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»Tikkirej, in deinem Körper sind Millionen winziger Phagozytenzellen. Weißt du etwa, welche davon dich vor einer Geschwulst oder einer Infektion gerettet hat?«
»Ihr seid doch aber keine Millionen!«
»Natürlich weniger. Wir sind weniger als Tausend, und das ist übrigens fast ein Geheimnis. Aber wir sind Phagen, die auf der Suche nach Gefahren still durch den Weltraum streifen. Das ist zugleich Stolz und Unzulänglichkeit: ein unbemerkter Held zu sein und als Anlass für Witze und Heiterkeit zu dienen. Vielleicht wird uns das irgendwa
Ich richtete meine Augen auf ihn und zögerte. Es ist wirklich dumm, eine Frage zu stellen, we
»Kapitän Stasj, ka
»So gut wie sicher — nein. Es tut mir sehr leid, Tikkirej, aber die Vorbereitung eines Phagen begi
Unwillkürlich bega
»Es reicht nicht aus, ein ehrlicher, kluger und gesunder Mensch zu sein. Du hast einen starken Willen, bist hartnäckig und verfügst über Intuition, aber es werden zusätzlich die primitivsten physischen Potenziale benötigt: die Fähigkeit, gegen zwei bis drei Dutzend bewaffneter Gegner zu kämpfen, Belastungen auszuhalten, die ein gewöhnlicher Mensch nicht ertragen ka
Er nahm eine Münze im Wert eines halben Kredit aus der Hosentasche. Mit zwei Fingern drehte er sie zu einer Tüte. Da
»Fühl mal!«
Ich fing die Münze auf. Das Metall war glühend heiß.
»Bei unserer Tätigkeit gibt es entschieden weniger von diesen Situationen, als allgemein angenommen wird«, sagte Stasj bedächtig, »aber manchmal treten sie auf. Dich ka
»Hm«, äußerte ich. »Ich habe es verstanden. Entschuldigen Sie.«
Stasj nickte.
»Ein Phag ka
Ich lächelte. Ja, es tat mir sehr weh. Aber es tat auch gut.
Stasj wurde ernst.
»Aber jetzt müssen wir losfliegen, Tikkirej. Wir müssen weitergeben, was wir herausgefunden haben. Du wirst einen Flug im Zeittu
»Warten Sie, Kapitän Stasj«, erwiderte ich eilig und bega
Er lächelte und nickte.
»Nein, Sie haben mich missverstanden«, sagte ich, »Ich — ich gehe in Dauerbetrieb.«
Ich glaube, damit war es mir gelungen, ihn wirklich zu überraschen!
»Wieso, Tikkirej?«
»Dort ist doch mein Freund. Er ist allein. Vielleicht, we
Beim Reden war ich bereits aufgestanden und zog mich neben dem zweiten Platz für ein Modul aus.
»Du verdirbst dir doch dein eigenes Gehirn«, gab Stasj zu bedenken. Er hatte sich nicht einmal umgedreht, sondern blieb angespa
»Na, durch einen Zeitsprung verderbe ich es noch nicht, stimmt’s? Sie haben ja selbst gesagt, dass man nicht immer vernünftig handeln sollte…«
Ich legte mich auf das dämliche Bett für Schwerkranke und bega
»Es tut mir sehr leid, dass du schon geboren bist…«, sagte Stasj leise, »du hättest ein echter Ritter des Avalon werden kö
Ich nickte, obwohl er mich nicht sehen ko
Es erwies sich als gar nicht so schwer, vor jeder Tat nachzudenken. Ziemlich ungewöhnlich, ziemlich eigenartig. Aber nicht schwer.
»Viel Erfolg, Stasj«, verabschiedete ich mich und schloss die Augen.
Zweiter Teil
Winter
Kapitel 1
Als ich mich der Haltestelle näherte, traf mich ein Schneeball am Hinterkopf.
Ich ko
Oder ein in der Hand zusammengeballtes Stück Schnee vor die Brust zu bekommen.
Ich drehte mich um, tänzelte herum, steckte meine Hand in den Kragen und holte den bereits angetauten Schneeball heraus. Rosi und Rossi kamen mir schon entgegengera
»Grüß dich, Tikkirej«, sagte Rosi, »habe ich gut gezielt?«
»Ja«, beka
»Ich habe ihr gesagt, dass sie es nicht tun soll«, mischte sich Rossi ein, »aber sie ist ein Schwachkopf ohne Bremsen, das weißt du ja.«
Aus unerfindlichen Gründen war ich davon überzeugt, dass die Idee, mich mit Schneebällen zu bewerfen, eigentlich von Rossi stammte. We
»Macht nichts«, erwiderte ich, »ich bin nur nicht daran gewöhnt. Bei uns hat es nie geschneit.«
»Es ist langweilig ohne Winter!«, rief Rosi aus. Sie ko
Ich fror trotzdem.
»Kommst du mit?«, schlug Rossi vor. »Wir wollen Karten spielen, uns fehlt der vierte Ma
»Nein. Ich ka
»Was soll das?«
Rosi zog mich an der Hand und schaute mir in die Augen. »Du bist beleidigt, stimmt’s? Verzeih mir, ich werde nicht mehr nach dir schmeißen.«
»Ich muss in zwei Stunden bei der Arbeit sein«, erklärte ich, »heute hab ich Nachtschicht.«
Rossi maulte: »Ach ja, du bist ein viel beschäftigter erwachsener Mensch.«
»Ich bin kein Erwachsener«, erwiderte ich, »aber ich habe die Bürgerrechte und muss für meinen Lebensunterhalt sorgen.«
Es war schon eigenartig, de