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Mitten in der Hektik der Überholungsarbeiten bekam er unerwartet Besuch von Konteradmiral Sir John Winslade, demselben, der ihn im Admiralitätsgebäude empfangen hatte. Er war ziemlich wortkarg gewesen, hatte das Schiff und Bolithos Vorbereitungen flüchtig inspiziert und da

Winslades Andeutungen waren keineswegs leichtzunehmen. Offiziere auf Halbsold gab es, so viele man wollte. Aber ein Schiff des Königs zu bema

* Kleine Inselgruppe der Französischen Antillen (der Übersetzer).

unterschrieben hatten und da

Er hatte die üblichen, in blumenreicher Sprache abgefaßten Flugblätter in Portsmouth und Umgebung verteilen lassen. Er hatte Werbekommandos ins Bi

In anderer Hinsicht hatte Bolitho mehr Glück gehabt. Der vorige Kapitän der Undine hatte sein Stammpersonal scharf im Auge behalten. Als Bolitho das Schiff übernahm, fand er einen harten Kern altgedienter Matrosen vor, sowie alle Deckoffiziere, einen erstklassigen Segelmacher und den geschicktesten Schiffszimmerma

Konteradmiral Sir John Winslade stand mit dem Rücken zum Kaminfeuer und hielt sich die Rockschöße auseinander, um möglichst viel von der Wärme abzubekommen. Kaum jemand wußte Genaueres über ihn. Irgendwie hatte er sich durch eine Einzelaktion vor Brest ausgezeichnet, und daraufhin hatte er eine ansehnliche Position in der Admiralität bekommen. An seinem bleichen, vornehmen Gesicht war nichts Auffälliges. Tatsächlich sah er so unauffällig aus, als trüge nicht er seinen goldbetreßten Rock, sondern der Rock ihn.

Bolitho war erst siebenundzwanzig Jahre alt; aber er hatte schon zwei Kommandos i

Winslade ließ seine Rockschöße fallen und wartete, bis Bolitho zu ihm herangetreten war. Da

Er zog einen Stuhl für Bolitho heran.»Auf Ihre Gesundheit, Captain. «Und als sie getrunken hatten:»Ich nehme an, Sie wissen, warum ich Sie für dieses Kommando angefordert habe?»

Bolitho räusperte sich.»Ich war der Ansicht, Sir, weil Captain Steward in die Politik geht, benötigen Sie einen neuen. .»

Wieder lächelte Winslade, etwas verkniffen diesmal.»Bitte, Bolitho! Bescheidenheit auf Kosten der Aufrichtigkeit macht die Sache nur topplastig. Darüber sind Sie sich doch klar?»

Er nippte an seinem Glas und fuhr im gleichen trockenen Ton fort:»Bei dieser Mission muß ich mich auf den Kapitän der Undine vollkommen verlassen kö

Bolitho versuchte, sich zu entspa

«Gewiß. «Winslade griff nach der Karaffe.»Ich ke

«Aber wir haben doch den Krieg nicht verloren, Sir!«rief Bolitho.

«Wir haben ihn auch nicht gewo

Bolitho mußte unwillkürlich an die letzte Seeschlacht denken: das Schreien und Brüllen auf beiden Seiten, das Krachen der Geschütze und der fallenden Spieren. So viele hatten an diesem Tag den Tod gefunden. So viele vertraute Gesichter wurden einfach ausgelöscht. Und manche, die übriggeblieben waren wie jene beiden zerlumpten Soldaten mußten jetzt sehen, wie sie ihr Leben fristen ko

Der Admiral sah ihn nachdenklich an.»Das stimmt. Sie haben vielleicht den Krieg nicht gewo

«Sie denken, daß der Friede nicht lange dauern wird, Sir?»

«Ein Feind bleibt immer ein Feind, Bolitho. Nur die endgültig Besiegten sind friedlich. O ja, wir werden wieder kämpfen, seien Sie sicher. «Er setzte sein Glas nieder und fragte in scharfem Ton:»Und nun Ihr Schiff. Sind Sie soweit?»

Bolitho hielt seinem Blick stand.»Mir fehlen immer noch Seeleute, aber das Schiff selbst ist so klar, wie es nur sein ka

«Wie viele Leute fehlen Ihnen?»

Fünf Worte nur, aber da gab es kein Drumherumreden.

«Fünfzig, Sir. Aber meine Offiziere bemühen sich weiter.»

Der Admiral verzog keine Miene.»Aha. Nun, das ist Ihre Sache. Ich werde Ihnen ein Patent zur Anwerbung von Freiwilligem auf den Gefängnishulken[1] im Hafen von Portsmouth besorgen.»

«Traurig, daß wir auf Sträflinge angewiesen sind«, warf Bolitho ein.

«Es sind Mä

Er stand auf und trat ans Fenster.»Ich ka

1

Hulk = entmasteter Schiffsrumpf; im weiteren Si