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Meine Mutter hatte ein Buch, sie hatte es von ihrer Großmutter oder so.  Auf seinen Spuren, das war der Titel. Und darin standen kurze Geschichten von Leuten, die schreckliche Probleme hatten. Größtenteils ethische Probleme. Und der Ma

Fran lächelte. Sie wußte, was ihre Mutter zu so etwas gesagt haben würde.

»Und we

>Los, stell die Frage. <«

»Was würde Jesus tun?« fragte Fran amüsiert.

»Nein, was würde  Harold tun«, antwortete Larry ernst. Fran war fast von den Socken. Sie wünschte sich dabeizusein, we

»Wir lagerten eines Nachts auf dem Hof einer Farm und hatten fast kein Wasser mehr. Es gab einen Bru

»Sie haben sie immerhin unversehrt von Maine hierher gebracht«, sagte Fra

»Harold und ich waren nicht schlecht«, korrigierte er sie. »Lucy sagte jedenfalls: >Schnell, Larry, stell die Frage.< Also stellte ich sie. Auf dem Hof stand eine Windmühle, mit der Wasser zur Scheune gepumpt wurde. Sie drehte sich ausgezeichnet, aber aus den Hähnen in der Scheune kam auch kein Wasser. Also machte ich den großen Kasten unten an der Windmühle auf und sah, daß die Antriebswelle aus ihrem Loch gesprungen war. Ich setzte sie wieder ein, und bingo! Soviel Wasser, wie wir wollten. Kühl und frisch. Dank Harold.«

»Dank  Ihnen. Harold war nicht da, Larry.«

»Nun, in meinen Gedanken war er da. Und jetzt bin ich hier und habe ihm Wein und Schokoriegel gebracht.« Er sah sie von der Seite an. »Wissen Sie, ich hab' irgendwie gedacht, Harold wäre Ihr Ma

Sie schüttelte den Kopf und betrachtete die verschränkten Finger.

»Nein. Er... Harold nicht.«

Er sagte lange Zeit nichts, aber sie spürte, daß er sie ansah. Schließlich sagte er: »Okay? Wie habe ich mich geirrt? Wegen Harold?«

Sie stand auf. »Ich sollte wieder reingehen. Es hat mich gefreut, Sie ke

»Was ist mit ihm?« beharrte er und stand mit ihr auf.

»Ach, ich weiß nicht«, sagte sie belegt. Plötzlich war sie den Tränen nahe. »Sie geben mir das Gefühl, als... als hätte ich Harold ziemlich mies behandelt, und ich weiß nicht... warum oder wie ich es getan habe... ka

»Nein, natürlich nicht.« Larry sah erschrocken drein. »Hören Sie, es tut mir leid. Ich bin einfach hereingeplatzt. Ich gehe.«

»Er hat sich  verändert.« platzte Fra

»Angst vor Harold?«

Sie antwortete nicht; sah nur auf ihre Füße. Sie dachte, daß sie schon zuviel gesagt hatte.

»Sie wollten mir doch sagen, wie ich dorthin komme«, meinte er leise.

»Ganz einfach. Gehen Sie die Arapahoe geradeaus, bis Sie zu dem kleinen Park kommen... Ebene G. Fine Park, glaube ich. Der Park liegt rechts. Harolds kleines Haus links, genau gegenüber.«

»Gut, danke. Hat mich gefreut, Sie ke

Sie lächelte, aber es war mechanisch. Die beschwingte gute Stimmung des Abends war dahin.

Larry hob die Weinflasche und schenkte ihr sein schiefes Lächeln.

»Und we

»Klar.«

»Nacht, Fra

Er ging den Weg zurück, den er gekommen war. Sie sah ihm nach, bis er fort war. Da

Harold, dachte sie und zog die Decke bis ans Ki

Sie fürchtete, daß sie heute nacht lange auf den Schlaf warten mußte. Harold hatte sich hoffnungslos in sie verliebt, und sie hatte sich hoffnungslos in Stu Redman verliebt; das Leben war schon hart. Aber we

Plötzlich stockte ihr hörbar der Atem; sie stützte sich auf die Ellenbogen und riß die Augen im Dunkeln auf.

Etwas hatte sich in ihr bewegt.

Sie strich mit den Händen über die Wölbung der Leibesmitte. Es war noch zu früh. Es war ihre Einbildung. Aber...

Aber die war es nicht.

Sie legte sich langsam mit klopfendem Herzen zurück. Sie hätte Stu fast geweckt, ließ es da

Da

»Wie schön«, murmelte sie zu sich und lehnte sich zurück. Larry Underwood und Harold Lauder waren vergessen. Was ihr widerfahren war, seit ihre Mutter krank wurde, war vergessen. Sie wartete, daß es sich wieder bewegte, lauschte nach dem Wesen in ihrem I

Harold saß in einem Sessel auf dem Rasen des kleinen Hauses, das er sich ausgesucht hatte, sah zum Himmel und dachte an einen alten Rock'n'Roll-Song. Er haßte Rock, aber an diesen eri