Страница 4 из 78
Das Bild des hohen Dienstzimmers in der Admiralität, der Blick auf die belebte Straße, die eleganten Kutschen, vielfarbigen Damenroben und scharlachroten Uniformen verschwamm vor Bo-lithos Augen und wich wieder dem Anblick der Kapitänskajüte auf der Benbow. Er sagte:»Admiral Sir George Beauchamp hat mir befohlen auszulaufen, Thomas. Es darf keine Widerrede und nur die geringstmögliche Verzögerung geben. Unvollendete Reparaturen, Unterbema
Herrick ko
«Ka
Vorsichtig erkundigte sich Herrick:»Als Sie nochmals kurz nach Falmouth zurückkehrten, Sir…«Bolithos Blick fiel durch die Heckfenster auf ein Proviantboot, das sich der Benbow näherte. Er antwortete:»Als ich zurückkam, stand das Haus leer. Zum großen Teil war das meine eigene Schuld. Belinda ist mit meiner Schwester und deren Ma
Er wandte sich ab, um seine Verbitterung, seine Verzweiflung zu verbergen.
«Wer hätte auch vermutet, daß ich nach dem Dienst in der Ostsee und nach dieser Hölle von Kopenhagen schon so bald wieder auslaufen muß?«Er blickte sich um, wie nach den Toten und Verwundeten, welche diese Kajüte schon gesehen hatte.»Wie wird sie es aufnehmen, Thomas? Was bedeuten Worte wie >Pflicht< und >Ehre< für eine Frau, die schon so viel verloren hat?»
Herrick beobachtete Bolitho und scheute sich fast zu atmen. Er ko
Herrick ka
«Sie wird mich verachten, Thomas. Jemand anderer hätte an meiner Stelle segeln kö
Herrick mußte lächeln.»So etwas denkt sie ganz bestimmt nicht, Sir, das wissen Sie auch. Wir wissen es beide.»
«Wirklich?«Bolitho legte Herrick im Vorbeigehen die Hand auf die Schulter, als suche er eine Bestätigung.»Ich wollte ja noch bleiben. Aber ich hatte Beauchamps Drängen zu folgen. Es war das mindeste, was ich ihm schuldete.»
Es hatte ihn an den Alptraum eri
Trotz seines Kummers mußte Bolitho lächeln. Die Royal Navy brauchte dringend erfahrene Offiziere, und Adam Pascoe war versessen auf jede Gelegenheit, die ihn seinem großen Ziel, dem Kommando über ein eigenes Schiff, näherbringen ko
Gedämpft drang die Stimme des Wachtpostens durch die Tür:»Der Bootsführer des Admirals, Sir!»
Allday trat ein und lächelte breit zu Bolitho hinüber, Herrick begrüßte er mit einem fröhlichen Nicken:»Captain Herrick, Sir. «Da
Bolitho schlüpfte in seinen Uniformrock und ließ Ozzard den Haarzopf über dem goldbetreßten Kragen zurechtzupfen. Die ganze Angelegenheit hatte nur eine gute Seite, und beinahe hätte er sie vergessen.
«Ich werde meine Flagge auf Styx setzen, Thomas. Je früher ich zu den anderen Schiffen meines Geschwaders vor Belle Ile stoße, desto besser. «Aus der I
Herrick hatte einen Kloß in der Kehle.»Ich, Sir — Kommodore?»
Allday grinste breit.»Gut gemacht, Sir!»
Herrick starrte auf den roten Wimpel zu seinen Füßen nieder.»Und mit einem eigenen Flaggkapitän? Wen — ich meine, was.»
Bolitho ließ mehr Wein kommen. Der Kummer drückte ihm immer noch das Herz ab, er fühlte sich Belinda gegenüber weiterhin als Versager, aber die Verwirrung seines Freundes hatte ihn doch etwas aufgeheitert. Hier waren sie in ihrer Welt. Jene andere Welt, in der von Heirat gesprochen wurde und von Geborgenheit, von Frieden und einer gesicherten Zukunft, sie hatte hier an Bord nichts zu suchen.
«Bestimmt ist in den Depeschen, die Sie aus London erreichen werden, alles Nähere erläutert, Thomas. «Herricks Verstand hatte die Neuigkeit jetzt sichtlich akzeptiert und bega
Herrick nickte bedächtig.»Ja, wahrscheinlich. «Aber da
Nun mußte Bolitho sich abwenden, um seine Rührung zu verbergen. Wie typisch für Herrick, als erstes an so etwas zu denken! Nicht an die längst überfällige Beförderung, die sein Recht und sein Verdienst war, sondern an die Auswirkungen, die sie auf ihre Freundschaft haben mochte.
Alldays Aufmerksamkeit schien plötzlich ganz von den beiden Säbeln, die am Querschott hingen, in Anspruch genommen. Der eine war eine Prunkwaffe, Bolitho in Anerke
7
am 1.8. 1798