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Sie backte ihre ersten Kuchen mit den eingemachten Früchten aus der Speisekammer und frischem Rhabarber und Erdbeeren aus dem Garten. Die Erdbeeren waren gerade reif, Gott sei gelobt, und es war gut zu wissen, daß sie nicht verderben würden. Allein das Kochen bewirkte, daß sie sich besser fühlte, de
Sie gab sich große Mühe mit dem Teig, obwohl es ohne frische Eier gar nicht so leicht war - dabei war sie im Hühnerhaus gewesen; es war ihre eigene Schuld. Eier oder nicht, am frühen Nachmittag roch die kleine Küche mit ihrem unebenen Fußboden und dem abgewetzten Linoleum nach Brathühnern. Es war dri
Die Hühner gelangen ihr so knusprig und gut, wie man es sich nur wünschen ko
Nachdem sie die Brathühner auf Papiertücher gelegt hatte, setzte sie sich mit der Gitarre auf die hintere Veranda und fing an zu spielen. Sie sang alle ihre Lieblingslieder; ihre hohe, zitternde Stimme ertönte in die stille Sommerluft.
»Have we trials and temptations,
Are we cumbered with a load of care?
We must never be discouraged,
Take it to the Lord in prayer.«
Sie fand, die Musik klang so wunderbar (obwohl ihre Hörkraft stark abgenommen hatte, so daß sie nicht mehr sicher sein ko
Sie sang gerade » We Are Marching to Zion«, als sie Motorengeräusch im Norden vernahm, das auf der County Road näher kam. Sie hörte auf zu singen, aber ihre Finger strichen noch geistesabwesend über die Saiten, als sie den Kopf schräg hielt und lauschte. Sie kommen, ja, Herr, sie haben den Weg gut gefunden, und jetzt ko
Jetzt war das Motorengeräusch schon viel lauter. Noch einen Moment, und dort, wo der Mais aufhörte und der Bewässerungsgraben von Cal Coodell anfing...
Ja, jetzt sah sie ihn, einen alten Chevrolet-Lieferwagen, der langsam fuhr. Die Fahrerkabine war voll; wie es aussah, drängten sich dort vier Leute (selbst mit hundertacht ko
»Gott sei Lob, daß er sie hergebracht hat«, murmelte sie heiser. Tränen liefen ihr heiß über die Wangen. »Herr, ich danke Dir so sehr.«
Der Wagen fuhr holpernd und rumpelnd auf den Hof. Der Ma
» Jjuuhuuuuh!« schrie er und winkte. »Hallo, Mutter! Nick sagte, dass Sie hier sein müssen, und das sind Sie ja auch, juuhuuuu!« Er drückte auf die Hupe. Neben ihm im Fahrerhaus saßen ein Ma
»Hallo, Nick«, sagte sie. »Ich freue mich, dich zu sehen. Gott segne dich.«
Er lächelte, und auch bei ihm flossen jetzt Tränen. Er ging die Stufen hinauf zu ihr und nahm ihre Hände. Sie bot ihm ihre faltige Wange, und er küßte sie behutsam. Inzwischen hatte der Wagen hinter ihm angehalten, und die anderen waren ausgestiegen. Der Ma
Nick sah Abby auffordernd an, und sie nickte.
»Du hast das Richtige getan«, sagte sie. »Der Herr hat dich geschickt, und Mutter Abagail wird dir zu essen geben. Ihr seid alle willkommen!« fügte sie mit lauterer Stimme hinzu. »Wir kö
Das kleine Mädchen auf den sicheren Armen des Fahrers piepste:
»Bist du die älteste Lady der Welt?«
Die etwa fünfzigjährige Frau sagte: »Pssst, Gina!«
Aber Mutter Abagail legte eine Hand an die Hüfte und lachte.
»Vielleicht, mein Kind. Vielleicht.«
Sie ließ ihr rotkariertes Taschentuch hinter dem alten Apfelbaum ausbreiten, und die beiden Frauen, Olivia und June, trugen das Picknick nach draußen, während die Mä
Während des Essens wurde kaum geredet - nur Kaugeräusche und hin und wieder ein leises Grunzen des Behagens waren zu hören. Es tat ihrem Herzen gut, Leute mit solchem Appetit essen zu sehen, und diese Leute erwiesen ihrem Essen alle Ehre. Ihr Ausflug zur Farm der Richardsons und die Rangelei mit den Wieseln waren nicht vergeblich gewesen. Ihre Gäste waren nicht gerade ausgehungert, aber we
Als sie fertig waren und der Kaffee eingeschenkt wurde, sagte der Fahrer, ein sympathischer Ma
Die anderen murmelten zustimmend. Nick lächelte und nickte. Das kleine Mädchen sagte: »Darf ich bei dir sitzen, Gra
»Ich fürchte, du bist zu schwer, Liebes«, sagte Olivia Walker, die ältere Frau.
»Unsi