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«Geschützführer war ich, Sir.»
Davy mischte sich ein.»Tut mir außerordentlich leid, Sir, aber ich habe nicht gemerkt, daß der Kerl Invalide ist. Ich lasse ihn sofort an Land bringen.»
Bolitho sagte:»Du wolltest die Musterrolle mit der Linken unterzeichnen. Liegt dir so viel daran?»
Turpin nickte.»Ich bin Seema
Bolitho hatte kaum hingehört. Die Seeschlacht in der Chesapeake Bay fiel ihm wieder ein… Der Pulverrauch, der Geschützdo
«Schreiben Sie ihn ein, Mr. Davy«, sagte er barsch.»Ein Ma
Er schritt nach achtern zur Kampanje, wütend über sich selbst und über Davy, der keinen Instinkt hatte. Eine dumme, kurzsichtige Einstellung.
Allday schleppte eben eine seiner Kisten nach achtern zur Kajütentür, wo unter der kreisenden Deckenlampe ein Marineinfanterist Wache stand.
«Das war großartig, Captain, was Sie da eben gemacht haben«, sagte er munter.
«Reden Sie nicht wie ein Narr, Allday!«Bolitho ging an ihm vorbei und fluchte leise, de
Allday nickte ernsthaft.»Aye, Sir — das stimmt, ich habe zu viel zu tun.»
«Frecher Kerl, verdammter! Weiß der Teufel, warum ich mir so viel von Ihnen gefallen lasse!«Aber es hatte keinen Zweck, mit Allday zu schimpfen.
Allday nahm ihm den Degen ab und hängte ihn an den Haken am Schott.»Ich ka
Bolitho setzte sich an den Tisch.»Danke. Ich will daran denken, daß ich mir eine bessere Axt besorgen muß.»
Allday grinste.»Bitte sehr, Captain. War mir 'n Vergnügen. «Da
Bolitho nahm den vielfach versiegelten Umschlag zur Hand. Hätte Allday eine richtige Erziehung genossen, da
Herrick, den Hut vorschriftsmäßig unterm Arm, trat in die Kajüte.»Sie haben mich rufen lassen, Sir?»
Bolitho stand an einem der großen Heckfenster. Sein Körper glich automatisch die Schiffsbewegungen aus. Die Tide hatte gewechselt, die Undine schwojte so, daß Herrick jetzt durch die dicken Scheiben die fernen Lichter sehen ko
Im Schein der pendelnden Lampen sah die Kajüte gemütlich und einladend aus. Die Sitzbank in der Rundung des Hecks hatte einen Bezug aus feinem grünem Leder; auf dem Fußbodenbelag aus schwarz-weiß gewürfeltem Segeltuch standen Tisch und Stühle aus kastanienbraunem Mahagoni.
«Setzen Sie sich, Thomas.»
Langsam wandte Bolitho sich um und sah Herrick an. Inzwischen hatte er die Segelorder mehrmals durchgelesen, um nur ja nichts zu übersehen.
«Wir lichten morgen nachmittag Anker«, sagte er.»Bei der Segelorder ist ein Berechtigungsschein zur Übernahme von Freiwilligem aus den Gefängnishulken von Portsmouth. Ich wäre Ihnen verbunden, we
Herrick nickte. Er sah den Ernst in Bolithos Zügen, die ruhelosen Hände; nebenan in dem abgeteilten Speiseraum stand das sorgfältig bereitete Mahl noch unberührt — der Kapitän hatte Sorgen. Irgend etwas machte ihn nervös.
«Wir sollen zunächst nach Teneriffa segeln. «Herrick richtete sich voller Spa
«Mit glühenden Kugeln«, grinste Herrick.
«Dort werden wir zwei, vielleicht auch drei Passagiere an Bord nehmen. We
Herrick rieb sich das Ki
Er lächelte, und sofort war aller Ernst aus seinen Zügen gewischt.»Mit Ihrer Hilfe natürlich.»
Herrick nickte.»Darf ich fragen, welche Aufgaben uns in Madras erwarten?»
Bolitho blickte auf die zusammengefaltete Segelorder nieder.»Ich weiß noch sehr wenig. Aber ich habe eine ganze Menge zwischen den Zeilen gelesen.»
Er schritt hin und her; sein Schatten glitt schwankend über die Wände der Kajüte.
«Nach dem Krieg mußten allerlei Konzessionen gemacht werden, Thomas, um das Gleichgewicht der Kräfte wiederherzustellen. Wir hatten den Holländern Trincomali auf Ceylon weggenommen, den am vorteilhaftesten gelegenen, besten Seehafen im Indischen Ozean. Suffren, der französische Admiral, hat uns Trincomali wieder entrissen und bei Kriegsende den Holländern zurückgegeben. Und wir haben Frankreich viele Westindische Inseln zurückgegeben, ebenso die französischen Stützpunkte in Indien. Und Spanien hat Menorca zurückbekommen. «Er hob die Schultern.»Auf beiden Seiten sind viele Menschen anscheinend umsonst gestorben.»
«Aber wo bleibt England, Sir?«fragte Herrick verwirrt.»Haben wir de
Bolitho lächelte.»Darum geht es jetzt. Daher diese außerordentliche Geheimhaltung und unsere vage Beorderung nach Teneriffa.»
Er hielt i
«Ich dachte, die East India Company[7] hat alles, was sie braucht«, brummte Herrick.
Bolitho mußte wieder an die beiden Kaufleute in der Postkutsche denken. Und an andere, die er in London ke
Herrick biß sich auf die Lippe.»Und wir sollen sozusagen sondieren?»
«Vielleicht sehe ich das auch ganz falsch, Thomas. Aber Sie müssen wissen, wie ich denke — nur für den Fall, daß etwas entscheidend schiefgeht. «Er dachte wieder an das, was Winslade in der Admiralität zu ihm gesagt hatte:»…Ihr Auftrag müßte eigentlich von einem ganzen Geschwader ausgeführt werden… «Winslade brauchte jemanden, dem er vertrauen ko
7
Ostindische Handelsgesellschaft: außerordentlich mächtige, private Unternehmung mit Hauptsitz in London, von der der Anstoß zur Kolonisierung Indiens ausging (der Übersetzer).