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Onkel Vernon gab abermals ein merkwürdiges Geräusch von sich, wie eine getretene Maus.

»Dir jedenfalls, Harry«, sagte der Riese und kehrte den Dursleys den Rücken zu,»einen sehr herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Hab hier was für dich – vielleicht hab ich zwischendurch mal draufgesessen, aber er schmeckt sicher noch gut.«

Aus der I

Harry sah zu dem Riesen auf Er wollte eigentlich danke sagen, aber auf dem Weg zum Mund gingen ihm die Worte verloren, und statt dessen sagte er:»Wer bist du?«

Der Riese gluckste.

»Wohl wahr, hab mich nicht vorgestellt. Rubeus Hagrid, Hüter der Schlüssel und Ländereien von Hogwarts.«

Er streckte eine gewaltige Hand aus und schüttelte Harrys ganzen Arm.

»Was ist nun eigentlich mit dem Tee?«, sagte er und rieb sich die Hände. »Würd nicht nein sagen, we

Sein Blick fiel auf einen Korb mit den zusammengeschrumpften Kräcker-Schachteln und er schnaubte. Er beugte sich zur Feuerstelle hinunter; sie ko

Der Riese setzte sich wieder auf das Sofa das unter seinem Gewicht einknickte, und bega

Der Riese gab ein dunkles Glucksen von sich.

»Dein großer Pudding von einem Sohn muß nicht mehr gemästet werden, Dursley, keine Panik.«

Er reichte die Würstchen Harry, der so hungrig war, daß es ihm vorkam, als hätte er noch nie etwas Wundervolleres gekostet, doch immer noch ko

Der Riese nahm einen großen Schluck Tee und wischte sich mit dem Handrücken den Mund.

»Ne

»Ähm – nein«, sagte Harry.

Hagrid sah schockiert aus.

»Tut mir Leid«, sagte Harry rasch.

»Tut dir Leid?«, bellte Hagrid und wandte sich zu den Dursleys um mit einem Blick, der sie in die Schatten zurückweichen ließ. »Denen sollte es Leid tun. Ich wußte, daß du deine Briefe nicht kriegst, aber ich hätt nie gedacht, daß du nicht mal von Hogwarts weißt, das is ja zum Heulen! Hast du dich nie gefragt, wo deine Eltern das alles gelernt haben?«

»Alles was?«, fragte Harry.

»ALLES WAS?«, do

Er war aufgesprungen. In seinem Zorn schien er die ganze Hütte auszufüllen. Die Dursleys kauerten sich an die Wand.

»Wollt ihr mir etwa sagen«, knurrte er sie an,»daß dieser Junge – dieser Junge! – nichts von – von NICHTS weiß?«

Das ging Harry doch ein wenig zu weit. Immerhin ging er zur Schule und hatte keine schlechten Noten.

»Ich weiß schon einiges«, sagte er. »Ich ka

Doch Hagrid tat dies mit einer Handbewegung ab und sagte:»Über unsere Welt, meine ich. Deine Welt. Meine Welt. Die Welt von deinen Eltern.«

»Welche Welt?«

Hagrid sah aus, als würde er gleich explodieren.

»DURSLEY!«, dröhnte er.

Onkel Vernon, der ganz blaß geworden war, flüsterte etwas, das sich anhörte wie »Mimbelwimbel«. Hagrid starrte Harry mit wildem Blick an.

»Aber du mußt doch von Mum und Dad wissen«, sagte er. »Ich meine, sie sind berühmt. Du bist berühmt.«

»Was? Mum und Dad waren doch nicht berühmt!«

»Du weißt es nicht… du weißt es nicht… «Hagrid fuhr sich mit den Fingern durch die Haare und fixierte Harry mit einem bestürzten Blick.

»Du weißt nicht, was du bist?«, sagte er schließlich.

Onkel Vernon fand plötzlich seine Stimme wieder.

»Aufhören«, befahl er,»hören Sie sofort auf, Sir! Ich verbiete Ihnen, dem Jungen irgendetwas zu sagen!«

Auch ein mutigerer Ma

»Du hast es ihm nie gesagt? Ihm nie gesagt, was in dem Brief stand, den Dumbledore für ihn dagelassen hat? Ich war auch dabei! Ich hab gesehen, wie Dumbledore ihn dort hingelegt hat, Dursley! Und du hast ihn Harry all die Jahre vorenthalten?«

»Was vorenthalten?«, fragte Harry begierig.

»AUFHÖREN! ICH VERBIETE ES IHNEN!«, schrie Onkel Vernon in Panik.

Tante Petunia schnappte vor Schreck nach Luft.

»Aach, kocht eure Köpfe doch im eigenen Saft, ihr beiden«. sagte Hagrid. »Harry, du bist ein Zauberer.«

In der Hütte herrschte mit einem Mal Stille. Nur das Meer und das Pfeifen des Winds waren noch zu hören.

»Ich bin ein was?«

»Ein Zauberer, natürlich«, sagte Hagrid und setzte sich wieder auf das Sofa, das unter Ächzen noch tiefer einsank. »Und ein verdammt guter noch dazu, würde ich sagen, sobald du mal 'n bißchen Übung hast. Was solltest du auch anders sein, mit solchen Eltern wie deinen? Und ich denk, 's ist an der Zeit, daß du deinen Brief liest.«

Harry streckte die Hand aus und nahm endlich den gelblichen Umschlag, der in smaragdgrüner Schrift adressiert war an Mr. H. Potter, Der Fußboden, Hütte-auf-dem-Fels, Das Meer. Er zog den Brief aus dem Umschlag und las:

HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI

Schulleiter: Albus Dumbledore

(Orden der Merlin, Erster Klasse, Großz., Hexenmst.

Ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberer)

Sehr geehrter Mr. Potter, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu kö

Das Schuljahr begi

Mit freundlichen Grüßen

Minerva McGonagall

Stellvertretende Schulleiterin

Wie ein Feuerwerk explodierten Fragen in Harrys Kopf, und er ko

»Galoppierende Gorgonen, da fällt mir doch ein… «, sagte Hagrid und schlug sich mit solcher Wucht die Hand gegen die Stirn, daß es einen Brauereigaul umgehauen hätte. Aus einer weiteren Tasche im I

Sehr geehrterN1r. Dumbledore, ich habe Harry seinen Brief überreicht. Nehme ihn morgen mit, um seine Sachen einzukaufen.

Wetter ist fürchterlich. hoffe, Sie sind wohlauf Hagrid

Hagrid rollte die Nachricht zusammen, übergab sie der Eule, die sie in deren Schnabel klemmte, ging zur Tür und schleuderte die Eule hinaus in den Sturm. Da