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»Ich habe auf dich gewartet, Stu. Hast du eine Minute Zeit?«
»Aber nur eine. Ich komme zu spät zum Abendessen. Fra
»Ja. Warst wieder im Kraftwerk und hast Kupfer gewickelt, wie deine Hände aussehen?« Ralph sah zerstreut und besorgt aus.
»Ja. Da helfen nicht einmal Arbeitshandschuhe. Meine Hände sind kaputt.«
Ralph nickte. Im Park waren vielleicht noch ein halbes Dutzend andere Leute; einige sahen sich die Schmalspureisenbahn an, die früher zwischen Boulder und Denver gefahren war. Ein Trio junger Frauen hatte ein Picknick gerichtet. Stu fand es sehr angenehm, einfach mit den zerschundenen Händen im Schoß hier zu sitzen. Vielleicht ist es doch nicht so schlimm, Marshal zu sein, dachte er. Wenigstens brauche ich da
»Wie läuft es da draußen?« fragte Ralph.
»Das ka
»Ich würde mein Geld auf Brad setzen«, sagte Ralph. »Ich vertraue ihm. Er hat jede Menge Praxisausbildung bekommen.« Ralph versuchte zu lachen; aber das Lachen wurde zu einem Seufzer, der von den Schuhsohlen des großen Ma
»Warum bist du so niedergeschlagen, Ralph?«
»Ich habe Neuigkeiten über Funk bekommen«, sagte Ralph.
»Manche sind gut, manche sind... nun, manche sind nicht so gut, Stu. Ich möchte, daß du es weißt, weil man es nicht geheimhalten ka
»Wie viele?«
»Über vierzig. Einer ist Arzt und heißt George Richardson. Klingt nach einem guten Ma
»Das ist ja eine gute Nachricht!«
»Er stammt aus Derbyshire, Te
Stu packte ihn an den Schultern. »Sind sie gestorben? Sind die Babys gestorben? Willst du mir das sagen? Daß sie gestorben sind?Sprich, verdammt noch mal!«
»Sie sind gestorben«, sagte Ralph mit leiser Stimme. »Eins nach zwölf Stunden. Einfach erstickt. Das andere starb zwei Tage später. Richardson ko
Stu ließ langsam Ralphs Hemd los.
»Dieser Richardson wollte wissen, wie viele schwangere Frauen wir haben, und ich sagte, unseres Wissens nur eine. Er wollte wissen, in welchem Monat sie sei, und ich sagte im vierten. Stimmt das?«
»Sie ist im fünften Monat. Aber Ralph, ist er sicher, daß die Babys an der Supergrippe gestorben sind. Ist er sicher?«
»Nein, ist er nicht, und das mußt du Fra
»Glen und ich haben uns darüber unterhalten«, sagte Stu tonlos.
»An dem Tag, als wir uns ke
»Ich glaube, das ist so ziemlich das, was Richardson ihnen gesagt hat. Jedenfalls waren sie zu der Zeit etwa vierzig Meilen westlich von Chicago, und er überredete sie, am nächsten Tag zurückzufahren, um die Leichen in ein großes Krankenhaus zu bringen, wo er eine Autopsie machen ko
»Ja.«
»Aber am nächsten Morgen waren die Babys verschwunden. Diese Frau hatte sie beerdigt, wollte aber nicht sagen wo. Sie haben zwei Tage gegraben, weil sie glaubten, so kurz nach der Niederkunft hätte die Frau sie weder sehr weit entfernt noch sehr tief vergraben kö
»Das ka
»Der Doktor sagte, auch we
»Die Chancen, daß der leibliche Vater von Frans Baby immun war, stehen etwa eins zu einer Milliarde«, sagte Stu. »Jedenfalls ist er nicht hier.«
»Ja, das ist kaum möglich, was? Tut mir leid, daß ich dir das sagen mußte, Stu. Aber ich fand, du mußt es wissen. Damit du sie darauf vorbereiten ka
»Darauf freue ich mich wirklich nicht«, sagte Stu. Aber als er nach Hause kam, mußte er erfahren, daß ihm schon jemand zuvorgekommen war.
»Fra
Keine Antwort. Das Essen stand auf dem Kocher - das meiste davon angebra
»Baby?«
Er ging ins Schlafzimmer, und da fand er sie; sie lag im Halbdunkel auf dem Bett und starrte zur Decke hinauf. Ihr Gesicht war verquollen und tränenfeucht. »Hi, Stu«, sagte sie leise.
»Wer hat es dir gesagt?« fragte er wütend. »Wer ko
»Es war Sue Stern. Sie weiß es von Jack Jackson. Er hat ein CB und ko
Er ging durch das Zimmer, legte sich neben sie auf das Bett und strich ihr das Haar aus der Stirn. »Liebes, es ist nicht sicher. Es ist überhaupt nicht sicher.«
»Das weiß ich. Und vielleicht kö
»Aber ich will dieses Kind. Ist das so schlimm?«
»Nein. Natürlich nicht.«
»Ich habe die ganze Zeit gelegen und darauf gewartet, daß er sich bewegt. Er hat sich nicht mehr bewegt, seit Larry hier war und nach Harold gefragt hat. Weißt du noch?«
»Ja.«
»Ich habe gespürt, wie sich das Baby bewegte, und wollte dich nicht wecken. Jetzt wünschte ich, ich hätte es getan.« Sie fing wieder an zu weinen und hielt einen Arm übers Gesicht, damit er es nicht sah.
Stu nahm den Arm weg, streckte sich neben ihr aus, küßte sie. Sie umarmte ihn wild und lag da