Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 23 из 357

»Nein«, sagte Stu. »Gehen Sie, und sagen Sie es ihnen. Sie werden jemand schicken.«

Mit einem besorgten Blick trat die Schwester zur Stahltür und drehte einen Vierkantschlüssel im Schloß. Die Pumpe sprang an, die Tür öffnete sich zischend, die Schwester trat hinaus. Bevor sie die Tür wieder schloß, sah sie Stu vorwurfsvoll an. Stu erwiderte den Blick freundlich.

Als die Tür zu war, stand er auf und trat unruhig ans Fenster - Doppelscheiben, außen vergittert -, aber es war schon dunkel, und er ko

Gegen die Tests selbst hatte er nichts einzuwenden. Er hatte etwas dagegen, daß sie ihn im unklaren, in Angst, ließen. Er war nicht krank, jedenfalls noch nicht, aber er hatte Angst. Hier ging irgend etwas vor sich, und er wollte erst wieder mitspielen, we

Sie hatten schon früher damit gerechnet, daß er fragen würde, er hatte es in ihren Augen gesehen. Im Krankenhaus hat man gewisse Methoden, einem etwas zu verheimlichen. Vor vier Jahren war seine Frau mit siebenunddreißig Jahren an Krebs gestorben, der in der Gebärmutter angefangen und sich rasch über den ganzen Körper ausgebreitet hatte, wie ein Waldbrand, und Stu hatte miterlebt, wie die Ärzte ihren Fragen auswichen, indem sie entweder das Thema wechselten oder ihr die Informationen nur in unverständlichem Fachlatein gaben. Deshalb hatte er einfach nicht gefragt und gemerkt, daß es den Leuten hier Sorgen machte. Aber jetzt war es Zeit, Fragen zu stellen, und er würde Antworten bekommen. In leicht verständlichen Worten.

Einige Lücken ko

Sie hatten ihn am Nachmittag des Siebzehnten geholt, vor zwei Tagen. Vier Mä

Als regelrechte Karawane hatten sie Arnette verlassen und waren zum Flugplatz von Braintree gefahren. Stu war mit Vic Palfrey, Hap, den Bruetts, Hank Carmichael, dessen Frau und zwei Unteroffizieren gefahren. Sie hatten sich alle in den Armeekombi zwängen müssen, und die Jungs von der Armee hatten weder ja noch nein noch vielleicht gesagt, wie hysterisch Lila Bruett sich auch aufführte. Auch die anderen Wagen waren voll besetzt. Stu hatte nicht alle erka

An der Stadtgrenze hatten zwei olivgrüne Lastwagen die Straße versperrt. Stu nahm an, daß die anderen Straßen, die nach Arnette führten, ebenfalls gesperrt waren. Die Soldaten waren dabeigewesen, Stacheldraht auszurollen, und we

Demnach war es ernst. Todernst.

Er saß geduldig neben dem Krankenhausbett, das er noch nicht benutzt hatte, und wartete darauf, daß die Schwester jemanden brachte. Der erste Jemand würde ein Niemand sein. Vielleicht würden sie bis zum nächsten Morgen einen Jemand bringen, der befugt war, ihm alles zu erzählen, was er wissen mußte. Er ko

Um sich zu beschäftigen, dachte er über den Zustand der Leute nach, die mit ihm zusammen zum Flugplatz gefahren waren. Norm war der einzige offensichtlich Kranke gewesen. Er hatte gehustet, Schleim ausgespuckt und Fieber gehabt. Die übrigen schienen alle mehr oder weniger stark erkältet zu sein. Luke Bruett hatte geniest. Lila Bruett und Vic Palfrey hatten leichten Husten gehabt. Hap hatte sich einen Schnupfen geholt und sich laufend die Nase geschneuzt. Es hatte sich kaum anders angehört als früher in der ersten oder zweiten Schulklasse, we

Aber was ihm am meisten angst gemacht hatte, war geschehen, als sie auf die Startbahn fuhren. Vielleicht war es Zufall gewesen, aber der Armeefahrer hatte dreimal schallend geniest. Wahrscheinlich nur Zufall. Für Leute mit Allergien war der Juni im östlichen Texas eine schlimme Zeit. Vielleicht hatte der Fahrer sich auch nur eine ganz gewöhnliche Erkältung geholt und nicht die unheimliche Scheiße wie die anderen. De

Ihre Armee-Eskorte war mit ihnen an Bord des Flugzeugs gegangen. Die Mä

Hap saß während des Fluges neben Stu und war ziemlich besoffen. Das Flugzeug war eine Militärmaschine, kaum Komfort, aber Fusel und Essen entsprachen zivilem Flugverkehr erster Klasse. Statt einer hübschen Stewardeß nahm zwar ein Sergeant Wünsche entgegen, aber we

Ungefähr eine halbe Stunde vor der Landung hatte Norm Bruett eine Art Ohnmachtsanfall, und Lila Bruett fing an zu kreischen. Zwei der groben Stewards wickelten Norm in eine Decke und brachten ihn ziemlich schnell wieder zu sich. Lila war nicht mehr ruhig zu bekommen und schrie weiter. Nach einer Weile kotzte sie die Grasshoppers und das Geflügelsalatsandwich, das sie gegessen hatte, wieder aus. Mit ausdruckslosen Gesichtern machten sich zwei der alten Kameraden daran, alles aufzuwischen.

»Was hat das zu bedeuten?« kreischte Lila. »Was ist mit meinem Ma

Sie hatte unter jedem Arm eins der »Babies« im Schwitzkasten, die Köpfe an die gewaltigen Brüste gedrückt. Luke und Bobby sahen ängstlich und unwohl aus, und das Gezeter ihrer Mutter schien ihnen peinlich zu sein. »Warum antwortet mir niemand? Sind wir nicht in Amerika?«

»Ka

Einer der Soldaten hatte Lila ein Glas Milch aufgedrängt, und damit war ihr das Maul gestopft. Sie verbrachte den Rest des Fluges damit, aus dem Fenster zu schauen, die vorüberziehende Landschaft zu betrachten und zu summen. Stu vermutete, daß in dem Glas mehr als nur Milch gewesen war.

Als sie landeten, hatten vier Cadillac-Limousinen auf sie gewartet. Die Leute aus Arnette stiegen in drei der Wagen ein. Ihre ArmeeEskorte in den vierten. Stu nahm an, daß diese alten Jungs ohne Eheringe - und wohl auch ohne nahe Verwandte - jetzt ebenfalls irgendwo in diesem Gebäude waren.