Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 51 из 106

Bis nach Hause schwiegen wir. Den ganzen Weg über träumte Lion süß und bekam gar nichts von unserem Gespräch mit.

Ramon hielt vor dem Haus, stieg gemeinsam mit uns aus und begleitete uns zur Wohnung. Als ob er einen Hinterhalt im Treppenhaus erwartete. Danach umarmte er uns schweigend und ging, ohne sich zu verabschieden.

Wir legten uns schlafen. Stasj kam früher als vorgesehen, um halb zehn. Ich hatte bereits gepackt, stellte die Wohnungsautomatik auf Warteregime, kontrollierte, ob alle Fenster geschlossen waren, und zog mich für die Fahrt an. Wir nahmen keine Kleidung mit, auf dem Raumschiff würden wir etwas bekommen, das zu unserer Legende passte. Lion bummelte noch im Bad herum. Er war so ein Sauberkeitsfanatiker geworden, dass man verrückt werden ko

»Seid ihr fertig?«, fragte Stasj ohne wirkliches Interesse, eher der Ordnung halber, und blieb in der Tür stehen.

»Na klar!«, ich wies mit dem Kopf auf die Badtür. »Gleich, er ist gleich fertig.«

Stasj nickte. Aus dem Badezimmer hörte man Wasser rauschen und ein Blubbern — Lion versuchte zu singen, während er die Zähne putzte.

»Habt ihr Angst?«, wollte Stasj wissen.

»Ich hatte niemals Angst vor dem Fliegen«, sagte ich ärgerlich. »Und Lion ist im Kosmos aufgewachsen, auf einer Station…«

»Das weiß ich. Ich frage nicht wegen des Fluges, Tikki. Fürchtet ihr euch nicht vor Neu-Kuweit?«

Ich überlegte und antwortete ehrlich: »Ein bisschen. Dort wurde doch allen ins Gehirn gespuckt. Aber wir haben uns darauf vorbereitet und überhaupt… Ramon sagt, das alles gut gehen wird.«

»Vielleicht werde ich auch auf Neu-Kuweit sein«, sagte Stasj. »Sollte plötzlich…« Er zögerte. »We

»Grüß dich, Stasj!« Lion kam aus dem Bad.

»Hallo!« Stasj nickte ihm zu. »Lion, we

»Hältst du uns für Idioten?«, fragte Lion scharf. »Na sicher!«

»Ich möchte, dass ihr das alles ernst nehmt, Jungs«, sagte Stasj. »Inej ist die größte interne Gefahr für die Menschheit seit der gesamten galaktischen Expansion. Im Vergleich zum Inej waren sogar der katholische Djihad oder die Liga der Wiedergeburtnichtmehralsunwichtigesoziale Abweichungen. Fürchtet euch nicht, de

Ich nickte.

»Lion, dich betrifft das ganz besonders!«, fügte Stasj leise mit einem entschuldigenden Unterton hinzu.

Lions Gesicht wurde ernst.

»Ich verstehe. Ich… ich werde nichts Überflüssiges sagen. Nicht einmal meiner Mutter.«

Stasj schaute ihn einen Augenblick lang an und sagte da

Als Lion im Schlafzimmer war, wandte sich Stasj wieder mir zu: »Was ist mit der Peitsche?«

Statt einer Antwort zeigte ich mit meinen Fingern auf den Gürtel in der Jeans. Es war kein außergewöhnlicher Gürtel, silbern und metallglänzend. Der Verschluss hatte die Form eines Schlangenkopfes.

»Das wird gehen«, stimmte Stasj zu. »Hast du sie selbst angelegt?«

»Ja. Das ist ganz einfach. Man muss sich nur vorstellen, was man will…«

Stasj nickte und ich unterbrach meinen Redefluss. Wem erkläre ich de

»Ich hoffe, dass du mit ihr keine Dummheiten gemacht hast!«, erkundigte sich Stasj.

»Wie… Welche?«, erwiderte ich verwirrt.

Vor einem Tag hatte ich herumexperimentiert, überprüft, was das Schlangenschwert zerstören ko

»Die größte Dummheit wäre der Versuch, den Hauptakkumulator in die Peitsche einzulegen«, erklärte Stasj. »Da

»Also, das habe ich nicht versucht. Woher sollte ich de

»Eine Peitsche ist eine universelle Waffe. Sie passt sich an verschiedene Energiequellen an. Zur Not ka

Stasj lächelte und zwinkerte mir kaum merklich zu.

Am liebsten hätte ich vor Wut aufgeheult. Das bedeutete ja, dass ich das Schlangenschwert richtig hätte ausprobieren kö

»In einigen Fällen haben ähnlich improvisierte Batterien den Phagen das Leben gerettet«, fuhr Stasj fort. »In deinem Fall bedeuteten sie eine tödliche Gefahr.«

Ich nickte.

»Tikkirej, ka

»Das kö

»Da

Lion erschien. Er schaute fragend auf Stasj und dieser nickte.

»So, es ist Zeit. Gehen wir, Jungs!« Die Fahrt zum Kosmodrom der Phagen dauerte länger als eine Stunde. Wir sprachen weder über Inej noch über Neu-Kuweit. Stattdessen erzählte uns Stasj über den Planeten Avalon, dessen Kolonisation, die Zeit des ersten Imperiums und der Übergangsregierung, über die Geschichte der Eroberung des Nordkontinents, die einheimische Flora und Fauna des Avalon, die nur in Naturschutzgebieten überlebt hat.

»Diese Art Kolonisation wird jetzt schon nicht mehr durchgeführt«, erläuterte Stasj. »Mittlerweile wird zuerst eine Ausgangsstation mit Wohntrakt errichtet. Man baut ein Kosmodrom und begi

»Früher wollte ich Biologe werden und Planeten terraformieren«, sagte Lion.

»Eine gute Arbeit«, stimmte Stasj zu. »Und nun?«

Lion schüttelte den Kopf. »Nicht mehr. Es ist viel interessanter als Pilot. Aber ich möchte nicht auf einem Raumschiff mit Modulen fliegen.«

»We

Und er bega

Warum machen sich die Erwachsenen nur immer größere Sorgen um Kinder als diese selbst? Am Eingang wies Stasj seinen Ausweis vor und wir wurden auf das Flugfeld gelassen. Dort standen vielleicht zwei Dutzend Raumschiffe, hauptsächlich kleine. Unter ihnen waren jedoch auch ein echter Militärkreuzer und ein großes Raumschiff für Luftlandeunternehmungen. Die ko