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Bolitho trat aus dem Schatten der Poop nach vorn zur Querreling. Rund um ihn gingen halbnackte Seeleute ihrer Arbeit nach, die auf einem Kriegsschiff nie ein Ende fand, und warfen ihrem Admiral neugierige Blicke zu. Sie ko

Er blickte nach oben und studierte ein Segel nach dem anderen. Im Augenblick standen alle voll, trotzdem ko

Daran dachte Bolitho nicht gern zurück. Warum hatte Nancy geschrieben und nicht Belinda? Traf zu, was Keen gesagt hatte, oder sollte der Brief ihn nur auf noch schlechtere Nachrichten vorbereiten?

Belinda war also krank. Es ko

Bolitho wanderte auf den weißgescheuerten Decksplanken auf und ab, die in den 21 Jahren, die das Schiff schon auf dem Buckel hatte, von Tausenden nackter Füße geglättet worden waren.

Gewaltsam verdrängte er Falmouth aus seinen Gedanken, aber statt dessen fiel ihm sein Neffe ein.

Bolitho hätte alles darum gegeben, noch in Boston bleiben zu kö

Keen trat zu ihm an die Reling.»Der Wind steht durch, Sir«, meinte er.

Acht Tage — die längsten Tage, an die Keen sich eri

Bolitho blickte zum Verklicker auf, der unlustig flappte.

«Also morgen, Val.»

«Aye, Sir. Mr. Knocker hat mir versichert, daß wir um Mittag auf der Höhe von San Felipe stehen, we

Bolitho blickte hinaus auf die schwach bewegte See, aus der ab und zu eine Gischtfeder wuchs, die ein springender Fisch aufwarf. Wie Keen hatte er die See- und Landkarten von San Felipe so eingehend studiert, daß er sie auch geschlossenen Auges vor sich sah: fünfzig Meilen lang, aber höchstens zwanzig Meilen breit, wurde die Insel von einem erloschenen Vulkan beherrscht und wies an ihrer Südseite einen weitläufigen Naturhafen auf. Gefährliche Riffe verwehrten die Zufahrt von Norden her, und ein weiterer Korallengürtel schützte die kleine Nebeninsel auf der gegenüberliegenden Seite. Ein großartiges Versteck, auch ohne die alte Festung, die die Einfahrt nach Rodney's Harbour beherrschte. An Süßwasser bestand kein Mangel, und die reiche Ernte an Zuckerrohr und Kaffeebohnen erhöhte noch den Wert der Insel. Wieder ertappte sich Bolitho bei dem Gedanken, daß er Gouverneur Rivers' Meinung teilte: Es war widersi

Keen sagte gerade:»Bei dieser Windrichtung werde ich den Hafen von Südost ansteuern, Sir. Bin froh, daß wir nicht im Dunkeln einlaufen müssen.»

Das klang beiläufig, aber Bolitho hörte doch Keens Sorge um sein Schiff heraus. In den Gewässern um San Felipe verkehrten Briggs und Schoner, aber ein Linienschiff, auch we

«Ich möchte so bald wie möglich an Land gehen und beim Gouverneur vorsprechen«, sagte Bolitho.»Wir wissen, daß Duncan einen Wortwechsel mit ihm hatte.»

Auf dem Seitendeck sah Bolitho Midshipman Evans am Segelmacher und seinen Gehilfen vorbeihasten; der Junge wandte sich um und starrte zum Achterdeck zurück, da

«Heute nacht ist wieder einer von den Verwundeten der Sparrow-hawk gestorben, Sir«, berichtete Keen.

Bolitho nickte. Noch ein Opfer. Die Segelmacher würden es in eine alte Hängematte ei

«Midshipman Evans soll sich bei meinem Sekretär melden«, wies er Keen an.»Die Arbeit für mich wird ihn ablenken.»

Damit wandte er sich um und marschierte auf und ab, bis ihm das Hemd klitschnaß am Leib klebte.

«An Deck!»

Keen blickte in die Takelage auf, mußte aber die Augen vor der grellen So

Aus dem Krähe

Mit einem Grinsen wandte sich Keen dem Master zu.»Gut gemacht, Mr. Knocker. Wir bleiben auf diesem Bug, bis wir die Hafeneinfahrt anliegen kö

Knocker grunzte nur; sein hageres Mönchsgesicht verriet weder Genugtuung noch Ärger.

«Ich lasse den Toten während der Hundewache über Bord gehen, Sir. «Quantock ko

Keen fuhr herum und bemühte sich, die Abneigung gegen seinen Stellvertreter zu unterdrücken.

«Wir werden ihn mit den gebotenen Ehren bestatten, Mr. Quantock. Lassen Sie die Freiwache in der Abenddämmerung nach achtern purren.»

Der Leutnant zuckte mit den Schultern.»We

Keen sah, wie Yovell den kleinen Midshipman in die Achterkajüte führte, und sagte scharf:»Er war ein Mensch, Mr. Quantock!»

Als die Nacht über die Kimm kroch und das langsam dahinziehende Schiff einzuhüllen bega

Bolitho hatte seine Uniform angelegt und stand neben Keen, der im Licht einer Windlaterne einige Sätze aus der Bibel verlas, obwohl er sie wahrscheinlich auswendig ka

Am nächtlichen Horizont war die Insel bereits verschwunden. Den ganzen Tag war sie langsam über die scharfe, dunkelblaue Kimm gestiegen, hatte an Kontur und Breite zugenommen, als wachse sie ihnen entgegen.

«Machen Sie weiter, Mr. Rooke«, sagte Keen.

Bolitho hörte den Toten von der Gräting rutschen und mit lautem Klatschen neben der Bordwand aufschlagen; von einer Kanonenkugel beschwert, trat er nun seine letzte Reise zum Meeresgrund an.

Ein Schauder überlief Bolitho, und er fühlte wieder den stechenden Schmerz in seiner alten Schenkelwunde.

Ein Seesoldat faltete bereits die Nationalflagge zusammen, die den Toten bedeckt hatte; die Freiwache schlurfte in ihr Logis. Der wachhabende Offizier hatte es eilig, abgelöst zu werden und ebenfalls in die Messe zu seinen Kameraden zu kommen. Das gewohnte Bordleben nahm seinen Fortgang — wie immer.

Aber Bolitho sah vor sich, wie das jämmerliche Bündel Mensch achteraus langsam tiefer sank, und hörte wieder die gefühllosen Worte des Ersten und Keens wütende Zurechtweisung.

Nicht einer von uns.

Der nächste, dachte er bitter, wird einer von uns sein.

Der Himmel über der Massachusetts Bay wirkte drohender, als ihn Adam während ihrer langen Liegezeit jemals erlebt hatte.

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Etmal = die von Mittag bis zum nächsten Mittag zurückgelegte Strecke