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Bolitho trat in die Schlafkammer und schaute in den Spiegel. Nächsten Monat wurde er siebenundvierzig. Wo waren die Jahre geblieben? Er sah zwar zehn Jahre jünger aus, aber der Gedanke an die so schnell verstrichene Zeit bedrückte ihn. Er dachte an Belinda in Falmouth. Würde er bei seiner Rückkehr weitere Veränderungen vorfinden? Mit einer Grimasse wandte er sich vom Spiegel ab.»Falls ich zurückkomme.»

Ozzard fuhr zusammen.»Sir?»

Bolitho lächelte.»Nichts. Ich war nur zu lange an Land.»

Ozzard verstaute Kleider in einem schönen alten Kleiderschrank. Bei einer seiner Schubladen zögerte er und bega

Twigg, sein neuer Helfer, lugte ihm über die Schulter.»Hängen wir das Bild auf, Tom? We

«Zurück an die Arbeit!«Ozzard schloß die Schublade sorgfältig. Es war nicht Twiggs Schuld, daß er das Bild mit einem von Lady Belinda verwechselt hatte. Ozzard aber wußte es besser: Er hatte Bolitho ihren Namen rufen hören, als er schwer verwundet gewesen war: Cheney… Warum hatte sie sterben müssen? Er hob ein Paar Schuhe auf und starrte es blicklos an.

Das Deck schwankte leicht. Ozzard seufzte.

Dies war ein Leben, das er verstand. Und es war besser als das auf den Sträflingsschiffen.

Drei Tage später segelte das kleine, von Argonaute geführte Geschwader bei kräftigem Nordwind mit Westkurs den Ärmelkanal hinunter.

Für den Admiral war kein Brief mehr eingetroffen. Bo-litho verschloß seinen in der Kassette und sah zu, wie das Land in der Abenddämmerung hinter ihm versank. Mein England, wa

Gleichgültig wie immer, verweigerte die See ihm jede Antwort.

II In Seenot

Bolitho schritt übers Poopdeck und beobachtete die drei Linienschiffe in ihrem Kielwasser. Zwei lange Tage waren vergangen, seit sie vor Spithead Anker gelichtet hatten, und abgesehen vom Exerzieren mit Segeln und Geschützen hatte nur wenig das Einerlei unterbrochen.

Inchs Helicon lag direkt achteraus, in Kiellinie folgten Dispatch und Icarus, die dazu allerdings erst ein paar unverblümte Rüffel vom Flaggschiff hatten erhalten müssen. Sie mußten jetzt lernen, auf Station zu bleiben und jedes Signal ohne Verzögerung zu beantworten. Später hatten sie für so etwas keine Zeit.

Weit an Steuerbord stand in Luv die einsame Fregatte Barracouta, bereit, vorm Wind heranzueilen, ein gesichtetes Schiff zu überprüfen oder ihre größeren Begleiter zu unterstützen. Bolitho ko

Bolitho hatte die Lagebesprechung Keen überlassen, als sich die Kommandanten in der Messe der Argonaute versammelten. Ansprachen, die nur einen Selbstzweck erfüllten, haßte er. We

Inchs Gesicht war vor Freude ganz zerknittert, als er von Bolitho an Bord willkommen geheißen wurde. Verändert hatte er sich nicht. Er war immer noch so eifrig und vertrauensselig, daß Bolitho seine Zweifel nie mit ihm hätte teilen kö

Bolitho wandte sich um und sah den Matrosen bei der Arbeit auf dem Batteriedeck zu. Ihm waren mehrere Gesichter aufgefallen, die er noch von Achates her ka

Er hatte den leichtfüßigen, verwachsenen Stückmeister Crocker wiedergesehen, der damals den Großmast weggesprengt und so das Gefecht beendet hatte. Auch er war unverändert, abgesehen von einer neuen Uniform. Er war nun Maat und selten weit entfernt, we

Auf dem Backbord-Seitendeck sah er Allday mit einem Jungen, den er für den neuentdeckten Sohn hielt. Unglaublich! Er fragte sich, wa

Vom Vorschiff schlug es zwei Glasen, und Bolitho bewegte sich unruhig. Er fühlte sich von diesem Schiff und den anderen, die seiner Flagge folgten, seltsam distanziert. Keen und seine Offiziere kümmerten sich um alles; Tag für Tag wurde die Besatzung der Argonaute dazu ermuntert und angetrieben, ein gutes Team zu bilden. Die Zeit, die das Klarmachen zum Gefecht, das Reffen oder Setzen der Segel in Anspruch nahm, wurde minutenweise verkürzt, aber Bo-litho ko

Die Stunden zogen sich träge dahin, und er beneidete Keen und die anderen Kommandanten, die ihre Tage mit Arbeit ausfüllen ko

Er ging zur anderen Seite und starrte auf die stumpfe graue See und die anrollenden Wellenkämme hinunter. Hundert Meilen querab lag Lorient. Brest, wo dieses Schiff gebaut worden war, hatten sie in der Nacht passiert. Ob Argonaute das wohl gespürt hatte?

Seltsamerweise war auch Inchs Helicon eine französische Prise, hatte aber einen neuen Namen erhalten, wie es Sitte war, we

Bolitho berührte die Finknetze. Von Argonaute ko

«An Deck! Rapid signalisiert, Sir!»

Bolitho schaute hoch zum Ausguck in seinem schwankenden Krähe

Bolitho sah den schlanken Midshipman rasch die Wanten erklimmen. Er war sechzehn, sah aber älter aus und alberte in seiner Freizeit oder auf Hundewache nur selten mit den anderen» jungen Gentlemen «herum.

Bolitho fragte sich kurz, ob sich auch Adam so ernst verhalten hätte, we

Endlich war Sheaffe in der Lage, sein großes Signalfernrohr auszurichten, und rief hinunter:»Von Supreme, wiederholt von Rapid, Sir!«Aller Augen ruhten auf seiner verkürzten Silhouette. Die Wolken schienen dicht überm Masttopp dahinzujagen.»Im Süden Segel gesichtet!»

Keen schaute Bolitho an.»Franzosen, Sir?»

«Das möchte ich bezweifeln«, meinte Bolitho.»Gestern sahen wir Teile unseres Blockadegeschwaders. An dem müßte sich der Feind erst vorbeigestohlen haben. «Er lächelte über Keens Miene. Der Ma

«Supreme soll nachsehen«, befahl Bolitho.»Sie trägt zwar nur Spielzeugkanonen, läuft aber jedem anderen Schiff davon.»

Entsprechende Signalflaggen wurden gehißt und flatterten steif im Wind. Rapid gab das Signal an den Kutter weiter, der außer Sicht des Flaggschiffs stand. Bolitho wußte, daß Hallowes zum Leichtsi

Da hörte er neben sich Schritte und sah seinen Flaggleutnant die Signalgasten kritisch mustern. Als Sheaffe wieder an Deck rutschte, sagte Stayt:»Immer langsam. Das muß noch besser klappen, Mr. Sheaffe, oder Sie bekommen es mit mir zu tun.»