Страница 203 из 357
Klein-Amerika. Mit fairen und unfairen Mitteln. Zuerst kommen Organisation und Regierung. We
»Schieß los.«
»Erstens, Verlesung und Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung. Zweitens der Verfassung. Drittens Erklärung der Menschenrechte. Alle Ratifikationen durch mündliche Abstimmung.«
»Herrgott, Glen, wir sind doch alle Amerikaner.«
»Nein, genau da irrst du dich«, sagte Glen und machte die Augen auf. Sie waren blutunterlaufen und lagen tief in den Höhlen. »Wir sind eine Bande Überlebende ohne Regierung. Ein zusammengewürfelter Haufen aus jeder Altersgruppe, Religionszugehörigkeit, Gesellschaftsschicht und Rasse. Regierung ist eine Vorstellung, Stu, mehr nicht, we
Er deutete mit dem Finger auf Stu.
»We
»Oh, das ka
»Das waren sie vielleicht. Jetzt sind sie nur ein Haufen müder, verängstigter Leute, die nicht wissen, was aus ihnen werden soll. Einige würden vielleicht motzen, aber sie würden die Klappe halten, we
»Weiter.«
»Na gut. Der nächste Punkt der Tagesordnung wäre, daß wir die Regierung organisieren wie eine Stadt in Neuengland. Vollkommene Demokratie. Solange wir relativ wenige sind, wird das prima funktionieren. Nur, statt eines Stadtverordnetenrats haben wir sieben... Repräsentanten, denke ich. Repräsentanten der Freien Zone. Wie hört sich das an?«
»Hört sich gut an.«
»Finde ich auch. Und wir werden dafür sorgen, daß die Leute, die gewählt werden, dieselben sind, die auch dem Ad-hoc-Komitee angehören. Wir werden so schnell wählen lassen, daß die Leute keine Zeit haben, sich mit ihren Freunden zu besprechen. Wir kö
»Toll«, sagte Stu bewundernd.
»Klar«, sagte Glen. »We
»Was da
»Das dürfte sehr populär werden. Der nächste Punkt der Tagesordnung würde lauten: Beschlußfassung: Mutter Abagail wird das absolute Vetorecht gegen jede von den Repräsentanten vorgeschlagene Handlung eingeräumt.«
»Mein Gott! Wird sie damit einverstanden sein?«
»Ich glaube ja. Ich ka
Stu schüttelte den Kopf. »Sie ist alt und müde, aber sie sieht das Problem des dunklen Ma
»Du meinst, sie kö
»Vielleicht wäre das gar nicht so schlecht«, meinte Stu. »Schließlich haben wir von ihrgeträumt, nicht von einem Repräsentantenrat.«
Glen schüttelte den Kopf. »Nein, ich ka
Stu zuckte die Achseln. »Gut, darauf müssen wir jetzt nicht eingehen. Ich finde deine Idee gut, ihr ein Vetorecht einzuräumen. Ich finde sogar, daß das nicht weit genug geht. Wir sollten ihr auch ein Vorschlagsrecht einräumen.«
»Auf der Seite dürfte sie aber keine absolute Gewalt haben«, sagte Glen schnell.
»Nein, ihre Vorschläge müßten vom Repräsentantenrat ratifiziert werden«, sagte Stu und fügte da
Ein längeres Schweigen folgte. Glen stützte die Stirn auf eine Hand. Schließlich sagte er: »Du hast recht. Sie ka
»Wer ist dieser >Fremde<?«
»Gott? Thor? Allah? Peewee Herman? Spielt keine Rolle. Es bedeutet, daß ihre Absichten sich nicht notwendigerweise an den Bedürfnissen der Gesellschaft oder deren Moral orientieren. Sie wird auf eine andere Stimme hören. Wie die Jungfrau von Orleans. Du hast mich darauf gebracht, daß wir hier am Ende noch eine Theokratie bekommen.«
»Theo-was?«
»Einen Gottes-Trip«, sagte Glen. Er schien nicht sehr glücklich darüber zu sein. »Als du ein kleiner Junge warst, Stu, hast du da jemals auch nur im Traum daran gedacht, daß du eines Tages einer von sieben Hohepriestern oder -priesteri
Stu starrte ihn an. Schließlich sagte er: »Haben wir noch Wein?«
»Alles weg.«
»Scheiße.«
»Ja«, sagte Glen. Sie sahen einander schweigend ins Gesicht und fingen plötzlich laut an zu lachen.