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Sie hatte in einem großen und lauten Mietshaus in der I

Vor drei Tagen war in Milltown der Strom ausgefallen, aber hier unten war es immer noch ziemlich kühl. Judy wußte es, weil sie drei-bis viermal täglich nach unten ging, um sich die Leichen anzusehen. Sie sagte sich, daß sie nur nachsah. Was sollte es sonst sein? Sie trauerte doch sicher nicht?

Am Nachmittag des 2. Juli ging sie hinein und vergaß, den Gummikeil unter die Tür der Kühlhalle zu kanten. Die Tür fiel hinter ihr ins Schloß. Da erst stellte sie fest, nachdem sie zwei Jahre lang hier fast jeden Tag unten gewesen war, daß die Tür i

Jim Lee aus Hattiesburg, Mississippi, schloß alle elektrischen Leitungen in seinem Haus an einen Benzingenerator an und starb durch Stromschlag, als er versuchte, ihn anzulassen.

Richard Hoggins war ein junger Farbiger, der sein ganzes Leben in Detroit, Michigan, verbracht hatte. Die letzten fünf Jahre war er süchtig nach dem weißen Pulver, das er »Herroi

An diesem warmen Sommernachmittag saß er auf einer müllübersäten Veranda, trank warmes 7-Up und wünschte sich, er hätte einen Schuß, nur einen kleinen, klitzekleinen Schuß. Er mußte an Allie McFarlane denken und an etwas über Allie McFarlane, das er auf der Straße gehört hatte, bevor die Kacke am Dampfen gewesen war.

Die Leute sagten, daß Allie, schätzungsweise der Drittgrößte in Detroit, gerade eine eins a Lieferung bekommen hatte. Allen würde es gutgehen. Nicht die übliche braune Scheiße. China White, richtig guter Stoff. Richie wußte nicht mit Sicherheit, wo McFarlane so eine große Lieferung aufbewahren würde - es war nicht gut für die Gesundheit, so etwas zu wissen -, aber er hatte mehrmals im Vorbeigehen sagen hören, we

Richie entschied, daß er zum Grosse Point gehen würde. Er hatte schließlich nichts Besseres vor.

Die Adresse von Erin D. McFarlane am Lake Shore Drive fand er im Telefonbuch und ging zu Fuß dorthin. Als er dort war, war es fast dunkel, und die Füße taten ihm weh. Er versuchte sich nicht mehr einzureden, daß es nur ein Spaziergang war; er brauchte einen Schuß, und zwar dringend.

Das Anwesen war von einer grauen Steinmauer umgeben, und Richie kletterte wie ein schwarzer Schatten hinüber und schnitt sich die Hände an den Glasscherben oben auf. Als er eine Scheibe einschlug, damit er hinein ko

Der Hauptstrom war aus, und die Scheißbude hatte gut und gerne zwanzig Zimmer. Er mußte warten bis morgen, bis er richtig suchen ko

Oben im Schlafzimmer fand er ein Dutzend weiße Plastiksäcke randvoll mit weißem Pulver. Sie waren im Wassertank der Toilette, einem altbeka

Er nahm einen Beutel mit ins Schlafzimmer und riß ihn auf der Steppdecke auf. Seine Hände zitterten, als er das Besteck herausnahm und aufkochte. Er kam nicht auf die Idee, sich zu fragen, ob der Stoff verschnitten war. Auf der Straße war die größte Dosis, die Richie sich je verpaßt hatte, zwölf Prozent pur gewesen, und daraufhin hatte er so tief geschlafen, daß es fast schon ein Koma gewesen war. Er hatte nicht einmal genickt. Einfach zackbumm, und weg war er, out of the blue and into the black. Er stach sich die Nadel oberhalb des Ellbogens rein und drückte den Stöpsel. Der Stoff war fast sechsundneunzig Prozent rein. Er knallte in seine Blutbahn wie ein außer Kontrolle geratener Güterzug, und Richie fiel auf den Heroinbeutel und bestäubte sich das Hemd damit. Sechs Minuten später war er tot.

Kein großer Verlust.

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Lloyd Henreid kniete auf dem Boden. Er summte und grinste. Hin und wieder vergaß er, was er gesummt hatte, da

Lloyd sah aus wie ein Ma

»Duu-dah, duu-dah«, flüsterte Lloyd und angelte mit dem Pritschenbein. Es war einmal, da hatte er nicht gewußt, warum er sich die Finger kaputtmachte, um das verdammte Ding abzuschrauben. Es war einmal, da hatte er zu wissen geglaubt, was Hunger heißt. Aber verglichen mit dem, was er jetzt erlebte, war der Hunger von damals lediglich ein etwas kräftigerer Appetit gewesen.

» Ride around all night... ride around all day...duu-dah...«

Das Pritschenbein hakte sich in Trasks Hosenaufschlag fest und rutschte wieder ab. Lloyd senkte den Kopf und schluchzte wie ein Kind. Hinter ihm, achtlos in die Ecke geschmissen, lag das Skelett der Ratte, die er vor fünf Tagen, am 2.9. Juni, in Trasks Zelle totgeschlagen hatte. Der lange rosa Schwanz der Ratte hing noch am Skelett. Lloyd hatte wiederholt versucht, auch den Schwanz zu essen, aber er war zu zäh. Fast alles Wasser in der Kloschüssel war verschwunden, obwohl er versucht hatte, es möglichst lange aufzubewahren. In der Zelle stank es nach Urin; er hatte in den Korridor gepinkelt, um seinen Wasservorrat nicht zu verderben. Den Darm hatte er - was einleuchtete, we