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Als er schließlich, unfähig, seiner Besorgnis länger Herr zu werden, an Deck kroch, fand er Herrick auf seinem Posten und das Hauptdeck öde und leer.

Der junge Leutnant hatte ihm von dem Vorfall berichtet: eine» Deputation «aus Besorgnis wegen des sterbenden Fisher. Das war alles. Vibart drang weiter in ihn, doch Herrick blieb fest, und sein Zorn schlug in Verachtung um, als seine Blicke auf Vibarts geladene Pistolen und den Sergeanten der Seesoldaten an der Kajütentür fielen.

Am nächsten Morgen raste Pomfret, als wäre tatsächlich eine Meuterei ausgebrochen.»Beschwerden?«hatte er Vibart quer durch die breite Kajüte angebrüllt.»Die Kerle wagen es, sich zu beschweren?«Ohne daß ihm etwas eingeblasen werden mußte, betrachtete er das Verhalten der Mä

Schließlich wurde die Fregatte zur kriegsgerichtlichen Untersuchung nach Portsmouth beordert, und Vibart schöpfte neue Hoffnung. Alles ging sehr schnell. Die Unruhestifter wurden vom Schiff geholt und die Fregatte für einen langen Einsatz ausgerüstet. Pomfret war in seiner Kajüte geblieben. Mürrisch hatte er vor sich hingebrütet, bis man ihn abkommandierte. Aber für ihn, Vibart, war kein Beförderungsschreiben eingetroffen. Kein eigenes Kommando, weder über die Phalarope noch über ein anderes Schiff.

Er stand wieder genau da, wo er gestanden hatte, als er zu Pomfret auf die Fregatte kam. Nur daß Bolitho, der neue Kapitän, eine völlig andere Persönlichkeit als Pomfret war.

Er schüttelte die Gedanken ab, als Maynard atemlos rief:»Sir,

Signal vom Hügel!»

Vibart zog seinen Degen und hieb damit in einen kleinen Busch.

«Hat der Kapitän also richtig vermutet. «Er schwenkte den Arm in einem Halbkreis.»Vorwärts, Leute. Pflanzt euch beiderseits der Straße auf und wartet, bis Mr. Farquhars Abteilung ihnen den Rückweg verlegt hat. Ich möchte nicht, daß einer entwischt. «Die Mä

Das eigentliche Zusammentreffen überraschte selbst Vibart. Die Leute kamen wie sorglose Spaziergänger dahergeschlendert und nicht wie Mä

«Im Namen des Königs! Zur Musterung in Reihe antreten!»

Seine Stimme löste die Erstarrung. Einige machten kehrt und ra

Tief erschrocken ließen sich die Leute widerstandslos auf der Straße in Reih und Glied aufstellen. Vibart betrachtete die Reihe abschätzend. Alles war so einfach verlaufen, daß er am liebsten gegrinst hätte.

Brock sagte:»Zweiundfünfzig, Sir. Alle gesund.»

Einer der Aufgegriffenen stürzte vor, sank auf die Knie und wimmerte.»Bitte, Sir, bitte. Mich nicht!«Tränen liefen ihm über das Gesicht, und Vibart fragte rauh:»Und warum nicht?»

«Wegen meiner Frau, Sir. Sie ist krank. Sie braucht mich!«Er rutschte auf den Knien ein Stück vor.»Ohne meine

Unterstützung stirbt sie, Sir, so wahr mir Gott helfe. Sie stirbt.»

«Stellt den Ma

Am Ende der Reihe sagte ein anderer gepreßt:»Ich bin Schäfer und vom Dienst freigestellt. «Er blickte sich suchend um, bis seine Augen an Brock hängenblieben.»Fragen Sie ihn, Sir. Der Stückmeister wird es bestätigen.»

Brock ging lässig auf ihn zu und hob seinen Stock.»Roll den Ärmel hoch!«Es klang gelangweilt, ja gleichgültig. Mehrere vergaßen ihr Elend und beugten sich vor, um die Szene zu beobachten.

Der Ma

Ohne Warnung sauste sein Stock durch das trübe So

Ein Matrose brüllte:»Wieder ein Signal vom Hügel, Sir. Noch eine Gruppe.»

Vibart steckte den Degen in die Scheide.»Sehr gut. «Seine Blicke glitten kalt über die zitternde Reihe.»Ihr nehmt einen ehrenhaften Dienst auf. Die erste Lektion habt ihr eben gelernt. Seht zu, daß ich euch keine zweite beibringen muß.»

Maynard trat zu ihm, sein Gesicht war bekümmert.»Ein Jammer, daß es keinen anderen Weg gibt, Sir.»

Vibart würdigte ihn keiner Antwort, wie schon den Ma

Von nun ab zählte für diese Leute nur noch das Leben auf dem Schiff.

Bolitho nippte an seinem Portwein und wartete, bis das Mädchen den Tisch abgeräumt hatte. Er war seit so langem an magere und schlecht zubereitete Schiffskost gewöhnt, daß ihm der gute Lammbraten schwer im Magen lag.

An der gegenüberliegenden Tischseite trommelte sein Vater, James Bolitho, mit den Fingern ungeduldig auf die polierte Platte, ehe er einen langen Schluck trank. Er wirkte gezwungen, ja sogar nervös, seit sein Sohn das Haus betreten hatte. Bolitho betrachtete ihn schweigend.

Sein Vater hatte sich sehr verändert. Er hatte ihn in seiner Kindheit selten zu Gesicht bekommen und seitdem auch nicht oft. Eigentlich nur bei den seltenen Gelegenheiten, we

Während Bolitho unter Sir Henry Langford als Midshipman fuhr, hörte er von der Verwundung seines Vaters. Es war in Indien geschehen, im Kampf um die sich rasch entwickelnden Kolonien. Er fand ihn alt und verbittert wieder. Aus der Stammrolle der Marine gestrichen zu sein, wie ehrenhaft auch immer, bedeutete für ihn mehr als der Verlust eines Armes. Es war, als habe man ihn des Lebens beraubt.

In Falmouth wurde er als aufrechter und gerechter Richter geachtet. Bolitho wußte jedoch nur zu genau, daß das Herz seines Vaters noch immer der See gehörte, den Schiffen, die mit den Gezeiten kamen und gingen.

Bolitho hatte einen Bruder und zwei Schwestern. Beide Schwestern waren nun verheiratet, eine mit einem Grundbesitzer, die andere mit einem Offizier der Garnison. Über Hugh, seinen älteren Bruder, hatten sie bis jetzt noch kein Wort gewechselt. Bolitho wartete, daß sein Vater sich äußern würde, de

«Ich habe dein Schiff einlaufen sehen, Richard. «Die Finger trommelten auf dem Tisch.»Eine feine Fregatte, und in Westindien wirst du für die Familie zweifelsohne Ehre einlegen. «Er schüttelte sorgenvoll den Kopf.»England braucht jetzt alle seine Söhne. Wir haben die ganze Welt zum Feind.»