Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 90 из 91

Vor etwas mehr als acht Jahren war sie hier gelandet, hungrig nach Leben nach den Einschränkungen der Nachkriegsjahre in Deutschland, gierig nach Freiheit, froh, endlich den erstickenden Vorschriften und Traditionen einer seelisch verkrüppelten Gesellschaft entro

Sarahs dunkles Gesicht tauchte vor ihr auf, daneben das von Tita, gerahmt von ihren flammenden Locken, und hinter ihnen gruppierten sich die Menschen, die sie liebte und die sie jetzt verlassen mußte. „Ich kehre zurück, Afrika“, schwor sie und dachte dabei an Papa. „Einmal noch nach Afrika — ich werde nicht nur davon träumen.“ Eine übermächtige Wut packte sie auf al e, die ihr und ihrer Familie das antaten, Kampfgeist brach durch ihren Schmerz, doch sie grub ihre Fingernägel tief in die Handflächen. Noch mußte sie durchhalten, noch wenige Stunden. In knapp fünfundvierzig Minuten war die Landung auf dem Jan-Smuts-Airport in Joha

Sie sah hinunter auf ihr Paradies, um sich jede Einzelheit einzuprägen. Das Flugzeug stieg steil und schnell, und Umhlanga verschwand hinter den fruchtbaren, grünen Hügeln von Natal. Zurück blieb der Abdruck dieses Bildes, das sich tief und unauslöschlich in ihr Gedächtnis grub.

Es bega

Im sterbenden Licht eines dunklen, stürmischen Novembertages, auf dem dü

Das kleine Mädchen auf dem Boden hob den Kopf, Lampenlicht vergoldete ihre Locken, und lauschte dem Nachhal der Worte. „Afrika?“ wiederholte sie fragend.

Ihr Vater sah hinunter auf seine Tochter und nickte. „Es ist nicht zu früh, du wirst es verstehen“, murmelte er und drückte sich mit seinen kräftigen Armen aus dem Sessel auf die Füße. Sein rechtes Bein war schwach und dü

Ein schwacher, staubiger Geruch von getrocknetem Gras stieg ihr in die Nase, süßlich und kaum wahrnehmbar. Vorsichtig griff sie hinein. An einer festen, geflochtenen Kante aus Bast, die mit schmalen, gezähnten Muscheln besetzt war, hing ein dickes, puscheliges Röckchen aus dunkelbraunem, vom Alter brüchigen Gras. Es war länger als ihr ausgestrecktes Kinderärmchen und reichte bis auf den Teppich.

„Es war dein erstes Kleidungsstück“, lächelte ihr Vater, „ein Baströckchen, wie es die Eingeborenen, die es dir schenkten, auch trugen. De

Er schwieg und wendete sein Gesicht ab. Seine Schultern bewegten sich.

Henrietta vergrub ihre Nase in dem Baströckchen und sog den Duft ein. Etwas rührte sich in ihr. Sie fühlte eine Wärme auf ihrer Haut, unvergleichlich heißer und lebendiger als die nördliche, blasse So

Ein berauschendes Gefühl von Dazugehören und Frieden umschloß sie, hüllte sie ein. Sie hob ihre Augen zu ihrem Vater. „Afrika?“ fragte sie, und er nickte. So bega

Afrika. Für Henrietta wandelten sich das Wesen und der Inhalt des Wortes über die Jahre. Für das kleine Kind war es die Welt der Wunder und Märchen, der Traum von Schätzen und dunkelhäutigen Prinzen in prächtigen Gewändern und fernen, in der So

In jener turbulenten, chaotischen Zeitspa

„Du bist in Afrika geboren, auf einer kleinen Insel im weiten, blauen Meer“, hatte ihr Vater gesagt, und da

Cori

Zurück aus Afrika

Die weiße Massai erzählt, wie es weiterging…

Nach der langen Abwesenheit und dem Leben in einer ganz und gar andersartigen, fast archaischen Welt muss Cori

Während dieser Zeit hält sie durch viele Briefe und finanzielle Hilfe den Kontakt zu ihrer „afrikanischen Familie“. Eines Tages kehrt sie zurück und blickt vom Dach Afrikas, dem Kilimandscharo, in die Weiten der kenianischen Steppe…

Knaur Taschenbuch Verlag

Wiedersehen in Barsaloi

Vom bewegenden Wiedersehen…

erzählt Cori

Vierzehn Jahre nach ihrer abenteuerlichen Flucht mit ihrer kleinen Tochter Napirai kehrt Cori