Страница 7 из 72
Auch Bolitho sah jetzt seinen Neffen an. Der Augenblick war da, den er bisher aufgeschoben hatte, aber sie mußten die leichte Brise zum Auslaufen nutzen. Er merkte, daß Yovell ihn anstrahlte, und bega
Zu Keen sagte er:»Ich komme gleich an Deck, Kapitän Keen.»
Da
«Wahrscheinlich ein dummes Versehen, Sir«, meinte Keen.
Doch im Vorbeigehen drückte Bolitho seinem Neffen den Brief in die Hand.»Ich bin oben, we
Verwirrt begleitete Keen seinen Vizeadmiral aus dem Schatten des Hüttendecks hinaus und an dem großen Doppelrad vorbei, wo die Rudergänger und der Steuerma
Überall wimmelte es von Matrosen und Soldaten. Die Toppgasten waren längst aufgeentert und hingen wie Affen auf den oberen Rahen, um die lose aufgegeiten Segel fallen zu lassen. Alle Brassen waren bema
Allday stand neben einem der Zwölfpfünder auf dem Achterdeck, als ihm plötzlich auffiel, daß Ozzard vergessen hatte, Bolitho den alten Familiensäbel umzuschnallen. Mit einem lautlosen Fluch ra
Doch er erstarrte, als er Pascoe mitten im Raum stehen sah, ein geöffnetes Schriftstück wie vergessen in der herabhängenden Hand.
Wie Yovell, der fast alle Briefe für den Vizeadmiral schrieb, wußte auch Allday, was in dem Schriftstück stand. Es hatte ihn tief bewegt, daß er zu den wenigen Eingeweihten gehörte.
«Alles in Ordnung, Sir?«fragte er.
Als sich der junge Leutnant ihm zuwandte, gewahrte Allday mit Schrecken, daß seine Wangen träne
Allday war in seinem Leben weit herumgekommen, und Bolitho hatte schon öfter erklärt, daß er es mit einer ordentlichen Erziehung zu sehr viel mehr gebracht hätte als bis zum Seema
Der Brief war adressiert an: >Seine Hochwohlgeboren Adam Bo-litho, Flaggleutnant auf Seiner Brita
Allday führte ihn zu der Polsterbank unter den Heckfenstern.
«Ich hole Ihnen etwas zu trinken, Sir. Und da
Wie aus einer anderen Welt klang der Ruf zu ihnen herab:»Anker ist frei, Sir!»
Das Getrappel zahlloser Füße und das rauhe Geschrei der Decksoffiziere schienen von weit her zu kommen.
Allday goß Brandy in ein Glas und brachte es dem Leutnant, den er ka
«Hier bitte, Sir.»
Adam faßte sich allmählich.»Sie wollen wissen, ob ich mich freue«, sagte er leise.»Meine Empfindungen lassen sich nicht in Worte fassen. Er mußte doch nicht.»
Allday hätte gern ebenfalls einen Schluck getrunken.»Aber es war sein Wunsch. Schon lange.»
Das Deck unter ihren Füßen krängte leicht, als das Schiff unter Mars- und Vorsegeln in der schwachen Brise Fahrt aufnahm.
Allday hob den abgewetzten alten Säbel von seinen Haken an der Wand und betrachtete ihn. Beim letzten Mal hätten sie ihn beinahe für immer verloren. Eines Tages würde er also diesem jungen Ma
Leutnant Adam Bolitho wischte sich die Augen mit der Manschette trocken.»Da
Der junge Spund freute sich also wirklich, dachte er. Das mochte er ihm auch geraten haben. Anderenfalls hätte er ihn trotz seines Offiziersranges übers Knie gelegt und versohlt.
Adam trat in den So
Bolitho sah ihm dabei zu.»Danke, Adam«, sagte er mit Wärme.
Der Leutnant nickte und suchte nach Worten, aber Bolitho nahm seinen Arm und führte ihn beiseite, wandte sich mit ihm der welligen Küstenlinie zu, die querab vorbeizog und zurückblieb, während das Schiff in tieferes Wasser glitt.
«Später, Adam. Wir haben noch viel Zeit.»
Der Erste Offizier hob sein Sprachrohr und spähte durch das Gewirr der Takelage nach oben.»Los Bramsegel!»
Er warf einen Blick zu der Gruppe, die in Luv stand: der noch jugendliche Vizeadmiral mit seinem Adjutanten; er wollte wohl sehen, ob das Schiff gut genug für ihn war.
Allday war der Blick nicht entgangen. Ein Grinsen unterdrückend, dachte er: Junge, du hast noch eine Menge zu lernen. Du weißt gar nicht, wieviel.
III Das Schiff ohne Namen
Die ganze erste Woche nach ihrem Auslaufen hatte Achates mit schwachen und umspringenden Winden zu kämpfen. Kaum eine Stunde verging, ohne daß die Segel neu getrimmt werden mußten, damit sie Ruder im Schiff behielten und beim Kreuzen nicht auf den alten Kurs zurückgedrückt wurden.
Die nervtötende Eintönigkeit wirkte sich auf die Stimmung an Bord aus. Nach dem Zeitdruck und der Aufregung des Aufbruchs führte die plötzliche Untätigkeit des öfteren dazu, daß Aufsässigkeit und Streitsucht mit Auspeitschungen an der Gräting geahndet werden mußten.
Bei einem solchen Strafvollzug hatte Bolitho Keens Miene genau beobachtet. Manche Kommandanten hätten sich davon nicht weiter erschüttern lassen, schließlich gehörte auch das zur Bordroutine; aber Keen war da anders. Bezeichnenderweise kam Bolitho gar nicht auf den Gedanken, daß er Keen auch darin in langen Dienstjahren selbst geprägt hatte.»Das Schlimmste daran ist«, hatte Keen bemerkt,»daß ich die Gefühle der Delinquenten verstehen ka
Erst zu Begi
Die Ausguckposten in den Masttopps hatten bisher nur selten Segel an der verschleierten Kimm gesichtet, und auch diese Unbeka