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Im Kielwasser der Supergrippe-Epidemie folgte eine zweite Epidemie, die ungefähr zwei Monate dauerte. Diese Epidemie war in technologischen Gesellschaften wie den Vereinigten Staaten weit verbreitet, weniger dagegen in unterentwickelten Ländern wie Peru oder Senegal. In den USA raffte diese zweite Epidemie etwa sechzehn Prozent der Überlebenden der Supergrippe dahin. In Peru und Senegal nicht mehr als drei Prozent. Die zweite Epidemie hatte keinen Namen, weil die Symptome von Fall zu Fall grundverschieden waren. Ein Soziologe wie Glen Bateman hätte diese zweite Epidemie vielleicht »natürlichen Tod« gena
Sam Tauber war fünfeinhalb Jahre alt. Seine Mutter war am 24. Juni im General Hospital von Murfreesboro, Georgia, gestorben. Am 25. starben sein Vater und seine kleine Schwester, die zwei Jahre alte April. Am 27. starb sein ältester Bruder Mike, und damit war Sam sich selbst überlassen.
Sam war seit dem Tod seiner Mutter im Schock. Er irrte gleichgültig durch die Straßen von Murfreesboro, aß, we
Irma Fayette lebte in Lodi, Kalifornien. Sie war alleinstehend, sechsundzwanzig Jahre alt, Jungfrau und von morbider Angst vor einer Vergewaltigung erfüllt. Seit dem 23. Juni, als es in der Stadt zu Plünderungen gekommen war und keine Polizei mehr da war, um den Plünderern Einhalt zu gebieten, war ihr Leben ein einziger langer Alptraum geworden. Irma besaß ein kleines Haus in einer Seitenstraße; ihre Mutter hatte mit ihr dort gewohnt, bis sie 1985 an einem Schlaganfall gestorben war. Als die Plünderungen bega
Irma ko
Sie waren nicht alle tot. We
Heute morgen war sie noch vor Anbruch der Dämmerung auf den Dachboden geschlichen, wo die wenigen Habseligkeiten ihres Vaters in Kartons verstaut waren. Ihr Vater war bei der Handelsmarine gewesen. Er hatte Irmas Mutter Ende der sechziger Jahre verlassen. Irmas Mutter hatte Irma alles darüber erzählt. Sie war ganz offen zu ihr gewesen. Irmas Vater war ein Scheusal gewesen, der sich betrank und sie da
Die meisten Kisten enthielten lediglich billige Kinkerlitzchen, die in fremden Häfen gekauft worden waren - Souvenir aus Hong Kong, Souvenir aus Saigon, Souvenir aus Kopenhagen. Daneben ein Album mit Fotos. Die meisten zeigten ihren Vater auf einem Schiff, manchmal hatte er den Arm um seine befreundeten Scheusale gelegt und lächelte in die Kamera. Nun, wahrscheinlich hatte ihn die Krankheit, die sie Captain Trips na
Aber es war auch eine kleine Holzkiste mit Messingscharnieren dabei, in diesem Kästchen war eine Waffe. Eine Pistole Kaliber 45. Sie lag auf rotem Samt, in einem Geheimfach unter dem roten Samt befanden sich auch ein paar Kugeln. Sie waren grün und sahen schimmlig aus, aber Irma dachte, daß sie trotzdem funktionieren würden, Kugeln waren aus Metall. Die wurden nicht schlecht wie Milch oder Käse.
Sie lud die Waffe unter der Glühbirne voller Spi
Am Nachmittag ging sie auf die Veranda, um ihr Buch zu lesen. Der Titel des Buches lautete Satan lebt auf der Welt und fühlt sich wohl.Grimmige und de
Um zwei Uhr kam der Ma
»He, Baby!« rief er. »Nur noch wir beide! Wie lange...« Da
»He, hör mal, leg das Ding weg... ist es geladen? He...!«
Irma drückte ab. Die Pistole explodierte und tötete sie auf der Stelle. Kein großer Verlust.
George McDougall lebte in Nyack, New York. Er war Mathematiklehrer an der High School und hatte sich auf Förderkurse spezialisiert. Er und seine Frau waren praktizierende Katholiken, und Harriett McDougall hatte ihm elf Kinder geboren, neun Jungs und zwei Mädchen. Zwischen dem 22. Juni, als sein neunjähriger Sohn Jeff der Krankheit erlag, welche zu dem Zeitpunkt noch als »grippale Erkrankung der Atemwege« diagnostiziert wurde, und dem 29. Juni, als seine sechzehnjährige Tochter Patricia (o Gott, sie war so jung und so wunderschön gewesen) an derselben Krankheit gestorben war, die inzwischen alle - die noch lebten - »Halswürger« na