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Tag um Tag verging, und Bolitho bega
Die Befehle, die ihm da
Er starrte sein Bild im Spiegel an. Heute!
In Antigua ko
Trotz seiner i
Wieder hallten Schritte im Flur. Er brachte seine Halsbinde in Ordnung und rückte den neuen Degen an seiner Hüfte zurecht. Wieder erschien ihm sein Spiegelbild wie das eines Fremden. Die Uniform, die aufrechte Haltung, in der er seinen Körper wie zur Parade gestrafft hielt, stellten mehr Sicherheit zur Schau, als er sich je zugetraut hatte.
Die Schritte verhielten vor der Tür, und mit einer einzigen raschen Bewegung griff Bolitho nach seinem Hut und klemmte ihn unter einen Arm. Er versuchte, das Klopfen seines Herzens, das ihm wie ein Hammer gegen die Rippen schlug, nicht zu beachten. Sein Mund war wie ausgedörrt, obwohl er den Schweiß wie warmen Regen zwischen seinen Schulterblättern hinabri
Richard Bolitho war zweiundzwanzig Jahre alt und hatte seit seinem zwölften Lebensjahr in der Königlichen Marine gedient. Aber nun, da er wie geba
Der Sergeant der Marineinfanterie blickte ihn hölzern an.»Sind Sie bereit, Sir? Kapitän Colquhoun möchte Sie jetzt sprechen.«»Ich bin bereit, danke!»
Der Sergeant musterte ihn mit der leisen Andeutung eines Lächelns.»Er wird sich darüber freuen, davon bin ich überzeugt, Sir.»
Bolitho hörte kein Wort. Er folgte dem Sergeanten und schritt hinaus in den Flur und in eine andere Welt.
Kapitän Vere Colquhoun erhob sich kurz hinter seinem großen Schreibtisch, machte eine Geste, als ob er Bolitho die Hand reichen wollte, und sank da
«Bitte, setzen Sie sich, Bolitho.»
Er saß mit dem Rücken zum Fenster, so daß es unmöglich war, seinen Gesichtsausdruck zu erke
«Sie haben eine gute Beurteilung«, sagte Colquhoun. Er öffnete einen Leinenumschlag und überflog mit raschen Blicken die beigefügten Papiere.
«Wie ich sehe, wurden Sie im Jahr 74 zum Leutnant erna
«Ja, Sir, auf der Fregatte Destiny.»
Bolitho hatte lange genug in der Marine gedient, um zu wissen, daß Unterredungen mit Vorgesetzten sich eine gute Weile hinziehen ko
«Ihr Kapitän spricht gut von Ihnen. «Colquhoun raschelte mit den Papieren.»Recht gut.»
Bolitho versuchte, die Trockenheit in seiner Kehle nicht durch Schlucken zu verraten. Kapitän Pears von der Trojan hatte ihm seine Beurteilung an Bord der Prise mitgegeben. Hätte er von seinem späteren Glück in dem Gefecht mit dem Kaperschiff gewußt, wäre sein Bericht vielleicht noch günstiger ausgefallen. Alles kam ihm nun sehr sonderbar vor. In den drei Jahren an Bord des Linienschiffes hatte er seinen Kapitän niemals wirklich verstanden. Manchmal hatte er geglaubt, Kapitän Pears kö
«Danke, Sir!»
«Hmph!«Colquhoun erhob sich und machte einige Schritte gegen den Tisch hin, besa
«Ich habe Befehl, Ihnen Ihre Einsatzorder zu übergeben. Für Sie wird es nun darauf ankommen, Ihren Wert zu beweisen. Statt um Ihren eigenen Vorteil zu kämpfen, werden Sie Befehlen zu gehorchen haben.»
Bolitho wartete. Es war unmöglich, diesen Ma
«Nun aber tritt ihre Absicht offen zutage, die Amerikaner für ihre eigenen Angelegenheiten auszunützen, um Gebiete wiederzugewi
Bolitho umfaßte den Griff seines Degens und versuchte, äußerlich ruhig zu bleiben. Irgendwo dort drunten im Hafen wartete ein Schiff auf seinen neuen Kapitän. Mochte es alt oder gerade erst vom Stapel gelaufen sein, groß oder als Flotteneinheit völlig unbedeutend, es sollte sein eigenes Schiff sein. Und hier mußte er sich zur Ruhe zwingen und Colquhouns Betrachtungen über den Krieg zuhören. Bolitho hatte von Anfang an in diesem Krieg gekämpft, und Colquhoun war, wie er von einem Offizierskameraden auf der Oktavia erfahren hatte, erst vor sechs Monaten aus England herübergekommen.
In gleichmütig trockenem Ton fuhr Colquhoun fort:»Da wir aber die Seewege und Versorgungsrouten beherrschen, kö