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Bolitho las weiter; und mit jeder Zeile begriff er mehr, wuchs seine Verzweiflung. Niemals war wirklich beabsichtigt gewesen, St. Clar länger zu halten als nötig, um den Feind von Toulon abzulenken. Pomfret hatte die Kastanien aus dem Feuer holen sollen, weiter nichts. Wäre die Invasion von Toulon aus erfolgreich gewesen — nun ja. Aber wie die Dinge lagen, blieb Lord Hood jetzt keine Zeit mehr für Pomfrets Sorgen — er hatte seine eigenen. Die Order enthielt genaue Anweisungen für die Zerstörung der Hafeneinrichtungen vor der Räumung; doch Bolitho blieb an dem letzten Teil des Textes hängen — sein Herz erstarrte bei dem eiskalten Satz:»In Anbetracht des beschränkten Schiffsraums und der Nähe der feindlichen Streitkräfte ist keinerlei Evakuierung von Zivilisten möglich.»
Bolitho starrte auf die säuberliche Schrift, bis sie vor seinen Augen zu tanzen bega
Er eri
Während dieser ganzen Zeit, als Menschen starben und Familien von den Trümmern ihrer Häuser zerschmettert wurden, hatten zwei Mä
Beim Aufstehen erblickte sich Bolitho in einem goldgerahmten Spiegel. Seine Augen glühten, und tiefe Linien der Erschütterung zogen sich um seinen Mund. Er war sich selbst ganz fremd. »Ich habe das Ganze angefangen — nicht er«, murmelte er. Pomfret auf seinem Bett stöhnte, Speichel ra
Sir.»
Bolitho packte ihn beim Ärmel.»Da
Ohne ein weiteres Wort ging er die Treppe hinunter. Der Kopf wirbelte ihm; kaum vernahm er das Dröhnen der Geschütze rings um die Stadt.
Er trat ins Freie und machte eine Runde um das Haus, damit sich seine Gedanken sammeln ko
Labouret saß in einem Sessel, das Ki
Bolitho blickte ihn an; nur zu deutlich sah er den Schmerz und die Verzweiflung in den dunklen Augen des Bürgermeisters.»Ich weiß, Labouret«, sagte er leise.»Glauben Sie mir, ich verstehe alles.»
Trübe nickte Labouret.»Es hätte ein großer Sieg werden kö
Hauptma
Bolitho blickte sich im Zimmer um.»Wo ist Colonel Cobban?»
Ein junger Infanterie-Hauptma
«Spielt auch keine Rolle«, sagte Bolitho kalt. Der spanische Oberst saß in demselben Sessel wie damals; seine Uniform war so sauber und gepflegt, als käme er geradewegs von der Parade. Er nickte Bolitho kurz zu und starrte da
Mühsam sagte Kapitän Dash:»Äh — we
Bolitho?»
Bolitho wandte sich den anderen zu. Dash hatte noch nicht offiziell beka
«Über vierhundert, Sir«, meldete ein Infanterist.
«Schön. Sie werden unverzüglich an Bord der Erebus und der Weiland geschafft. Captain Dash regelt den Einsatz unserer Matrosen, die bei der Einschiffung helfen. «Er blickte kurz zu Dash hinüber; halb und halb erwartete er einen Einwand, aber Dash nickte bloß und murmelte:»Wird sofort erledigt.»
Bolitho sah ihm nach, als er hinausging. Mein Gott, dachte er müde, der ist froh, daß er hier weg ka
Da
Bolitho sah ihn an.»Bis Sie festgestellt haben, wie viele Ihrer Mitbürger die Stadt mit uns verlassen wollen, werden wir mit der Einschiffung der Verwundeten fertig sein, monsieur.«Er sah, wie die Lippen des Franzosen zitterten, und fuhr rasch fort:»Alle, die wegwollen, fahren mit. Ich ka
Sekundenlang starrte Labouret ihn an, als wolle er ein Geheimnis enträtseln. Da
Da
Jetzt fuhr der spanische Oberst aus seinem Sessel auf.»Was reden Sie da? Verwundete und elende Bauern und obendrein noch Sträflinge? Was aber wird aus meinen Pferden, capitano? Wie ka
Zögernd schloß sich der Infanteriehauptma
«Und die Geschütze, Sir?»
Bolitho blickte durch die offene Tür. Eben führte ein Seesoldat Allday die Treppe hinauf zu Pomfrets Zimmer.»Die müssen eben hierbleiben, meine Herren«, erwiderte er kühl.»Zuerst kommen die Menschen. «Sie starrten ihn an, doch er blickte ihnen in die Augen, bis sie wegsahen.»Dieses eine Mal kommen die Menschen zuerst.»
Der Oberst stand auf und ging zur Tür. Heiser sagte er über die Schulter zurück:»Ich halte Sie für einen Narren, capitano. Aber einen tapferen Narren.»
Als draußen sein Pferd hinweggetrabt war, sagte Bolitho:»Jetzt zeigen Sie mir unsere Infanteriestellungen. Diese Operation muß absolut glatt und ohne Panik ablaufen, we
Eine halbe Stunde später gingen sie, alle außer Ashby. Bolitho fühlte sich völlig ausgelaugt.»Nun, Ashby, haben Sie noch Fragen?»
Ashby zog sich den Uniformrock glatt und rückte an seinem Koppel. Da
«Was?«Bolitho starrte ihn entsetzt an.
«Ich habe versucht, sie an Bord der Vanessa zu bringen, Sir«, erklärte Ashby mit unglücklicher Miene.»Aber sie wollte unbedingt bleiben. Sie hilft im Lazarett. «Seine Augen glänzten in dem staubigen So