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»Siehste, Scheiß-A«, sagte er. »Welches Zimmer? Entscheide dich, Mülli.«
Mülleimer entschied sich für das Zimmer rechts und durfte eine Weile alleine bleiben. Kid war weggegangen. Mülleimer überlegte, ob er ganz einfach in der Dämmerung verschwinden sollte, bevor etwas Schlimmes passierte - er versuchte, diese Möglichkeit gegen das durchaus real existente Fehlen eines jeglichen Transportmittels abzuwägen -, als Kid zurückkam. Mülleimerma
»Es ist warm«, sagte Kid, »aber wen schert das schon, hab' ich recht?«
»Vollkommen recht«, sagte der Mülleimerma
»Nimm 'n Bier, Arschloch«, sagte Kid und warf ihm eine Dose zu. Als Mülleimer den Ring abzog, bekam er eine Gesichtvoll Schaum ab, und Kid wurde von einem seltsam verhaltenen Lachen geschüttelt und hielt sich den flachen Bauch mit beiden Händen. Müll lächelte ergeben. Er beschloß, später in der Nacht, we
Das Schlimmste war aber, er glaubte nicht, daß Kid gescherzt hatte. Mülleimerma
Derweil hatte Kid zwei Bier in zwei Minuten gekippt, die Dosen zusammengedrückt und gleichgültig auf eines der Doppelbetten des Zimmers geworfen. Er hielt eine frische Dose Coors in der linken und den 45er, mit dem er die Verbindungstür aufgeschossen hatte, in der rechten Hand und starrte verdrossen den RCA Chromacolor an.
»Kein Scheißstrom, also auch kein Scheißfernsehen«, sagte er. Je betrunkener er wurde, um so deutlicher wurde sein Südstaatenakzent und machte die Worte pelzig. »Wie mir das stinkt. Freut mich, daß sämtliche Arschlöcher abgenibbelt sind, aber Himmelarschundzwirn, wo ist HBO? Wo sind die elenden Sportsendungen? Wo ist der Playboy Cha
»Klar«, sagte Mülleimer.
»Bist 'n Scheiß-A. Brauchst du mir nicht zu sagen, ich sag's dir.«
Kid starrte den Fernseher an. »Taube Fotze«, sagte er und schoss auf den Fernseher. Die Bildröhre implodierte mit einem lauten, hohlen Plopp. Glas wurde auf den Teppichboden gerülpst. Mülleimerma
»Sieh dir das an, Dummkopf!« rief Kid. Sein Ton war zutiefst erbost. Plötzlich war der Fünfundvierziger auf Müll gerichtet, und die Mündung war so groß und dunkel wie der Schornstein eines Ozeanriesen. Mülleimer spürte, wie sein Unterleib taub wurde. Es war möglich, daß er sich vollpißte, aber er war nicht sicher.
»Dafür mach' ich 'n Sieb aus deiner Denkmaschine«, sagte Kid.
»Man verschüttet kein Bier. Beiner a
»Klar«, flüsterte Mülleimer.
»Und glaubst du, sie brauen heutzutage noch Coors, Müll? Scheint das besonders wahrscheinlich?«
»Nein«, flüsterte Mülleimer. »Wohl nicht.«
»Stimmt auffallend. Eine vom Aussterben 'drohte Rasse.« Er hob den Revolver etwas. Mülleimer dachte, sein letztes Stündlein habe geschlagen. Da
»Ich sag' dir was, Müll. Du holst dir noch 'ne Dose und kippst sie ex. We
»Was ist... was ist >ex kippen<?«
»Allmächtiger, du bist dumm wie Schifferscheiße! Die ganze Dose saufen, ohne abzusetzen, das ist ex kippen! Wo bisten die ganze Zeit gewesen, in Afrika, wo der Pfeffer wächst? Solltest dir Mühe geben, Mülli. We
Mülleimer ging zum Karton, wählte ein Bier und zog den Ring ab.
»Los doch. Runter damit. Und we
Mülleimerma
Kid warf den kleinen Kopf zurück und lachte vor Vergnügen. Müll schwankte auf den Füßen und grinste angewidert. Plötzlich war er nicht mehr nur ein wenig, sondern sehr betrunken.
Kid steckte die Waffe ins Halfter zurück.
»Okay. Nicht schlecht, Müllima
Kid trank weiter. Zerdrückte Dosen häuften sich auf dem Motelbett. Müll hielt eine Dose Coors zwischen den Knien und nippte jedesmal daran, we
»Ich krieg' ihn, Mülli«, murmelte Kid. »Ich geh' da raus, check es ab und leck' ihm den verwichsten Arsch, bis ich weiß, wie der Hase läuft. Aber keiner kommandiert Kid herum. Keine Sau. Nicht lange. Ich mach' kein' Kleinkram.
We
Er kippte langsam rückwärts aufs Bett. Die Bierdose, die er gerade erst aufgemacht hatte, fiel ihm aus der schlaffen Hand. Coors floss auf den Teppich. Der Kasten war leer, Müll rechnete aus, daß Kid allein einundzwanzig Dosen getrunken hatte. Mülleimer wußte nicht, wie so ein kleiner Kerl soviel Bier trinken ko