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»Das stimmt vielleicht«, sagte sie langsam.
»Hör zu«, sagte er, verstummte aber paradoxerweise gleich wieder. Aber sie hörte de
»Fra
Er sah sie im Dämmerlicht nachdenklich an.
»Damals war Carla anders. Sie war... ach, verflucht, zunächst einmal war sie selbst noch jung. Sie hat sich erst verändert, als dein Bruder Freddy gestorben ist. Bis dahin war sie jung. Nach Freddys Tod hat sie aufgehört zu wachsen. Das... du darfst nicht denken, daß ich gegen deine Mutter rede, Fra
»Wie war sie de
»Nun...« Er ließ gedankenverloren den Blick über den Garten schweifen. »Sie war dir sehr ähnlich, Fra
»Mama... hat Bier getrunken?«
»O ja. Und sie verbrachte den größten Teil der neunten Runde auf der Damentoilette und hat mich anschließend beschimpft, weil sie meinetwegen den besten Teil des Spiels verpaßt hatte. Dabei war sie immer diejenige, die zum Imbiß und ein Bier trinken wollte.«
Fra
»Sie wurde einfach nicht schwanger«, sagte er nachdenklich. »Wir gingen zum Arzt, sie und ich, um festzustellen, an wem es lag. Der Arzt sagte, an keinem. 1960 kam da
Er verstummte und brütete düster. Fred Goldsmith war 1973 gestorben. Er war dreizehn gewesen, Fra
»Ich finde, Abtreibung ist ein zu sauberer Name dafür«, sagte Peter Goldsmith. Seine Lippen formten jedes Wort langsam, als würden sie ihm Schmerzen bereiten. »Ich halte es für Kindesmord, schlicht und einfach. Tut mir leid, daß ich das sage, daß ich so... unflexibel bin, festgefahren, was auch immer ... und noch dazu über etwas, das du jetzt in Erwägung ziehen mußt, und sei es nur, weil dir das Gesetz die Möglichkeit gibt, es in Erwägung zu ziehen. Ich habe dir ja gesagt, ich bin ein alter Ma
»Du bist nicht alt, Daddy«, murmelte sie.
»Bin ich, bin ich!« sagte er rauh. Er sah plötzlich gequält drein. »Ich bin ein alter Ma
»Ich will keine Abtreibung«, sagte sie. »Ich habe meine Gründe.«
»Und die wären?«
»Das Baby ist ein Teil von mir«, sagte sie und hob leicht das Ki
»Wirst du es weggeben, Fra
»Ich weiß nicht.«
»Möchtest du es?«
»Nein. Ich will es behalten.«
Er schwieg. Sie glaubte, seine Mißbilligung zu spüren.
»Du denkst ans Studium, nicht wahr?« fragte sie.
»Nein«, sagte er und stand auf. Er stemmte die Hände gegen den Rücken und grinste zufrieden, als die Gelenke knackten. »Ich denke, wir haben genug geredet. Und daß diese Entscheidung noch ein wenig Zeit hat.«
»Mom ist wieder da«, sagte sie.
Er folgte ihrem Blick und sah den Kombi in die Einfahrt einbiegen, wo das Chrom im letzten Licht des Tages glänzte. Carla sah sie, hupte und winkte fröhlich.
»Ich muß es ihr sagen«, meinte Fra
»Ja. Aber warte ein oder zwei Tage, Fra
»Gut.«
Sie half ihm die Gartenwerkzeuge aufsammeln, da
7
Im düsteren Licht, das sich nach So
Ich sterbe, dachte er, und die Worte hallten seltsam durch seinen Verstand, was ihn in dem Glauben wiegte, er hätte sie laut ausgesprochen, obwohl es nicht so war.
Er sah sich um und erblickte ein Krankenhausbett, das hochgekurbelt war, damit seine Lunge nicht in Flüssigkeit ertrank. Er war mit Wäscheklammern aus Metall gesichert, die Seitenteile des Betts waren hochgezogen.
Muß um mich geschlagen haben, dachte er leicht amüsiert. Hab' gestrampelt.Und verspätet: Wo bin ich?
Er hatte einen Latz um den Hals, und dieser Latz war von Schleimklumpen verkrustet. Er hatte Kopfschmerzen. Seltsame Gedanken tanzten in seinem Kopf und wieder hinaus, und er wußte, er war im Delirium gewesen... und würde es bald wieder sein. Er war krank, und dies war nicht die Genesung, nicht einmal der Anfang davon, sondern lediglich eine kurze Atempause.
Er drückte die I