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Bolitho bega
Das Schriftstück war an Richard Bolitho, Esquire, gerichtet und forderte ihn auf, sich unverzüglich an Bord der Fregatte Seiner Britischen Majestät Phalarope zu begeben und als Kapitän die Verantwortung und die Befehlsgewalt zu übernehmen. Bolitho beendete die Verlesung, rollte das Pergament zusammen und blickte zu den Mä
«Ich werde den Leuten gleich noch mehr sagen, Mr. Vibart. «Funkelte in den tiefliegenden Augen des Leutnants etwas wie Ärger auf? Bolitho ignorierte es. Vibart schien alt für seinen Rang, mochte gut sieben oder acht Jahre älter sein als er. Die Aussicht auf ein eigenes Kommando durch die plötzliche Ankunft eines anderen zerschlagen zu sehen, war sicher nicht angenehm.»Sind Sie in jeder Hinsicht klar zum Ankerlichten?»
Vibart nickte.»Ja, Sir. «Es klang, als wollte er sagen: «Natürlich!«»Wir haben vor einer Woche hierher verholt. Ein Leichter hat heute vormittag Frischwasser gebracht. Entsprechend den Befehlen des Admirals sind wir mit allem voll ausgerüstet.»
«Sehr gut. «Bolitho wandte sich wieder der Ma
Er räusperte sich.»Nun, Leute, will ich euch etwas über unsere Bestimmung sagen. «Ihnen würde klar sein, daß er noch keine Zeit gehabt hatte, seine Offiziere vorher zu informieren, und dieser Beweis des Vertrauens ko
«England kämpft um sein Weiterbestehen. Während wir hier untätig vor Anker liegen, befindet sich unser Land im Krieg mit Frankreich und Spanien, mit den Holländern und den rebellierenden Kolonialisten in Amerika. Jedes einzelne Schiff wird für den Sieg benötigt. Jeder von euch ist wichtig für unsere gerechte Sache. «Bolitho hielt einige Sekunden i
Er gab seiner Stimme einen härteren Klang.»Wir segeln noch heute nach Falmouth. «Er riß sich zusammen.»Und von dort nach Westindien, um uns Sir Samuel Hood im Kampf gegen die
Franzosen und ihre Verbündeten anzuschließen.»
Keiner der Mä
Bolitho setzte hinzu:»Ich verlange eure Loyalität. Ich werde meine Pflicht tun und erwarte, daß ihr die eure tut. «Er drehte sich um.»Machen Sie weiter, Mr. Vibart. Wir segeln in einer Stunde. Vergewissern Sie sich, daß alle Boote festgezurrt sind. Und da
«Aber, Sir, Westindien!«Er rang nach Worten.»Gott, wir sind seit zwei Jahren ununterbrochen Blockade gelaufen!»
Bolitho antwortete so laut, daß ihn auch die anderen Offiziere verstehen ko
Er stieg leichtfüßig den Niedergang hinunter und duckte sich automatisch unter den niedrigen Decksbalken. Achtern, unter einer schwingenden Laterne, salutierte ein Seesoldat neben der Tür der Kapitänskajüte. Hinter dieser Tür, dachte Bolitho, ist der einzige Platz an Bord, wo ich allein nachdenken ka
Stockdale hielt die Tür auf, und Bolitho betrat die Kajüte. Nach dem beengten und spartanischen Quartier auf der Sparrow wirkte sie fast geräumig.
Die schrägen Heckfenster liefen über die ganze Breite der Hauptkajüte. Hinter den dicken Scheiben zeigten sich das unruhige Wasser und der feindselige, graue Himmel. Die Luft war schwer und feucht, und wieder fröstelte ihn. Gut, in die So
Hinter einer Tre
Zu beiden Seiten der Kajüte standen, jetzt unter einer
Perse
Bolitho setzte sich auf die gepolsterte Bank unter den Fenstern. Er ignorierte Stockdales leise Bewegungen und die Schiffsgeräusche und studierte seine Order.
Über die üblichen Weisungen hinaus enthielten sie nichts. An Bord befand sich ein Sonderkommando Marinesoldaten mit einem Hauptma
Bolitho warf die Pergamente auf den Tisch und runzelte die Stirn. Er wollte keinen Schutz, er wollte Loyalität. Nein, er brauchte Loyalität.
Der Kajütboden neigte sich, und über sich hörte er das Klatschen nackter Füße. Wie die Dinge auch lagen, er war froh, das Land hinter sich zu lassen. Auf See hatte man Platz zum Denken und Raum zum Handeln. Begrenzt war nur die Zeit.
Genau zehn Minuten, nachdem Bolitho das Achterdeck verlassen hatte, betraten die Offiziere einer nach dem anderen die Kajüte. Vibart, der wegen der Decksbalken leicht gebückt stand, stellte sie mit kratzender Stimme dem Range nach vor.
Okes und Herrick, die beiden anderen Offiziere, und Daniel Proby, der Steuerma
Die drei Fähnriche hielten sich im Hintergrund. Farquhar war der älteste, und Bolitho spürte etwas wie Unbehagen, als er die schmalen Lippen und den hochmütigen Ausdruck des jungen Menschen studierte. Der Neffe des Admirals ko
Da
Bolitho stand mit dem Rücken zur Fensterwand, die Hände hinter sich verschränkt. Er wartete, bis Vibart die Vorstellung beendet hatte, und sagte da