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Herrick brüllte:»Unter Deck mit dieser Schlampe! Oder ich lasse sie über Bord schmeißen!«Er sah, wie der Midshipman vor Staunen über dieses Schauspiel die Augen aufriß, und sagte grob:»Mr. Pe

Soames grinste, was selten vorkam.»Verletzt das Ihre Gefühle, Mr. Herrick?»

Der zuckte die Schultern.»Ich weiß, es ist Brauch, den Matrosen im Hafen Weiber und Schnaps zu gestatten. «Er mußte an seine Schwester denken, die an ihren verdammten Rollstuhl gefesselt war. Was hätte er darum gegeben, we

Soames seufzte.»Sonst würde die Hälfte dieser Bande desertieren, ob sie unterschrieben haben oder nicht. We

«Um auf Ihre Frage von vorhin zurückzukommen«, sagte Herrick.»Matrosen, die auf solche Weise an Bord kommen, machen eine Menge böses Blut. Ein fauler Apfel ka

Soames sah ihn starr an.»Mir scheint, auf diesem Schiff sind die meisten Äpfel jetzt schon faul. Die Freiwilligen laufen wahrscheinlich nur ihren Gläubigern davon — oder vielleicht sogar dem Henker. Und welche sind dabei, die wollen bloß sehen, was sie stehlen kö

«Captain Bolitho ist Obrigkeit genug, Mr. Soames«, entgegnete Herrick.

«Ach so, Sie sind ja schon mit ihm gefahren. Da gab's doch eine Meuterei?»

«Nicht seinetwegen«, erwiderte Herrick mit ärgerlichem Blick.»Seien Sie so gut und sorgen Sie dafür, daß die neuen Leute Essen und Arbeitskleidung fassen. «Er erka

Soames ging, und Herrick entspa

Kritik an Bolitho, offen oder versteckt, ging ihm unter die Haut. Bolitho war das Si

Er spähte über die Finknetze zum Land hinüber, auf die rege

Gekrümmt kam ein Schiffsjunge durch den Regen zum unbema

Herrick runzelte die Stirn, Der Schiffsarzt hieß Charles Whitmarsh: ein Ma

«Lassen Sie ein Frachtnetz abfieren, Mr. Pe

Schließlich war Whitmarsh auf dem Geschützdeck gelandet, mit wirren Haaren und dem strahlenden Grinsen des Betrunkenen. Einer seiner Sanitätsgasten und zwei Seesoldaten schälten ihn aus dem Netz und schafften ihn unter Deck. Jetzt würde er in seinem kleinen Lazarett ein paar Stunden schlafen und da

«Ist er krank, Sir?«fragte Pe

Herrick sah den Knaben ernsthaft an.»Ein bißchen blau, mein Junge. Aber einen Arm oder ein Bein abschneiden, das kö

Er blickte hinter dem Davoneilenden her und mußte wieder grinsen. Nur schwer ko

Da rief ein Seesoldat:»Wachtboot legt im Bootshafen ab,

Sir!»

«Schön«, nickte Herrick. Das hieß: Order für die Undine. Seine Blicke schweiften über das Schiff, zwischen die hohen, in der Dünung dippenden Masten, über das straffe Gewirr der Takelage und die sauber gerefften Segel bis zum Bugspriet, unter dem die Gallionsfigur, eine vollbusige Seejungfrau, blicklos in die Ferne starrte. Es hieß auch, daß Bolitho zurückkommen würde. Und zwar heute.

Mehr brauchte Thomas Herrick nicht zu wissen.

II Anker auf!

Richard Bolitho stand im Windschutz der Steinmauer des Bootshafens und spähte durch den eiskalten Regen. Es war Nachmittag, aber der Himmel hing so voll niedriger Wolken, daß man glauben ko

Er war müde und steif von der langen Fahrt in der Postkutsche, bei der er sich zu allem anderen noch über seine beiden Reisegefährten geärgert hatte: Kaufleute aus der Londoner City. Bei jedem Pferdewechsel oder auch sonst in einem der zahlreichen Wirtshäuser an der Chaussee nach Portsmouth hatten sie sich eine Erfrischung genehmigt und waren dabei immer lauter und vergnügter geworden. Sie wollten mit einem Postschiff nach Frankreich, um dort neue Geschäftsverbindungen anzuknüpfen und, we