Страница 48 из 357
»He, Dödel, wie war's mit was zu futtern?« rief Mike ihm zu. »Und der olle Vince sieht aus, als kö
Bill wollte nicht streiten. »Tut mir leid, daß ich dich angeschrien habe, Ma
Nick ging hinaus und versuchte zu überlegen, was er jetzt machen sollte. Er ging zum Schreibtisch und schrieb auf den Block: »Sheriff Baker oder wer das liest: Ich bin weggegangen und versuche, den Gefangenen Frühstück zu holen und Dr. Soames zu finden - für Vincent Hogan. Er scheint wirklich krank zu sein und sich nicht nur zu verstellen. Nick Andros.«
Er riß das Blatt vom Block und ließ es mitten auf dem Schreibtisch liegen. Da
Als erstes fiel ihm die stille Hitze des Tages und der Geruch von Grün auf. Am Nachmittag würde es sengend sein. Es war ein Tag, an dem die Menschen ihre tagtäglichen Arbeiten gerne in aller Herrgottsfrühe erledigen, damit sie den Nachmittag so ruhig wie möglich verbringen ko
Die meisten der schrägen Parkplätze vor den Geschäften waren leer. Ein paar Autos und Lieferwagen waren unterwegs, aber nicht viele. Der Eisenwarenladen schien geöffnet zu haben, aber die Rollos der Kreditbank waren noch heruntergelassen, obwohl es schon neun war.
Nick wandte sich nach rechts, Richtung Truck Stop, der fünf Blocks entfernt war. Er war gerade an der Ecke des dritten Blocks, als er das Auto von Dr. Soames langsam auf der Straße auf sich zukommen sah - es schlingerte ein wenig von einer Seite auf die andere, als wäre der Fahrer erschöpft. Nick winkte ungestüm, nicht sicher, ob Soames halten würde, aber Soames kam an den Straßenrand gefahren und belegte gleichgültig vier der schrägen Parkplätze. Er stieg nicht aus, sondern blieb einfach hinter dem Steuer sitzen. Es erschreckte Nick, wie der Ma
Plötzlich schlug Soames die Augen auf und sagte: »Sheriff Baker ist tot. We
Nick riß die Augen auf. Sheriff Baker tot? Aber seine Frau war gestern abend noch da gewesen und hatte gesagt, daß es ihm besser ging. Und sie... sie war gesund gewesen. Nein, es war unmöglich.
»Ja, tot«, sagte Soames, als hätte Nick seine Gedanken laut ausgesprochen. »Und er ist nicht der einzige. Ich habe in den vergangenen zwölf Stunden zwölf Totenscheine ausgestellt. Und ich ke
Nick zog den Block aus der Tasche und schrieb: »Was ist mit ihnen los?«
»Ich weiß nicht«, sagte Soames, knüllte den Zettel langsam zusammen und warf ihn in den Ri
Nick, der nicht mitbekommen hatte, daß Soames sich selbst bemitleidete, ko
Soames stieg aus dem Wagen und stützte sich einen Moment auf Nicks Arm ab. Der Griff seiner Hand war wie der eines alten Ma
Nick deutete zum Gefängnis.
»Die kö
Sie setzten sich auf die Bank, die hellgrün gestrichen war und Werbung für eine hiesige Versicherung auf der Lehne trug. Soames wandte das Gesicht dankbar der wärmenden So
»Schüttelfrost und Fieber«, sagte er. »Seit gestern abend zehn Uhr. Zuletzt nur noch Schüttelfrost. Gott sei Dank kein Durchfall.«
»Sie sollten sich ins Bett legen«, schrieb Nick.
»Sollte ich. Werde ich. Ich will nur vorher ein paar Minuten ausruhen...« Seine Augen fielen zu, und Nick dachte, er wäre eingeschlafen. Er fragte sich, ob er zum Truck Stop gehen und Billy und Mike Frühstück holen sollte.
Da
Schmerzen beim Wasserlassen. Drüsenschwellung von unbedeutend bis akut. Schwellungen unter den Achseln und am Unterleib. Atemschwäche und Atemnot.«
Er sah Nick an.
»Das sind die Symptome der gewöhnlichen Erkältung, der Influenza, der Grippe. Das alles kö
Und man versucht es zu vertuschen.«
Nick sah ihn zweifelnd an, fragte sich, ob er richtig von den Lippen des Doktors gelesen hatte oder ob Soames irre redete.
»Hört sich ziemlich verrückt an, was?« fragte Soames und sah Nick belustigt an. »Ich hatte einmal Angst vor der Paranoia der jüngeren Generation, hast du das gewußt? Sie glaubten immer, jemand würde ihr Telefon abhören ... sie bespitzeln... sie vom Computer überprüfen lassen... und jetzt muß ich feststellen, daß sie recht hatten und ich unrecht. Das Leben ist schön, Nick, aber ich habe feststellen müssen, daß das Alter einen unangemessen hohen Tribut von den ach so hoch geschätzten Vorurteilen fordert.«
»Was meinen Sie damit?« schrieb Nick.
»Kein Telefon in Shoyo funktioniert«, sagte Soames. Nick hatte keine Ahnung, ob das die Antwort auf seine Frage war (Soames hatte seinen letzten Zettel nur ganz flüchtig angesehen), oder ob sich der Arzt einem neuen Thema zugewandt hatte - er vermutete, dass das Fieber für Soames' sprunghafte Gedanken verantwortlich war.
Der Arzt betrachtete Nicks verwirrtes Gesicht und schien zu denken, daß der Taubstumme ihm nicht glaubte. »Stimmt«, sagte er. »We