in die Hosen geschissen.«
Lloyd sah den Anwalt stirnrunzelnd an. Es war das Stirnrunzeln eines Kindes, das ein guter Schüler sein möchte, aber größte Schwierigkeiten hat, die Lektion zu begreifen.
»Lassen Sie sich nicht von mir beeinflussen, Lloyd«, sagt Devins.
»Das will ich nicht. Sie glauben vielleicht, ich deute an, daß Poke fast ununterbrochen highwar...«
»War er! Wir beide!«
»Nein. Sie nicht, aber er. Und we
»Ma
»Und er hat Sie ein paarmal mit der Waffe bedroht...«
»Nein, nicht einmal...«
»O doch. Sie hatten das nur eine Weile vergessen. Er hat sogar einmal gedroht, Sie zu erschießen, we
»Nun, ich hatte eine Waffe...«
»Ich glaube«, sagte Devins und sah ihn stechend an, »we
»Jetzt, wo Sie es sagen...«
»Und keiner war überraschter als Sie, als plötzlich echte Kugeln herauskamen, richtig?«
»Klar«, sagte Lloyd. Er nickte heftig. »Ich hätt' beinah' 'nen Blutsturz bekommen.«
»Sie wollten diese Waffe gerade auf Poke Freeman richten, als Ihnen jemand die Arbeit abgenommen hat.«
Lloyd sah seinen Anwalt mit aufkeimender Hoffnung an.
»Mr. Devins«, sagte er zutiefst aufrichtig, »ganz genauso ist die Scheiße abgelaufen.«
Etwas später an diesem Morgen saß er im Hof, sah einem Softballspiel zu und grübelte über alles nach, was Devins ihm gesagt hatte, als ein großer, kräftiger Mithäftling namens Mather zu ihm kam und ihn am Kragen hochzog. Mathers Kopf war kahlgeschoren, à la Telly Savalas, und die Glatze glänzte freundlich in der heißen Wüstenluft.
»Moment mal«, sagte Lloyd. »Mein Anwalt hat meine Zähne gezählt. Siebzehn. We
»Ja, weiß ich von Shockley«, sagte Mathers. »Deshalb hat er mir gesagt, ich soll...«
Mathers rammte Lloyd das Knie zwischen die Beine, und entsetzliche Schmerzen rasten durch Lloyds Körper, so lähmend, daß Lloyd nicht einmal schreien ko
Irgendwa
»Das war nicht persönlich gemeint«, sagte Mathers aufrichtig. »Rein geschäftlich, klar? Ehrlich, ich hoffe, daß du einigermaßen glimpflich davonkommst. Das Markham-Gesetz ist Scheiße.«
Da
Wie wahr.
25
Nick Andros schob einen der Vorhänge zur Seite und blickte hinaus auf die Straße. Von hier, aus dem ersten Stock im Haus des verstorbenen John Baker, sah man links die ganze I
Die Frau hinter ihm stöhnte laut und kehlig, aber Nick hörte sie nicht. Er zog den Vorhang wieder zu, rieb sich einen Moment die Augen und ging da