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Leise öffnete sich die Tür, und Allday kam in die Kajüte, seine stämmige Gestalt hielt sich in einem grotesken Winkel zum schrägen Deck.
Allday sah ihn bedrückt an.»Bitte um Entschuldigung, Captain, aber Petch, Ihr Diener, hat gesagt, Sie hätten noch nichts gegessen, seit Sie heute an Bord gekommen sind. «Er ignorierte Bolithos Stirnrunzeln.»Ich habe mir deshalb erlaubt, Ihnen etwas Wildpastete zu bringen. «Er hob eine Platte hoch, die mit einem silbernen Deckel bedeckt war.»Mrs. Bolitho hat sie mir extra für Sie gegeben, Captain.»
Bolitho protestierte nicht, als Allday die Platte auf den sich neigenden Schreibtisch stellte und sich um ein Besteck kümmerte. Wildpastete. Cheney mußte sie für ihn verpackt haben, als er sich morgens anzog.
Allday tat so, als ob er den Ausdruck auf Bolithos Gesicht nicht wahrnähme, und nutzte die Gelegenheit, Bolithos Säbel von einem Sessel zu nehmen und ihn an seinen Platz an der Schottwand zu hängen. Er schimmerte stumpf im Licht der schwankenden Lampen, und Allday sagte leise:»Ohne ihn wäre es nicht mehr so wie früher.»
Aber Bolitho antwortete nicht. Der Säbel, die Waffe seines Vaters und früher seines Großvaters, war so etwas wie ein Talisman und ein viel diskutiertes Thema unter den Decks, we
Ohne auf Allday zu achten, knöpfte er sein Hemd auf und betrachtete das kleine Medaillon, das er um den Hals trug. Es enthielt eine Locke ihres Haars, war ein Talisman, besser als jede Waffe.
Die Tür öffnete sich, und ein durchnäßter Midshipman sagte atemlos:»Mr. Inchs Respekt, Sir, und er bittet um Erlaubnis, ein zweites Reff einzustecken.»
Bolitho erhob sich. Sein Körper übernahm das stetige Schwanken des Schiffs.»Ich komme sofort. «Da
Allday blickte ihm nach und setzte da
Er dachte auch an die Frau, die Bolitho geheiratet hatte. Zum erstenmal waren die beiden sich an Bord dieses Schiffes begegnet. Er blickte sich um, und es fiel ihm schwer, es zu glauben. Vielleicht war es das, was fehlte. Cheney Seton war ein Teil des Schiffes gewesen, hatte die Gefahren und die Schrecken geka
Allday schüttelte den Kopf und ging auf die Tür zu. Es war schlecht einfach deswegen, weil sie alle mehr de
II Unter dem Kommodorestander
Richard Bolitho beendete die Eintragung ins Logbuch und lehnte sich müde in seinem Sessel zurück. Selbst in der geschützten Kajüte war die Luft kalt und feucht, und der Lederbezug seines Schreibtischstuhls fühlte sich klamm an. Das Schiff hob sich, hielt i
Er starrte durch die dicken Scheiben der Heckfenster. Sie waren aber so von Salz verkrustet und mit herabri
Er war auf die Beschwerlichkeiten und die Langeweile des Blok-kadedienstes durchaus vorbereitet, und als am zweiten Tag nach dem Auslaufen von Plymouth der Ausguck im Mast die Schiffe des Geschwaders gesichtet hatte, war er bereits entschlossen, aus allem das Beste zu machen. Aber wie er nach fast fünfundzwanzig Dienstjahren auf See hätte wissen müssen: bei der Marine ko
Seine Befehle besagten, daß er sich dem Kommando von Vizeadmiral Sir Manley Cavendish unterstellen und seinen Platz mit all den anderen wettererprobten Schiffen bei der ständigen Bewachung ei
Seit Howes Sieg an jenem glorreichen l. Juni hatten die Franzosen wenig Neigung zu einem weiteren großen Zusammenstoß gezeigt, aber wie jeder andere denkende Offizier hatte Bolitho erka
In den großen Kriegshäfen Brest und Lorient ko
Schweigend hatte Bolitho in Lee des Flaggschiffes verharrt und beobachtet, wie die Flaggen zur Rah des mächtigen Dreideckers aufstiegen und Midshipman Gascoigne mit seinen Signalgasten sich verzweifelt abmühte, mit den Bestätigungen nachzukommen. Bei dieser Gelegenheit hatte er den ersten Hinweis darauf erhalten, daß nicht alles so war wie erwartet.