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»Ich sah Sie, wie Sie das Schiff betrachteten«, sagte der Ma

Ich streifte ihn mit einem gleichgültigen Blick. Er sah nicht aus wie ein Polizist; aber der letzte Gendarm, der mich in Bordeaux erwischt hatte, hatte so erbarmungswürdig ausgesehen wie Lazarus nach drei Tagen im Grabe, und er war der unbarmherzigste von allen gewesen. Er hatte mich verhaftet, obschon er wußte, daß die deutschen Truppen in einem Tage in Bordeaux sein sollten, und ich wäre verloren gewesen, hätte mich ein barmherziger Gefängnisdirektor nicht ein paar Stunden später freigelassen.

»Möchten Sie nach New York?«fragte der Ma

Ich antwortete nicht. Ich brauchte nur noch zwanzig Meter, um ihn niederstoßen und entfliehen zu kö

»Hier sind zwei Fahrkarten für das Schiff, das drüben liegt«, sagte der Ma

Ich sah die Scheine. Ich ko

»Was soll das alles?«fragte ich auf portugiesisch. Ich ka

»Sie kö

»Sie brauchen sie nicht? Was heißt das?«

»Ich brauche sie nicht mehr.«Ich starrte den Ma

»Ich will sie nicht verkaufen«, sagte der Ma

Ich blickte wieder auf die Scheine.»Sind sie echt?«

Er reichte sie mir, ohne zu antworten. Sie knisterten in meinen Händen. Sie waren echt. Sie zu besitzen, war der Unterschied zwischen Untergang und Rettung. Selbst we

»Ich verstehe Sie nicht«, sagte ich.

»Sie kö

Ich ließ die Hände sinken. Ich hatte gewußt, daß es nicht wahr sein ko

»Ich möchte diese Nacht nicht allein bleiben.«

»Sie wollen, daß wir zusammenbleiben?«

»Ja. Bis morgen früh.«

»Das ist alles?«

»Das ist alles.«

»Sonst nichts?«

»Sonst nichts.«

Ungläubig blickte ich den Ma

Er machte eine abwehrende Bewegung.»Dahin will ich nicht. Gibt es keine Kneipe, in der man noch sitzen ka

»Es gibt sicher noch welche.«

»Gibt es keine für Emigranten? So wie das Café de la Rose in Paris?«

Ich ka

»Ich weiß keines«, erwiderte ich. Ich wußte eines; aber man führt einen Ma

»Ich ke

Er winkte ein einsames Taxi heran und sah mich an.

»Gut«, sagte ich.

Wir stiegen ein, und er na

Wir umfuhren die theatralische Kulisse der Praça do Comercio und kamen nach einiger Zeit in ein Gewirr von Treppen und Gassen, die aufwärts führten. Ich ka

Wir verließen das Taxi und stiegen die Treppen und winkligen Gassen empor. Es roch nach Fisch, Knoblauch, Nachtblumen, toter So

Ich blieb stehen.»Ich hoffe, Sie machen keine Scherze mit mir«, sagte ich.

»Nein«, erwiderte der Ma

»Keine Scherze mit den Schiffskarten, meine ich.«

Er hatte sie auf dem Quai wieder in seine Tasche gesteckt.

»Nein«, sagte er,»ich mache keine Scherze.«Er zeigte auf einen kleinen Platz, der von Bäumen eingefaßt war.»Da drüben ist das Lokal, das ich meine. Es ist noch offen. Wir fallen nicht auf. Es kommen fast nur Ausländer dahin. Man wird uns für Leute halten, die morgen reisen werden. So wie die andern, die dort ihre letzte Nacht in Portugal feiern und morgen aufs Schiff gehen.«

Das Lokal war eine Art von Bar mit einem kleinen Viereck zum Tanzen und einer Terrasse, ein Platz, zurechtgemacht für den Touristenverkehr. Man hörte eine Gitarre und sah im Hintergrund eine Fadosängerin. Auf der Terrasse waren einige Tische mit Fremden besetzt. Eine Frau in einem Abendkleid und ein Ma

»Glauben Sie an ein Weiterleben nach dem Tode?«fragte der Ma

Ich blickte auf. Ich hätte alles andere erwartet. Es war eine zu unvermutete Frage.»Ich weiß es nicht«, erwiderte ich schließlich.»Ich war in den letzten Jahren zu sehr mit dem Weiterleben vor dem Tode beschäftigt. We

»Ich glaube nicht daran«, sagte er.

Ich atmete auf. Ich war bereit, einem Unglücklichen zuzuhören, aber ich hätte nicht gern diskutiert. Ich hatte keine Ruhe dazu. Unten lag das Schiff.

Der Ma

»So lange es ging.«

»Interniert?«