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Lloyd ließ das Pritschenbein fallen und umklammerte die Gitterstäbe der Zellentür mit beiden Händen. Jetzt ko

Beim Stichwort »verhungern« mußte er an Trask denken. Trask lag auf dem Rücken im aschfahlen Widerschein der Dämmerung; ein Bein ragte steif in Lloyds Zelle, und an der Wadenregion (der fleischigen Region) dieses Beins hatte eine sichtbare Veränderung stattgefunden. Dort waren Spuren von Zähnen zu sehen. Lloyd wußte, wer dort abgebissen hatte, aber er ko

Natürlich bestand kein Grund zur Eile, de

Lloyd grunzte, als der Elektromotor, der die Tür öffnete, surrend zum Leben erwachte. Die Stille im Zellentrakt machte das Geräusch noch lauter, nachdem das altbeka

Da

Die Stiefel blieben vor seiner Zelle stehen.

Langsam hob er den Blick, sah die verblichenen Jeans über den Stiefeln, den Ledergürtel mit der Messingschnalle (verschiedene astrologische Symbole in zwei konzentrischen Kreisen), die Jeansjacke mit einem Button auf jeder Brusttasche - ein Smiley-Gesicht auf der einen, ein totes Schwein und die Worte GESTERN SCHWEIN - HEUTE SCHINKEN auf der anderen.

In dem Augenblick, als Lloyd widerstrebend in Flaggs dunkles, gerötetes Gesicht sah, schrie Flagg »Buuuh!« Der kurze Laut schwebte durch den toten Zellenblock und kam rasch wieder zurück. Lloyd kreischte, stolperte über seine eigenen Füße, stürzte und fing an zu weinen.

»Schon gut«, beruhigte ihn Flagg. »He, Ma

Lloyd schluchzte: »Kö

»Armer Kerl. Du siehst aus wie Reklame für einen Sommerurlaub in Dachau.«

Obwohl Flaggs Stimme mitfühlend klang, wagte Lloyd nicht, höher als bis zu den Knien des Fremden zu sehen. We

»Bitte-«, murmelte Lloyd. »Bitte, lassen Sie mich raus. Ich verhungere.«

»Wie lange sitzt du in diesem Scheißhaus, mein Freund?«

»Ich weiß nicht«, sagte Lloyd und massierte sich die Augen mit den dü

»Wie kommt es, daß du noch nicht tot bist?«

»Ich wußte, was kommen würde«, sagte Lloyd zu den Beinen in den Bluejeans und raffte die letzten Fetzen seiner Verschlagenheit um sich. »Ich habe etwas Verpflegung weggelegt. Deshalb.«

»Hast nicht zufällig ein Stück von dem netten jungen Ma

»Was?« krächzte Lloyd. »Was? Nein! Um Himmels willen! Wofür halten Sie mich? Mister, Mister, bitte...«

»Sein linkes Bein sieht dü

»Davon weiß ich nichts«, flüsterte Lloyd. Er zitterte am ganzen Körper.

»Und was ist mit Bruder Ratte? Hat er geschmeckt?«

Lloyd schlug die Hände vors Gesicht und sagte nichts.

»Wie heißt du?«

Lloyd versuchte, es zu sagen, brachte aber nur ein Stöhnen heraus.

»Wie heißt du, Soldat?«

»Lloyd Henreid.« Er überlegte krampfhaft, was er als nächtes sagen sollte, aber sein Verstand war ein chaotisches Durcheinander. Er hatte Angst gehabt, als sein Anwalt ihm sagte, daß er vielleicht auf den elektrischen Stuhl müßte, aber nicht solche Angst. Solche Angst hatte er in seinem ganzen Leben noch nicht gehabt. »Alles war Pokes Idee!« schrie er. »Poke müßte hier sein, nicht ich.«

»Sieh mich an, Lloyd.«

»Nein«, flüsterte Lloyd. Er rollte wild mit den Augen.

»Warum nicht?«

»Weil...«

»Nur weiter.«

»Weil ich nicht glaube, daß Sie wirklich existieren«, flüsterte Lloyd.

»Und we

»Sieh mich an, Lloyd.«

Hilflos richtete Lloyd den Blick auf das schwarze, grinsende Gesicht, das zwischen einer Kreuzung der Gitterstäbe hing. Die rechte Hand hielt etwas neben dem rechten Auge hoch. Als er es sah, wurde Lloyd heiß und kalt zugleich. Es sah aus wie ein schwarzer Stein, so schwarz, daß er fast harzig oder pechig wirkte. In der Mitte war eine rote Stelle, die Lloyd wie ein schreckliches blutiges und halb offenes Auge vorkam, das ihn anstarrte. Da

»Ja«, sagte Lloyd heiser. Er ließ den kleinen schwarzen Stein nicht aus den Augen. Flagg ließ ihn von einem Finger zum ändern wandern wie ein Zauberer, der einen Trick vorführt.

»Du bist gewiß ein Ma

»Davon bin ich überzeugt. Ein Schlüssel ist dazu da, Türen zu öffnen. Gibt es etwas Wichtigeres im Leben, als Türen zu öffnen, Lloyd?«

»Mister, ich habe schrecklichen Hunger...«

»Logisch«, sagte der Ma

Lloyd nickte, Tränen flössen aus seinen fiebrig glänzenden Augen.

»Dazu Pommes und eine Schokoladenmilch und als Nachtisch... herrje, ich quäle dich, was? Jemand müßte mich auspeitschen, das müßte man, ja. Tut mir leid. Ich laß dich sofort raus, und da

Lloyd war so verblüfft, daß er nicht einmal nicken ko