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Duncan fragte sich, was wohl auf dem anderen Schiff geschah. Es war in Sicht gekommen, kurz bevor die Flaute beide Schiffe lähmte und in der drückenden Hitze auf der Stelle hielt.

Der Erste Offizier kehrte zurück, nachdem er die Toppsgasten in die Takelage gescheucht hatte.»Der Ausguck im Masttopp meldet, daß unser heimlicher Begleiter bei Wachwechsel immer noch zu sehen war.»

Wie zur Bestätigung erklang eine Stimme aus dem Großmasttopp und ließ mehrere Seeleute nach oben spähen.

«An Deck! Schiff in Luv voraus! Setzt die Bramsegel!»

Duncan quittierte mit einem Grunzen und wandte sich nach vorn, um sein eigenes Schiff zu beobachten, das sich unter dem wachsenden Winddruck schon leicht überzulegen bega

Der Segelmeister stellte fest:»Sie wird auf konvergierendem Kurs zu uns liegen, Sir.»

«Ein Ma

Duncan verdrängte die momentan in ihm aufsteigende Besorgnis. Im ersten Augenblick hatte er geglaubt, das andere Schiff sei die Achates, und Bolitho komme ihm entgegen, um den Grund für seine Verspätung zu erfahren.

Mit knarrenden Blöcken und knirschenden Leinen bega

«Nord zu West, Sir! Voll und bei!»

Duncan rieb sich das rote Gesicht, während er auf mehr Wind wartete. Aber er reichte schon aus, das Schiff Fahrt aufnehmen zu lassen. Selbst das winzige Eiland, das eine Zeitlang an der Kimm gestanden hatte, war bereits verschwunden, bevor der Master es identifizieren ko

Auch bei San Felipe hatte er solch kleine Inseln gesichtet, eine davon sogar seltsamerweise mit einem Kirchturm. Man hatte ihm gesagt, daß sich dort ein Missionsorden niedergelassen habe und in völliger Abgeschiedenheit lebe.

San Felipe war ursprünglich in spanischem Besitz gewesen, deshalb mochten diese Mönche durchaus ein Überbleibsel aus alten Zeiten sein. Duncans Laune bega

«Ich gehe unter Deck, Mr. Palmer. Muß noch einen Brief beenden. Wer weiß, vielleicht kö

Palmer lächelte. War der Kommandant guter Stimmung, war das Leben leichter für alle.

Als die Segel im Wind immer voller standen und die weiße Bugwelle allmählich wuchs, wurde auch das andere Schiff größer und größer; zielstrebig kam es auf konvergierendem Kurs heran.

Zu groß für eine Fregatte, überlegte Palmer, der in den Webeleinen in Luv hing und sein Teleskop auf den Fremdling richtete. Er leuchtete grell in der So

Wahrscheinlich ein Westindienfahrer, konstatierte Duncan. Die waren neuerdings so schnittig wie Kriegsschiffe. Nicht umsonst hieß es ja, daß so ein Gemüsekipper mit einer Fahrt me hr verdiente als ein Marineoffizier in zehn Jahren.

«Sie hißt ein Signal, Sir!»

«Das sehe ich selbst, verdammt!«Palmer hatte das lange Warten bei Hitze und Flaute zermürbt; so grob zu reagieren, war sonst nicht seine Art.

Der Signalfähnrich schluckte nur und richtete sein starkes Glas auf das andere Fahrzeug, beobachtete die bunten Flaggen, die an seiner Signalrah aufstiegen.

«Sie haben uns etwas mitzuteilen, Sir.»

Der Erste Offizier unterdrückte einen Fluch. Wahrscheinlich war die Mitteilung völlig bedeutungslos; aber während sie überflüssige Informationen austauschten, ko

«Bestätigen Sie, Mr. Clements«, befahl er unwirsch und winkte den Midshipman der Wache heran.»Und Sie, Mr. Evans, melden dem Kommandanten, daß wir beidrehen müssen.»

Palmer wandte sich wütend ab; das würde dem Kommandanten die gute Laune rasch verderben.

Mit bis zum Gürtel offenem Hemd kam Duncan aus dem Kajütsniedergang und musterte wortlos das fremde Schiff. Es ko

«Kürzen Sie Segel, Mr. Palmer. Klar zum Beidrehen.»

Er verschränkte die Hände auf dem Rücken und sah zu, wie seine Leute auf ihre Stationen eilten.»Hart Luvruder!»

Duncan winkte nach dem Midshipman.»Ihr Glas bitte, Mr. Evans.»

Als er das Teleskop entgege

Duncan hob das Glas und spreizte gleichzeitig haltsuchend die Beine, weil das Schiff gerade in ein Wellental sackte; vorn fierten die Seeleute die Stagsegelschoten, damit Sparrowhawk durch den Wind drehen ko

Duncan lächelte grimmig in sich hinein. Er führte sein Schiff gern mit fester Hand, zwang es ins Joch wie ein eigenwilliges Pferd.

Aber er erstarrte, als das andere Schiff riesenhaft in seiner Teleskoplinse auftauchte. Seine Rahen schwangen herum, die Segel blieben steif wie eiserne Brustpanzer, und es wechselte den Kurs, aber nicht um anzuluven, sondern nach Steuerbord. Do

Duncan brüllte:»Belege das, Mr. Palmer! Anluven!«Aber es war zu spät, seinen letzten Befehl rückgängig zu machen.

An Deck herrschte Konfusion. Mä

Duncan kam ins Schwanken, als das Deck sich überlegte und das Schiff zu reagieren versuchte; aber sie hatten sich festgesegelt. Die Segel killten und schlugen wirkungslos gegen Masten und Spieren.

«Klar zum Gefecht!»

Mit wildem Blick starrte Duncan zu dem Fremden hinüber, trotz der Hitze fror er bis ins Mark. Er hätte es vorhersehen müssen! Jetzt war es zu spät, de

Duncan stand wie angewurzelt, dem regelmäßigen Einzelfeuer zugewandt, das jetzt aus der Bordwand des Fremden schoß und mit gelbroten Feuerzungen nach ihnen leckte, gefolgt von dick heranrollenden Rauchbänken. In der nächsten Sekunde krachte ein Eisenhagel mit infernalischer Gewalt in Rumpf und Rigg der Fregatte, mähte Mä

Duncan krallte die Fäuste in die Webeleinen und schrie wie ein verwundeter Stier, als eine Kugel auf dem Achterdeck eine Kanone umriß und über die splitternden Planken weiterpflügte, eine Spur aus Blut und Leichen hinter sich herziehend.

Er spürte einen Schlag gegen seine Hüfte wie von einer Axt, und als er hinblickte, pulsierte Blut in breitem Strom an seinem Bein hinunter; da