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»Als klopfe - klopfe jemand sacht ans Tor«, flüsterte sie laut und ohne nachzudenken, und darauf stieß sie ein entsetztes, krächzendes Lachen aus, das sich wahrscheinlich nicht sehr von den Schreien eines Raben unterschied.

Aber sie mußte es wissen.

Sie ging zum Fenster neben der Eingangstreppe und sah ins Wohnzimmer ihres ehemaligen Hauses. Nicht, daß es jemals wirklich ihres gewesen wäre. We

Nadine floh stolpernd und wäre beinahe über den niedrigen Drahtzaun gefallen, der das Blumenbeet rechts von dem Fenster umgab, wo sie hineingesehen hatte. Sie warf sich auf die Vespa und ließ sie an. Die ersten paar Blocks fuhr sie mit halsbrecherischer Geschwindigkeit, fuhr Slalom zwischen den liegengebliebenen Fahrzeugen, die immer noch die Nebenstraßen unsicher machten, aber allmählich beruhigte sie sich wieder.

Als sie wieder vor Harolds Haus war, hatte sie sich einigermaßen unter Kontrolle. Aber sie wußte, ihres Bleibens hier in der Zone ward nicht mehr lange. We

Die Versammlung im Munzinger Auditorium nahm einen guten Verlauf. Sie fingen wieder damit an, daß sie die Nationalhymne sangen, aber diesmal blieben die meisten Augen trocken; es wurde einfach zum Teil eines Rituals. Die Wahl des Volkszählungskomitees wurde routinemäßig durchgezogen und Sandy DuChiens zur Vorsitzenden erna

Da

Harry brüllte, um verstanden zu werden: »Selbst ein Jahr mag zu lange sein. Ich habe nichts gegen die Damen und Herren vom Komitee, ich glaube, sie haben hervorragende Arbeit geleistet« - Beifall und Pfiffe - »aber we

Glen hob die Hand. Stu erteilte ihm das Wort.

»Herr Vorsitzender, das steht zwar nicht auf der Tagesordnung, aber ich glaube, Mr. Dunbarton hat recht.«

Ich wette, daß du das glaubst, Platte, dachte Stu, du hast es schließlich selbst vor einer Woche zur Sprache gebracht.

»Ich beantrage, ein repräsentatives Regierungs-Komitee einzusetzen, damit wir die Verfassung wirklich wieder einführen kö

Wieder Beifall.

In der letzten Reihe drehte Harold sich zu Nadine und flüsterte ihr ins Ohr: »Ladies and Gentlemen, das öffentliche Liebesritual der Freien Zone nimmt seinen demokratischen Lauf.«

Stu wurde durch do

»Ich werde mein Bestes tun«, sagte er. »Einige von Ihnen, die mir heute Beifall spenden, werden das vielleicht noch bereuen, we

Brüllendes Gelächter. Rieh, der voll wie eine Haubitze war, lachte fröhlich mit.

»Aber ich sehe keinen Grund, warum wir hier ernsthafte Schwierigkeiten bekommen sollten. Wie ich es sehe, besteht die Hauptaufgabe eines Marshals darin, zu verhindern, daß die Leute sich etwas antun. Und keiner von uns will das. Es sind schon genügend Leute zu Schaden gekommen. Mehr habe ich nicht zu sagen.«

Die Menge applaudierte anhaltend.

»Jetzt zum nächsten Punkt«, sagte Stu, »es hat gewissermaßen mit meinem Amt als Marshal zu tun. Wir brauchen ein Justiz-Komitee mit etwa fünf Leuten, de

»Was ist mit dem Richter?« schrie jemand.

»Ja, genau, der Richter!« brüllte ein zweiter.

Hälse wurden gereckt, die Leute wollten sehen, daß der Richter irgendwo im Saal aufstand, um die Verantwortung in seinem üblichen Rokoko-Stil zu übernehmen; ein Murmeln ging durch den Saal, als die Leute noch einmal die Geschichte erzählten, wie der Richter den Verrückten mit seinen fliegenden Untertassen lächerlich gemacht hatte. Sie legten schon die Tagesordnung aus der Hand, um zu applaudieren. Stu und Glen sahen einander mit beiderseitigem Mißbehagen an: Jemand im Komitee hätte das voraussehen müssen.

»Nicht da«, sagte jemand.

»Wer hat ihn gesehen?« fragte Lucy Swa

»Ich habe ihn gesehen.«

Ein interessiertes Raunen, als Teddy Weizak im hinteren Viertel aufstand und sich mit dem Taschentuch nervös und zwanghaft die Nickelbrille putzte.

»Wo?«

»Wo ist er, Teddy?«

»War er in der Stadt?«

»Was hat er gemacht?«

Teddy Weizak zuckte unter dem Bombardement der Fragen sichtlich zusammen.

Stu schlug mit dem Hammer auf. »Kommt schon, Leute. Ruhe.«

»Ich habe ihn vor zwei Tagen gesehen«, sagte Teddy. »Er fuhr einen Landrover. Sagte, er wollte nach Denver. Warum, hat er nicht gesagt. Wir haben Witze gemacht. Er schien bester Laune zu sein. Mehr weiß ich nicht.« Er setzte sich wieder, putzte weiter seine Brille und wurde krebsrot.

Wieder bat Stu um Ruhe. »Ich bedaure, daß der Richter nicht hier ist. Er wäre der geeignete Ma

»Nein, lassen wir es nicht dabei bewenden!« protestierte Lucy und stand auf. Sie trug einen engen blauen Overall, der die interessierten Blicke der meisten Mä

»Lucy«, sagte Stu. »Denver ist groß.«

Eine seltsame Stille senkte sich über den Saal, als die Leute darüber nachdachten. Lucy setzte sich wieder; sie sah blaß aus, und Larry legte seinen Arm um sie. Er sah Stu an, aber Stu wich seinem Blick aus.

Ein halbherziger Antrag wurde gestellt, die Frage des JustizKomitees erst nach der Rückkehr des Richters zu behandeln, und nach einer Diskussion von zwanzig Minuten abgelehnt. Unter den Anwesenden war ein Anwalt, ein junger Ma