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Kapitän Neale hatte den günstigen räumen Wind dazu genutzt, seine Leute an und über Deck exerzieren zu lassen. Den ganzen Nachmittag vibrierten die Planken vom Stampfen nackter Füße, erschollen die antreibenden Stimmen von Offizieren und Decksoffizieren, die aus Chaos Ordnung zu schaffen bemüht waren. Was die Ma

Bolitho bemerkte Neale, der mit seinem wortkargen Ersten Offizier am Luvschanzkleid des Achterdecks lehnte, das Haar vom Wind ins Gesicht geweht und die Augen überall auf der Suche nach einem Fehler bei der Segelbedienung oder einem Bummelanten, der seinen Befehlen nicht flott genug nachkam. Solche Nachlässigkeiten ko

Neale entdeckte seinen Admiral und eilte grüßend herbei.

«Bi

Bolitho schritt zu den Finknetzen und mußte sich kräftig festhalten, als das Schiff wieder einmal nach vorne und abwärts schoß, wobei der Klüverbaum die Gischt wie eine Lanze durchstach. Kein Wunder, daß Adam so ungeduldig auf das Kommando über ein eigenes Schiff wartete; ihm selbst war es nicht anders ergangen. Bolitho sah zu den vollstehenden Segeln auf, zu den Toppsgasten, die mit gespreizten Beinen in den Fußpferden der schwankenden Großrah standen. Ja, das hatte er am meisten vermißt: die Gelegenheit, ein Schiff wie die Styx zu zähmen und seinem Willen zu unterwerfen, sich geschickt mit Ruder und Segeln gegen seinen unbändigen Freiheitsdrang zu behaupten.

Neale hatte ihn beobachtet.»Hoffentlich werden Sie hier nicht allzusehr gestört, Sir?«fragte er.

Bolitho schüttelte den Kopf. Für ihn war es wie ein Aufputschmittel, die beste Arznei gegen alle Sorgen; nur das Hier und Jetzt zählte noch.

«An Deck!«Der Ruf des Ausguckpostens wurde vom Wind verzerrt.»Land in Luv voraus!»

Neale grinste triumphierend und riß ein Fernrohr aus seiner Hal-terung neben dem Ruder. Er stellte es richtig ein und reichte es Bolitho.

«Dort drüben, Sir: Frankreich.»

Bolitho wartete, bis das Deck auf einem Wellenkamm kurz ruhig lag, da

Nun ko

I

Daß Bolitho die vorgeschlagene Taktik so ruhig besprechen ko

Leutnant, Kapitän oder jetzt Konteradmiral — Bolitho war derselbe geblieben, fand sich aber damit ab, daß mit der Beförderung in den Stabsrang alles für ihn anders geworden war. Jetzt kam es nicht mehr darauf an, sich mit Mut und Wahnwitz zu behaupten und eher Leib und Leben zu riskieren, als vor den Untergebenen Schwäche oder Furcht zu verraten. Auch war es nicht mehr eine Frage des blinden Gehorsams unter allen Umständen, gleichgültig, welch entsetzliche Szenen sich rundum abspielten. Jetzt hatte er über das Schicksal anderer zu bestimmen, und ob sie überlebten oder starben, hing von seinen Fähigkeiten ab, von seiner Auslegung der wenigen Informationen, die er zur Verfügung hatte. Genaugenommen entschied er mit seinem Urteil nicht nur das Geschick der ihm Untergebenen, sondern darüber hinaus — und das hatte Beauchamp ihm klargemacht — auch das Schicksal unzähliger anderer Menschen, vielleicht sogar das des ganzen Landes.

In der Tat, die Marine war eine grausame Lehrmeisterin, dachte Bolitho. Aber das Ergebnis ko

Neale schien den prüfenden Blick seines Vorgesetzten nicht bemerkt zu haben.»Um Mitternacht gehen wir auf den anderen Bug, Sir«, sagte er.»Hoch am Wind wird es da

Bolitho lächelte, weil ihm Browne einfiel, der halbtot vor Seekrankheit unten in seiner Kajüte lag.»Da

«Aye, Sir. «Neale wandte sich um, als ein Midshipman über die nassen Planken heranbalancierte und schnell etwas auf die Schiefertafel neben dem Ruder kritzelte.»Oh, dies ist Mr. Kilburne, Sir, unser Signalfähnrich.»

Der Junge, etwa sechzehn Jahre alt, erstarrte und blickte Bolitho an, als sei er der Leibhaftige.

Bolitho mußte lächeln.»Freut mich, Sie ke

Da der Fähnrich immer noch dastand wie vom Schlag gerührt, fuhr Neale fort:»Mr. Kilburne hat eine Frage an Sie, Sir.»

Leise sagte Bolitho:»Quälen Sie den Jungen nicht, Neale. Haben Sie de

Kilburne stammelte, offenbar überrascht, daß er seinem Admiral Auge in Auge gegenüberstehen und trotzdem noch atmen ko

Mit» alle «meinte er wahrscheinlich die drei anderen Midship-men des Schiffs, dachte Bolitho.

Kilburne fing sich etwas.»Stimmt es, Sir, daß die erste Fregatte, die Sie befehligten, Phalarope war?«platzte er heraus.

Schroff sagte Neale:»Das reicht, Mr. Kilburne!«Entschuldigend wandte er sich an Bolitho.»Bitte um Vergebung, Sir. Ich dachte, der junge Tölpel wollte was ganz anderes fragen.»

Aber Bolitho war die plötzliche Anspa