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Bolitho vernahm ein erschrecktes Stöhnen, wandte den Kopf und sah Midshipman Seton auf die turmhohen Masten mit den festgemachten Segeln starren. Angst füllte sein Gesicht, seine Hand war verkrampft wie eine Vogelklaue, als er nach dem Dollbord der Gig faßte. Ruhig fragte Bolitho:»Wie alt sind Sie, Mr. Seton?»
Der Junge riß die Augen von dem Schiff los und murmelte:»S… Sechzehn, Sir. «Ernsthaft nickte Bolitho.»Nun, ich war ungefähr ebenso alt, da kam ich auf ein Schiff, das war ziemlich genauso wie dieses hier. Und im selben Jahr wurde die Hyperion gebaut. «Ein knappes Lächeln.»Wie Sie sehen, Mr. Seton, leben wir alle beide noch.»
Er sah an dem bleichen Gesicht des Midshipman, wie die Gemüts- bewegungen einander jagten, und war froh, nicht erwähnt zu haben, daß es sich damals um sein zweites Schiff gehandelt hatte. De
Er reckte sich hoch. Das Boot schoß zur Fallreepspforte, eine Stimme ertönte:»Boot ahoi?«und Allday rief durch die hohlen Hände: «Hyperion!»
Nun bestand kein Zweifel mehr, falls dem je so gewesen war. Jeder einzelne Ma
Nach dem Kommando» Riemen hoch!«faßte der Bootsma
Bolitho starrte auf die beiden und vergaß sie sofort. Er drückte das Gehänge fest an den Schenkel, de
Als er den Hut lüftete, war er fast überwältigt von der unmittelbaren Reaktion, die von allen Seiten, von unten und von oben, zu kommen schien. Die Ehrenbezeugung, die mit den schrillen Querflöten bego
Irgendwie beengten ihn die scharlachroten Reihen der Seesoldaten, das Blau und Weiß der versammelten Schiffsoffiziere, die dichtgedrängten, bezopften Köpfe der Matrosen, die aus dem ganzen Schiff eiligst zusammen- und vom Dienst weggerufen worden waren.
Er hätte eigentlich darauf vorbereitet sein müssen, aber da er so lange auf Fregatten Dienst getan hatte, verwirrten ihn diese plötzlichen Menschenmassen auf einem Schiff. Doch als der erste Schreck vorbei und sein Blick rasch über die Reihen der blanken Geschütze, die frischgescheuerten Planken, das dichte Netzwerk des Riggs fuhr, wurde ihm — und vielleicht zum ersten Male — der ganze Umfang seiner neuen Verantwortung klar.
Bis zu diesem Augenblick hatte er die Hyperion nur als neue Umgebung betrachtet, in der es sich etwas anders leben würde als bisher. Jetzt, als die Spielleute plötzlich verstummten und ein großer, schlanker, ernsthaft blickender Leutnant ihm entgegentrat, begriff er, was es mit diesem Kommando wirklich auf sich hatte. Diese Erke
Der plumpe, einhundertachtzig Fuß* lange Rumpf der Hyperion umschloß eine völlig neue Welt. Eine merkwürdige, festumgrenzte
* = ca. 60 m
Existenz, in der einige sechshundert Mä
Der schlanke Offizier beobachtete ihn gespa
Bolitho nickte.»Danke sehr, Mr. Quarme. «Er faßte in die Brusttasche und holte seine Bestallung hervor. Durch den Lärm und die plötzliche Erregung überkam ihn eine Schwäche, so daß er nach all dem Warten und Bangen der letzten Wochen auf einmal das Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein in seinem neuen Quartier empfand.
Dieser Quarme sieht wie ein tüchtiger Offizier aus, dachte er. Plötzlich stand ihm Herrick vor Augen, sein ehemaliger Erster Leutnant auf der Phalarope und der Tempest, und von ganzem Herzen wünschte er, Herrick und nicht Quarme stünde jetzt vor ihm, um ihn zu begrüßen.
Quarme schritt langsam die Reihen der Offiziere ab, Namen murmelnd, hier und da dienstliche Erläuterungen gebend. Bolithos Miene blieb dabei völlig unbewegt. Es war noch viel zu früh für Lächeln und näheres Ke
Bolitho fühlte den warmen So
Mit klarer Stimme und unbewegt verlas Bolitho seine Bestallung, dieses Schreiben an Richard Bolitho, Esqu. das von Admiral Samuel Hood unterzeichnet war und den Befehl enthielt, das Kommando über Seiner Brita
Bolitho rollte seine Papiere zusammen und steckte sie wieder in die Brusttasche. Aus dem Augenwinkel sah er, wie Allday sich langsam zum Achterdecksniedergang hinschob. Nach alter Gewohnheit hielt er sich auch hier den Rückzug vor lästigen Formalitäten und Unbequemlichkeiten offen.
Trotz der über die Finknetze scheinenden So