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»Ich habe eigene Probleme, Ma
Vertraue mir, da
Fran.«
Sie unterschrieb mit ihrer gewohnt üppig-krakelnden Signatur, damit sie den verbleibenden Platz noch halb verbrauchte. Allein damit kam sie sich wie eine Hochstaplerin vor. Sie faltete ihn zusammen, schob ihn in den Umschlag, klebte ihn zu, schrieb die Adresse darauf und stellte ihn hochkant an den Spiegel. Auftrag ausgeführt. Also. Was nun?
Es wurde schon wieder dunkler. Sie stand auf und ging rastlos durchs Zimmer; sie überlegte, ob sie gehen sollte, bevor es wieder zu regnen anfing, aber wohin sollte sie gehen? Ins Kino? Den einzigen Film, der in der Stadt lief, hatte sie schon gesehen. Mit Jesse. Nach Portland, einen Schaufensterbummel machen? Machte keinen Spaß. Die einzigen Kleidungsstücke, die sie sich heutzutage realistisch ansehen ko
Sie hatte heute drei Anrufe bekommen, der erste brachte gute Neuigkeiten, der zweite uninteressante, der dritte schlechte. Sie wünschte sich, sie wären in umgekehrter Folge eingetroffen. Draußen hatte es angefangen zu regnen, der Pier des Yachtbeckens war wieder dunkel. Sie beschloß, einen Spaziergang zu machen, und den bevorstehenden Regen sollte der Teufel holen. In der frischen Luft und der schwülen Sommeratmosphäre ging es ihr vielleicht bald besser. Vielleicht machte sie irgendwo Rast und trank eine Flasche Bier.
Glück aus der Flasche. Zumindest Gleichgültigkeit.
Als erste hatte Debbie Smith aus Somersworth angerufen. Fran ko
Fran sagte, sie würde zum ersten Juli einziehen, und als sie auflegte, spürte sie, wie ihr Freudentränen die Wangen entlangliefen. Tränen der Erleichterung. We
Der zweite Anruf, der so la-la gewesen war, kam von Jess Rider. Er hatte aus Portland angerufen und es zuerst im Haus versucht. Glücklicherweise hatte Peter abgenommen und ihm Frans Telefo
»Etwas«, sagte sie zurückhaltend, weil sie sich nicht darüber auslassen wollte. Das würde sie in gewisser Weise zu Mitverschwörern machen.
»Deine Mutter?«
»Wie kommst du darauf?«
»Weil sie der Typ zu sein scheint, der ausflippt. Das sieht man in den Augen, Fra
Sie schwieg.
»Tut mir leid. Ich wollte dich nicht beleidigen.«
»Das hast du nicht«, sagte sie. Seine Beschreibung war sogar ziemlich zutreffend - an der Oberfläche zutreffend jedenfalls -, aber sie war immer noch bemüht, ihre Überraschung über das Verb beleidigen zu überwinden. Aus seinem Mund war das ein seltsames Wort. Vielleicht ist es ja ein Signal, dachte sie. We
»Fra
Auf dem Fahrrad, dachte sie und kicherte fast. Ein Kichern wäre etwas Gräßliches gewesen, das sie ihm nicht antun mußte, daher hielt sie den Hörer einen Moment zu, bis sie sicher war, daß es nicht herauskommen würde. Sie hatte in den vergangenen sechs Tagen mehr geweint und gekichert als in der ganzen Zeit, seit sie fünfzehn und zum ersten Mal mit einem Jungen ausgegangen war.
»Nein, Jess«, sagte sie mit ruhiger Stimme.
»Es ist mein Ernst!« sagte er überraschend nachdrücklich, als hätte er gesehen, wie sie das Kichern unterdrückte.
»Das weiß ich«, sagte sie. »Aber ich bin noch nicht bereit für eine Ehe. Ich ke
»Was ist mit dem Baby?«
»Ich werde es bekommen.«
»Und weggeben?«
»Das weiß ich noch nicht.«
Er schwieg einen Augenblick, und sie ko
»Ich habe echte Zweifel, was das Baby betrifft«, sagte er schließlich. Das bezweifelte wiederum sie, aber wahrscheinlich war es das einzige, was er ihr sagen ko
»Jess...«
»Wohin gehst du?« fragte er brüsk. »Du ka
»Ich habe eine Bleibe.«
»Wo? Oder geht mich das nichts an?«
»Das geht dich nichts an«, sagte sie und biß sich auf die Zunge, weil sie keine diplomatischere Möglichkeit gefunden hatte, es ihm zu sagen.
» Oh«, sagte er. Seine Stimme klang seltsam tonlos. Schließlich sagte er vorsichtig: »Ka
»Frag ruhig«, sagte sie argwöhnisch. Sie wappnete sich geistig schon dagegen, sauer zu werden, de
»Habe ich in dieser ganzen Sache überhaupt keine Rechte?« fragte Jess. »Ka
Einen Moment war sie sauer, aber da