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Bolitho dachte an Belindas großes Haus in London.»Ich habe niemanden verstoßen. Ich habe vielmehr jemanden gefunden, den ich lieben ka
Sie standen einander wie Feinde gegenüber. Da
Herrick holte tief Atem und füllte beide Gläser nach. Die blauen Augen auf Bolitho gerichtet, erwiderte er:»Ich werde niemals damit einverstanden sein. Aber es wird meine Pflichterfüllung nicht beeinflussen.»
Bolitho nahm wieder Platz.»Sprich nicht von Pflichten zwischen uns, Thomas. Ich hatte zuviel davon in letzter Zeit.»
Da
«Barbaren«, murmelte Herricks.
Bolitho nickte.»Wir müssen jede Möglichkeit berücksichtigen und unsere Schiffe zusammenhalten, mit Ausnahme der Aufklärer. We
Bedächtig setzte er sein Glas ab.»Ich glaube nämlich nicht, daß die Franzosen bis zum nächsten Jahr warten werden. Sie haben ihren Kurs schon abgesteckt. «Er schaute auf die in der So
Herrick fühlte sich wieder auf sicherem Boden.»Wer ist jetzt dein Flaggkapitän?»
«Kapitän Keen. Es gibt keinen besseren, jedenfalls nicht, seit du über meinen Einfluß hinausgewachsen bist.»
Herrick verbarg nicht seine Rührung.»So hat es uns also alle wieder zusammengeführt?»
«Nur denk daran, Thomas, heute sind wir noch weniger.»
Bolitho stand auf und nahm seinen Hut.»Ich muß zur Hyperion zurück. Vielleicht später. «Aber er sprach es nicht aus, sondern legte Herricks Briefe auf den Tisch.
«Von England, Thomas. Es werden noch mehr >Neuigkeiten< drin sein. «Ihre Blicke trafen sich, und Bolitho schloß leise:»Mir wäre es lieber gewesen, du hättest es von mir selbst erfahren, von deinem Freund, statt deine Ohren mit Klatsch aus London zu beschmutzen.»
Herrick protestierte.»Ich wollte dich nicht verletzen, ich mache mir nur Sorgen um dich.»
Bolitho zuckte die Achseln.»Wir kämpfen zusammen in einem Krieg, Thomas, das muß genügen.»
Sie standen Seite an Seite an Deck, während Allday mit dem Boot hastig herbeiruderte. So war er noch nie überrascht worden. Wie alle anderen hatte auch er angenommen, daß der Vizeadmiral länger bei seinem Freund bliebe. Bolitho schritt zur Relingspforte, während die Seesoldaten Gewehre präsentierten, deren Bajonette wie Eis in der So
Er sah den Major der Wache herüberschielen, den präsentierten Degen noch in der behandschuhten Faust, und Herrick in jähem Erschrecken zu ihm treten.»Fühlen Sie sich nicht wohl, Sir Richard?«Bolitho schaute zum nächstliegenden Schiff hinüber und biß die Zähne zusammen. Wieder überzog der Schleier sein Auge. Dieser Besuch hatte ihn so bewegt und enttäuscht, daß er alle Vorsicht vergessen hatte. Im Nahkampf hätte es nur einer Sekunde bedurft.
Er erwiderte:»Wohl genug, vielen Dank. «Sie sahen sich an.»Es soll nicht wieder vorkommen.»
Einige Seeleute waren in die Wanten geklettert und bega
Allday legte Ruder und lauschte den Jubelrufen, die sich auf die anderen Vierundsiebziger übertrugen. Ihr Narren, dachte er ärgerlich. Was wißt ihr schon? Nur er hatte es gemerkt, hatte es sogar unten im Boot gefühlt: zwei Freunde, die sich nichts mehr zu sagen hatten, um die Kluft zu überbrücken, die sie tre
Er sah, daß der Schlagma
Bolitho drehte sich plötzlich um und beschattete seine Augen.
«Schon gut, Allday, entspa
Allday vergaß den unaufmerksamen Schlagma
«Ich weiß, aber im Augenblick habe ich genug davon.»
Das Boot glitt an Hyperions Großrüsten, und Bolitho schaute zur wartenden Ehrenwache auf. Er verhielt.»Zuweilen erhoffen wir eben zuviel, alter Freund.»
Da
«Was ist, Steuerma
Allday drehte sich um, seine Augen blitzten.»Und du! Achte in Zukunft auf den Takt, oder ich zieh dir's Fell ab!»
Er starrte hart auf die hochragende Bordwand. Aus der Nähe ko
Wie wir selber, dachte er beunruhigt. Warten aufs letzte Gefecht. We
XV Vereint handeln
Bolitho saß an seinem Pult und setzte seine Unterschrift auf noch eine Depesche an die Admiralität. Die Luft in der großen Kajüte war schwer und feucht; selbst bei geöffneten Stückpforten und offenem Oberlicht fühlte er, wie der Schweiß ihm den Rücken hinunterra
Er schaute auf das Datum der nächsten Depesche, die Yovell ihm diskret unterschob. September. Mehr als drei Monate, seit er sich von Catherine verabschiedet hatte und nach Gibraltar zurückgekehrt war. Er blickte zu den Heckfenstern hinaus — kaum ein Gekräusel heute. Die See war wie Glas, die So
So ko
Vom Feind fehlte jede Spur. Hyperion und ihre Geleitschiffe lagen westlich von Sardinien, während Herrick und sein erschöpftes Geschwader von der Straße von Messina bis nördlich zur Bucht von Neapel patrouillierte.
Der andere Bewohner der Kajüte hüstelte höflich. Bolitho sah auf und lächelte.»Routine, Sir Piers, aber es wird nicht mehr lange dauern.»
Sir Piers Blachford lehnte sich in seinem Sessel zurück und streckte die Beine aus. Den Offizieren des Geschwaders war seine Ankunft mit der letzten Kurierbrigg lediglich als eine weitere Einmischung Londons erschienen: ein Zivilist, den man ihnen schickte, um zu sondieren und zu untersuchen, ein abzulehnender Eindringling.
Doch dieser merkwürdige Ma
Blachford war ein Seniormitglied des Kollegiums der Chirurgen und einer der wenigen, die sich freiwillig gemeldet hatten, die Geschwader der Navy zu besuchen, ungeachtet der eigenen Unbequemlichkeit. Er sollte die medizinische Versorgung in den spartanischen und oftmals entsetzlichen Verhältnissen eines Kriegsschiffs untersuchen. Als Ma