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Bolitho biß sich auf die Lippen. Meuterei drohte stets. Die Besatzung bestand zumeist aus Mä

Sir Henry Langford fügte scharf hinzu:»Selbstverständlich habe ich den Kapitän seines Kommandos enthoben.»

Bolitho empfand eine sonderbare Zuneigung zu dem müden, gereizten alten Ma

Der Admiral lächelte ein wenig.»Ich fürchte, die Ehre, die Phalarope zu übernehmen, hat zwei Seiten. Ein Unglücksschiff ist nie leicht zu führen, vor allem nicht in Kriegszeiten. «Er deutete auf einen versiegelten Umschlag, der auf dem Tisch lag. Die Siegel glänzten im Licht des Kaminfeuers wie frisches Blut.»Ihre Befehle. Sie enthalten die Order, das Schiff sofort zu übernehmen und in See zu gehen. «Der Admiral wog seine Worte sorgfältig ab.»Sie werden zu Sir Samuel Hoods Geschwader stoßen und sich ihm zur Verfügung stellen.»

Bolitho war wie betäubt. Hood stand in Westindien, von wo er selber eben zurückgekehrt war. Im Geiste sah er die abertausend Meilen leerer See vor sich — und sich als Kommandanten eines fremden Schiffes, mit einer Ma

«Wie Sie sehen, Bolitho, bin ich noch immer ein harter Lehrmeister. «Der Admiral schauderte, als ein Windstoß das Fenster traf.»Ich fürchte, Sie haben fast hundert Ma

Bolitho nickte.»Danke, Sir. Das werde ich gern tun.»

Er wünschte sich plötzlich fort aus diesem Zimmer. Es gab so viel zu tun. Für die lange Reise mußten die Magazine und die Takelage überprüft werden, es galt, sich um Proviant und Vorräte zu kümmern.

Der Admiral nahm den Segeltuchumschlag und wog ihn in den Händen.»Ich will Ihnen keinen Rat geben, Bolitho. Sie sind jung, aber erprobt und mehr als das. Eri

«Das würde ich auch nicht erwarten, Sir. «Bolithos Augen waren jetzt so kalt und grau wie die See jenseits des Hafens.

«Ich weiß. Darum habe ich das Kommando auch für Sie freigehalten. «Vor der Tür hörte man Stimmengemurmel, und Bolitho wußte, daß die Unterredung kurz vor ihrem Abschluß stand. Doch der Admiral schickte noch etwas nach.»Ein Neffe von mir fährt auf der Phalarope«, sagte er.»Einer Ihrer jungen Midshipmen. Sein Name ist Charles Farquhar, und er kö

Bolitho hob den Degen an und klemmte den Dreispitz wieder unter den Arm.»Da

Fast ohne etwas wahrzunehmen, ging er hinaus und an der kleinen Gruppe flüsternder Offiziere vorbei, die darauf warteten, vom Admiral empfangen zu werden.

Ein Offizier stand etwas abseits, ein Kapitän etwa seines eigenen Alters. Das war aber auch die einzige Ähnlichkeit. Er hatte blasse, vorstehende Augen und einen kleinen, verkniffenen Mund. Er befingerte seinen Degen und starrte auf die Tür. Bolitho vermutete in ihm den bisherigen Kommandanten der Phalarope. Doch der Ma

Vor dem Gasthaus umheulte ihn der Wind, als er langsam zum Sally Port hinunterging, doch er merkte es nicht.

Im Hafen sah er, daß die kurzen, zischenden Wellen die Hochwassergirlande aus Schlamm und Algen schon beinahe bedeckten. Das sagte ihm, daß das Hochwasser bald erreicht sein würde. Mit etwas Glück würde er sein neues Schiff noch mit ablaufendem Wasser aus dem Hafen bekommen.

Als er aus dem Windschatten der letzten Gebäudereihe trat, bemerkte er ein Boot. Es wartete darauf, ihn zum Schiff hinüberzubringen. Das kleine Fahrzeug dümpelte heftig in der Dünung, und die zum Salut erhobenen Riemen schwankten wie eine Zwillingsreihe nackter Bäume. Er vermutete, daß jeder Ma

Stockdale war ihm von einem Schiff zum anderen gefolgt, fast wie ein treu ergebener Hund. Bolitho fragte sich oft, was sie zusammenhielt; es war eine Bindung, die sich mit Worten nicht erklären ließ.

Als frischgebackener Leutnant zur See war Bolitho einst mit einem Preßkommando an Land geschickt worden, damals während des unruhigen Friedens, als er sich für einen Glückspilz hielt, weil ihm das Ungemach so vieler erspart geblieben war, bei halbem Sold an Land gesetzt zu sein. Er hatte nur wenige Leute auftreiben kö

Zufällig gehörte zu seiner Truppe ein Stückmeister, der nicht nur ein sehr geübter Faustkämpfer war, sondern ein Ma

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Seekadett bzw. Fähnrich zur See