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Aber der Utilisator war nicht von Dummen geschaffen worden. Als der Verschluss auf den Körper der Schlange stieß, stoppte er sofort und ging wieder auf. Auf der Anzeige erschien der Hinweis: »Überprüfen Sie die Lage des Objektes in der Luke, ein hermetischer Verschluss ist nicht möglich!«
Die Schlange jedoch schlängelte sich eiligst aus der Luke und kroch unter meinen Pullover!
Mein erster Gedanke war: Schreien! Entweder war die Schlange verrückt geworden oder sie hatte verstanden, und zwar wirklich verstanden, dass sie vernichtet werden sollte. Aber sie war doch nicht dermaßen intelligent!
Ich schrie nicht. Und das war auch gut so, de
Das Schlangenschwert hatte sich an mich gebunden!
In ihr hatte ein Imprinting auf mich stattgefunden!
Ich stand versteinert da und versuchte herauszufinden, was nun zu tun war. Sich an Tarassow wenden? Für die Peitsche gab es nur einen Weg — in den Utilisator. Sie war ja kein Lebewesen, sondern eine Maschine… und we
Meine Knie wurden weich.
Ich schwenkte den Arm in der Hoffnung, dass die Schlange abgehen und herunterfallen würde. Von wegen! Es wäre einfacher gewesen, die Finger zu verlieren!
»Hau ab! Geh weg!«, schrie ich.
Und die weichen Ringe fielen plötzlich von meinem Arm ab. Die Schlange bega
»Bleib…«, flüsterte ich, »bleib!«
Die Schlange zog sich augenblicklich zurück. Sie fing schon an, meine Befehle zu verstehen!
Die Ziffern, die das Gewicht des Schlangenschwerts anzeigten, leuchteten noch auf dem Bildschirm. Eilig holte ich meine Kreditkarte heraus, stellte den Taschenrechner an und speicherte:
»607 g, 9 %«. Das Gewicht in Gramm und den prozentualen Metallanteil.
Neben dem Utilisator stand ein Müllkübel, in den allerlei nicht geheimer Müll geworfen wurde, um abends alles mit einem Mal zu entsorgen und das Aggregat nicht wegen jeder Kleinigkeit anschalten zu müssen. Daraus bega
Aber ich ko
Ich hatte nie ein Haustier besessen. Für einen Hund oder eine Katze musste man einen großen Sozialanteil bezahlen. Meine Eltern ko
Ich beschickte die Luke so lange, bis das Gewicht wieder 607 Gramm betrug. Schwieriger war es, den prozentualen Metallanteil zu erreichen. Ich wusste nicht, ob es mir gelungen war. Aber als ich versuchte, ein Stahlrohr zu zerbrechen (ein echter Phag hätte es leicht geschafft, vielleicht sogar ein gewöhnlicher Erwachsener), kroch die Schlange aus dem Ärmel, fiel für einen Moment auf das Rohr und dieses zerbrach in zwei Hälften.
»Neun Prozent«, bestätigte die Anzeige.
Ich stand davor, hielt den Finger am Knopf und versuchte mit dem Durcheinander in meinem Kopf fertig zu werden. Doch da ertönten Schritte im Korridor und unwillkürlich drückte ich den Knopf.
Die Luke schloss sich und der Utilisator lärmte fröhlich mit seinen Cuttern.
Die Quittung über die Zerstörung erschien.
Mit steifen Beinen stelzte ich zurück. Die Schlange träumte ruhig an meinem rechten Arm, ganz wie bei einem Phagen. Flach und unauffällig. Normale Detektoren spüren sie nicht auf, sie ist sehr clever konstruiert. Die Metallteile sind so verteilt, dass es einem Uhrenarmband oder einer Armbanduhr ähnelt, we
»Hier, nehmen Sie, Boris Petrowitsch.« Ich reichte Tarassow die Quittung.
Mein Chef sah das Papier nachdenklich an. Bedächtig klebte er es in die Abschreibungsverfügung ein. Er fragte: »Hat es dich mitgenommen, Tikkirej? Hat dir die Peitsche nicht leidgetan?«
»Das war ja nur eine kaputte Maschine…«, murmelte ich.
Tarassow nickte: »Ja, du hast Recht. Setz dich und bearbeite die Ergebnisse des gestrigen Experiments. Hast du die Methodik verstanden?«
»Ja, habe ich.«
»Das ist nichts Dringendes, aber we
Tarassow nahm die Abschreibungsverfügung und ging hinaus. Ich setzte mich an meinen Computer und schloss das Kabel an den Neuroshunt an.
Ich zitterte am ganzen Körper.
Was hatte ich nur angerichtet?
Kapitel 2
Ich kam erst spät am Abend nach Hause. In der Wohnung war es ruhig, also hatte Nadjeschda vorbeigeschaut, Lion zu essen gegeben und ihn schlafen gelegt.
Die Schlange umschlang immer noch meinen Arm.
Sie wurde von den Detektoren der Auslasskontrolle nicht bemerkt, ich ging bewusst ruhig hinaus und trug doch eine äußerst teure und geheime Waffe an mir. Ich hatte gestohlen! Schlimmer noch, ich hatte meine Freunde, die Phagen vom Avalon, die mich auf Neu-Kuweit gerettet und auf einem guten Planeten untergebracht hatten, bestohlen.
We
Das hieß also, ich war jetzt ein Verbrecher, der aus seiner Beute nicht einmal einen Nutzen ziehen ko
Ich strich lange durch die Wohnung. Versuchte Fernsehen zu schauen — es liefen verschiedene Unterhaltungssendungen, aber davon fühlte ich mich nur noch elender. Ich schmierte mir Brote und kochte Tee, hatte aber keinen Appetit. Da
Lion schlief friedlich in seinem Bett. Ich deckte mein Bett auf, zog mich aus und legte mich hinein. Die Schlange am Arm war fast nicht zu spüren. Die Phagen gewöhnen sich sicherlich auch an ihre Waffe und spüren sie bald gar nicht mehr.
»Gute Nacht, Lion!«, sagte ich in die Dunkelheit. Aber er antwortete nicht.
Daraufhin bohrte ich meinen Kopf ins Kopfkissen und bega
Aber auch Erwachsene machen manchmal Fehler. Oder finden keinen Ausweg und tun da
Ich versuchte erst gar nicht, vor dem Schlaf zu beten. Ich betete jetzt sehr selten. Vielleicht, weil ich verstanden hatte, dass ein Gebet vor nichts retten ka
»Gleich… gleich… gleich…«
Mich schauderte. Lion redete im Schlaf, und ich eri