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Draußen vor der Tür stand jetzt schon wieder seine Tante.

»Bist du schon auf den Beinen?«, fragte sie.

»Fast«, sagte Harry.

»Beeil dich. Ich möchte, daß du auf den Schinken aufpaßt. Und laß ihn ja nicht anbre

Harry stöhnte.

»Was hast du gesagt?«, keifte seine Tante durch die Tür.

»Nichts, nichts… «

Dudleys Geburtstag – wie ko

Vielleicht hatte es damit zu tun, daß er in einem dunklen Schrank lebte, jedenfalls war Harry für sein Alter immer recht klein und dürr gewesen. Er sah sogar noch kleiner und dürrer aus, als er in Wirklichkeit war, de

»Durch den Autounfall, bei dem deine Eltern starben«, hatte sie gesagt. »Und jetzt hör auf zu fragen.«

Hör auf zu fragen – das war die erste Regel, we

Onkel Vernon kam in die Küche, als Harry gerade den Schinken umdrehte.

»Kämm dir die Haare!«, bellte er als Morgengruß.

Etwa einmal die Woche spähte Onkel Vernon über seine Zeitung und rief, Harry müsse endlich einmal zum Friseur. Harry mußte öfter beim Friseur gewesen sein als alle Jungen seiner Klasse zusammen, doch es half nichts. Sein Haar wucherte einfach vor sich hin – wie ein wilder Garten.

Harry briet gerade Eier, als Dudley mit seiner Mutter in die Küche kam. Dudley sah Onkel Vernon auffällig ähnlich. Er hatte ein breites, rosa Gesicht, nicht viel Hals, kleine, wäßrige blaue Augen und dichtes blondes Haar das glatt auf seinem runden, fetten Kopf lag. Tante Petunia sagte oft, daß Dudley aussehe wie ein kleiner Engel – Harry sagte oft, Dudley sehe aus wie ein Schwein mit Perücke.

Harry stellte die Teller mit Eiern und Schinken auf den Tisch, was schwierig war, de

»Sechsunddreißig«, sagte er und blickte auf zu Mutter und Vater. »Das sind zwei weniger als letztes Jahr.«

»Liebling, du hast Tante Maggies Geschenk nicht mitgezählt, schau, es ist hier unter dem großen von Mummy und Daddy.«

»Na gut, da

Auch Tante Petunia witterte offenbar Gefahr, de

Dudley dachte einen Augenblick nach und es sah wie Schwerstarbeit aus. Schließlich sagte er langsam:»Da

»Neununddreißig, mein Süßer«, sagte Tante Petunia.

»Oh.« Dudley ließ sich auf einen Stuhl plumpsen und grabschte nach einem Päckchen. »Von mir aus.«

Onkel Vernon gluckste.

»Der kleine Lümmel will was sehen für sein Geld, genau wie sein Vater. Braver Junge, Dudley!« Er fuhr mit der Hand durch Dudleys Haar.

In diesem Moment klingelte das Telefon, und Tante Petunia ging an den Apparat, während Harry und Onkel Vernon Dudley dabei zusahen, wie er das Re

»Schlechte Nachrichten, Vernon«, sagte sie. »Mrs. Figg hat sich ein Bein gebrochen. Sie ka

Dudley klappte vor Schreck der Mund auf, doch Harrys Herz bega

»Und nun?«, sagte Tante Petunia und sah Harry so zornig an, als hätte er persönlich diese Una

»Wir kö

»Sei nicht albern, Vernon, sie haßt den Jungen.«

Die Dursleys sprachen oft über Harry, als ob er gar nicht da wäre – oder vielmehr, als ob er etwas ganz Widerwärtiges wäre, das sie nicht verstehen ko

»Was ist mit Wie-heißt-sie-noch-mal, deine Freundin – Yvo

»Macht Ferien auf Mallorca«, sagte Tante Petunia barsch.

»Ihr kö

Tante Petunia schaute, als hätte sie soeben in eine Zitrone gebissen.

»Und we

»Ich werde das Haus schon nicht in die Luft jagen«, sagte Harry, aber sie hörten ihm nicht zu.

»Ich denke, wir kö

»Der Wagen ist neu, kommt nicht in Frage, daß er alleine drinbleibt… «

Dudley bega

»Mein kleiner Duddybums, weine nicht, Mummy verdirbt dir den Geburtstag nicht!«

»Ich… will… nicht… daß er… m-m-mitkommt!«, schrie Dudley zwischen den markerschütterndem falschen Schluchzern. »Er macht immer alles k-k-aputt!« Durch die Arme seiner Mutter hindurch warf er Harry ein gehässiges Grinsen zu.

In diesem Augenblick läutete es an der Tür -»Ach du liebes bißchen, da sind sie«, rief Tante Petunia hellauf entsetzt – und schon marschierte Dudleys bester Freund, Piers Polkiss, in Begleitung seiner Mutter herein. Piers war ein magerer Junge mit einem Gesicht wie ein Ratte. Meist war es Piers, der den anderen Kindern die Arme auf dem Rücken festhielt, während Dudley auf sie einschlug. Sofort hörte Dudley auf mit seinem falschen Weinen.