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Haß brandete in Nadine auf, schlug Funken wie Stahl auf Feuerstein. Die Coleman-Lampe bebte in ihrer Hand und ließ wilde Schatten springen und tanzen. Sie hätte ihn gewähren lassen sollen! Sie hätte Joe selbst die Tür aufhalten, ihn hineinlassen sollen, um zu stechen und zu zerfetzen und zu schneiden und zu schlitzen und zu töten. Sie hätte...

Der Junge rollte sich herum und stöhnte leise, als würde er aufwachen. Seine Hände zuckten hoch und schlugen durch die Luft, als wollte er im Traum ein schwarzes Phantom abwehren. Nadine zog sich zurück; sie spürte heftigen Pulsschlag in den Schläfen. Es war immer noch etwas Seltsames in dem Jungen, und ihr gefiel nicht, wie er sich gerade bewegt hatte, als hätte er ihre Gedanken erraten.

Sie mußte weitermachen. Sie mußte sich beeilen. Sie ging in ihr Zimmer. Auf dem Boden lag ein Teppich. Ein schmales Einzelbett - das Bett einer alten Jungfer. Mehr nicht. Nicht einmal ein Bild. Das Zimmer hatte überhaupt keine Individualität. Sie machte die Schranktür auf und wühlte hinter den aufgehängten Kleidern. Sie war jetzt auf den Knien und schwitzte. Sie nahm einen bunten Karton heraus, den ein Bild lachender Menschen zierte, die ein Party-Spiel machten. Ein Party-Spiel, das mindestens dreitausend Jahre alt war. Sie hatte das Spiritistenbrett in einem Scherzartikelladen in der I

Das war vier Tage her. Der Zwang war jede Nacht stärker geworden, bis sie heute nacht, halb wahnsi

Aber als er sie gefangen hatte, hatte er sie nicht gewollt.

Nadine stand auf, hielt den Karton vor die Brust und machte die Lampe aus. Er hatte sie abgewiesen, und hieß es nicht, daß die Hölle keine Schrecken ke

Sie holte rasch noch die große Taschenlampe vom Tisch im Flur. Hinten im Haus schrie der Junge im Schlaf; sie erstarrte einen Moment, ihre Haare sträubten sich. Da

Ihre Vespa stand am Bordstein, die Vespa, mit der sie vor ein paar Tagen zu Harold Lauders Haus gefahren war. Warum war sie dorthin gegangen? Seit sie nach Boulder gekommen war, hatte sie kaum ein Dutzend Worte mit Harold gewechselt. Aber in ihrer Verwirrung wegen des Spiritistenbretts und in ihrer Angst vor den Träumen, die sie immer noch hatte, obwohl sie alle anderen nicht mehr quälten, schien ihr, als müßte sie unbedingt mit Harold sprechen. Auch vor diesem Impuls hatte sie Angst gehabt, eri

Harolds Haus war ein geheimes Plätzchen.

»Was geschieht nur mit mir?« flüsterte sie der Dunkelheit zu, aber die Dunkelheit hatte keine Antwort für sie. Sie startete die Vespa, und das gleichmäßige rülpsende Knattern des Motors schien die Nacht zu entweihen. Sie legte den Gang ein und fuhr davon. Nach Westen.

Als ihr während der Fahrt die kühle Nachtluft übers Gesicht strich, fühlte sie sich endlich besser. Blas die Spi

Im Licht des kleinen Scheinwerfers der Vespa rollte die Straße unter ihr weg. Als die Straße anstieg, mußte sie in den zweiten Gang zurückschalten; sie war in der Baseline Road, die zum schwarzen Berg hinaufführte. Sollten sie doch ihre Versammlungen abhalten!

Sie kümmerten sich darum, den Strom wieder anzuschalten; ihr Geliebter kümmerte sich um die  Welt.

Der Motor der Vespa ächzte und keuchte, aber irgendwie lief er weiter. Eine schreckliche, aber doch sexy Angst packte sie; der vibrierende Sattel des Motorrollers machte sie da unten ganz heiss ( du bist ja geil, Nadine, dachte sie in einer schrillen guten Laune,  schlimm, schlimm, SCHLIMM.) Rechts von ihr fiel das Gelände steil ab. Dort unten lauerte der Tod. Und dort oben? Sie würde es feststellen. Es war zu spät umzukehren, und allein dieser Gedanke gab ihr ein paradoxes und herrliches Gefühl der Freiheit.

Eine Stunde später war sie im Sunrise Amphitheater - aber der So

Jetzt sah Nadine nur, was sie im Schein ihrer Taschenlampe erke