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Leutnant Speke wandte sich ihm beflissen zu.»Verzeihung, Sir?»

Bolitho hatte nicht bemerkt, daß er ihren Namen laut ausgesprochen hatte.»Nichts, Mr. Speke.»

Herrick, der ihn ebenfalls gehört hatte, wandte sich ab, um ein Lächeln zu verbergen und dem Schicksal zu danken, das Bolitho ein so unerwartetes Glück geschenkt hatte.

Der alte Grubb bemerkte indessen nichts von alledem. Er schnaubte sich geräuschvoll die Nase und brummte:»Schöner Wind. Wie ich's vorausgesagt habe. Läuft alles bestens.»

Drüben, auf dem gischtübersprühten Festungswall, rief Dulcie Herrick:»Kommen Sie herunter, meine Liebe, Sie erkälten sich sonst noch auf den Tod!»

Sie hatte selber das heftige Verlangen gehabt, dem Schiff zuzuwinken, als es Segel setzte und majestätisch Fahrt aufnahm, aber aus ihrer erst kurzen Erfahrung wußte sie, daß die Mä

Die junge Frau drehte sich um und schaute zu ihr herunter. In ihren braunen Augen standen Tränen.»Haben Sie die Matrosen singen gehört?»

«Ja, einen Shanty. Das rührt auch mich immer, und heute ganz besonders.»

Belinda stieg die Steinstufen herunter und hakte sich bei Dulcie ein.

«Es gibt noch so vieles, was ich wissen möchte, über ihn und seine Welt. «Sie drückte den Arm ihrer Begleiterin und setzte hinzu:»Ich war ja so dumm, Dulcie. Beinahe hätte ich ihn verloren.»

Die Tage, die der Rückkehr der Benbow zum Geschwader folgten, waren lediglich durch ihre Ereignislosigkeit und Eintönigkeit bemerkenswert. Als die Tage sich zu Wochen dehnten und Bolithos von Wind und Wetter mitgenommenen Schiffe immer wieder ihre endlosen Patrouillenkurse segelten, schien es vielen von ihnen, als wären sie die einzigen Lebewesen weit und breit und von der übrigen Welt völlig vergessen.

Sogar die Korvette und die flinke Fregatte fanden wenig Meldens-wertes. Nichts bewegte sich am Eingang zur Ostsee, weder hinein noch heraus, und nur indem sie ihre Besatzungen ständig beschäftigten und mit Wettbewerben anspornten, ko

Bolitho entließ jeweils ein Schiff zu einem kurzen Besuch im Heimathafen. We

Relentless hatte als die größere der beiden Fregatten um Skagen herum und ins Kattegatt hinein aufzuklären. Sobald sie Kontakt mit dem Flaggschiff hatte, was selten genug und meist nur über die Styx oder die Korvette Lookout möglich war, fragte sich Bolitho, wie es wohl seinem Neffen ging, und ob er noch immer über das Duell und den Anlaß dazu nachgrübelte.

Das letzte Schiff, das von seiner kurzen Ruhepause in einem englischen Hafen zurückkehrte, war Kapitän Inchs Vierundsechziger Odin. Als Bolitho vom Achterdeck beobachtete, wie der Zweidecker sich dem Geschwader näherte, hatte er das unbestimmte Gefühl, daß dies einstweilen der letzte Urlauber gewesen war. Es überraschte ihn daher nicht, als er Oughton, den neu erna

Herrick trat an Bolithos Seite.»Da bin ich aber neugierig, was er uns für Neuigkeiten bringt, Sir!»

Bolitho betrachtete einige wachfreie Matrosen auf der LuvLaufbrücke. Sie waren inzwischen so abgehärtet, daß die meisten mit nackten Armen und einige sogar barfuß dastanden. Auch sie waren begierig auf Neuigkeiten: ob die Blockade abgeblasen wurde, ob der Krieg zu Ende war, ob die Franzosen gelandet waren.

Bolitho sagte:»Was er uns auch bringt, Thomas, Inch ka

Beide lächelten. Inch hatte noch nie einen besonderen Ruf als Seema

Die Odin hatte inzwischen bereits in den Wind gedreht, und ihre

Stagsegel schlugen wild, als Inch durch Backbrassen des Vortopps die Fahrt aus dem Schiff nahm.

Wolfe sagte:»Ein Boot ist zu Wasser, Sir. «Er warf dem nächststehenden Bootsma

Herrick murmelte:»Hoffentlich bringt er was Vernünftiges. Wir haben jetzt März und sind einer Lösung nicht näher als im letzten September, als wir Spithead verließen. «Er ließ den Blick über sein Schiff schweifen und setzte hinzu:»Aber wir haben uns immerhin einen Namen gemacht.»

Inch kletterte durch die Fallreepspforte. Sein Hut saß schief, und sein Pferdegesicht war zunächst den Fallreepsgästen und den salutierenden Seesoldaten zugewandt. Da

Inch ließ es zu, daß er erst nach achtern in die Kajüte geführt wurde, bevor er berichten ko

Bolitho nickte. So etwas Ähnliches hatte Beauchamp angedeutet. Nach der Atempause, die das Eis in der Ostsee den zerstreuten Kräften der Marine gewährt hatte, wurde es jetzt bald Zeit zum Handeln. Bevor Zar Paul die Streitkräfte der Schweden, Dänen und Preußen mit seinen eigenen zu einem Generalangriff gegen England vereinigen ko

Bolitho empfand deswegen keinerlei Genugtuung. Er eri

Herrick fragte:»Wer ist Hyde Parkers Unterbefehlshaber?»

Inch schien verwirrt.»Das verstehe ich nicht: Vizeadmiral Nelson.»

Herrick schlug die Hände zusammen.»Typisch! Nelson, dem seine Leute bis in die Hölle folgen würden, we

Bolitho sagte nichts dazu, wußte aber, was Herrick meinte. Man hatte also den Volkshelden Nelson nahezu dafür bestraft, daß er gesiegt hatte. Hyde Parker war zwanzig Jahre älter als Nelson und sehr reich.

Das war aber auch schon alles, was Bolitho über ihn wußte. Und daß er eine junge Frau hatte, die gut seine Tochter hätte sein kö

Inch zog einen länglichen Umschlag aus der I

«Die Befehle, Sir. «Er schluckte ein paarmal, und seine Blicke schienen das schützende Siegel durchdringen zu wollen.»Jedenfalls der Teil, der uns betrifft.»

Herrick nahm das Stichwort auf.»Kommen Sie mit in meine Kajüte, Francis. Wir wollen zusammen ein Gläschen trinken, und dabei kö

Bolitho setzte sich langsam und schlitzte den Umschlag auf.

Alles war sauber und peinlich genau dargelegt, und er hörte fast Beauchamps trockenen Tonfall, als er die von ihm diktierte Liste der beteiligten Schiffe durchlas, darunter einige berühmte Namen und viele, mit denen er schon mehrmals zusammengetroffen war. Wie auch mit ihren Kommandanten. Als Seekadetten, als Leutnants, später als erfahrene Kapitäne. Es war eine gewaltige Flotte, aber we

Er versuchte sich zu eri