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Erst wurde ein Segel weggenommen, da
Da
Bolitho exerzierte mit der Steuerbordbatterie von Zwölfpfündern, als Jury meldete, daß er wieder voll dienstfähig erklärt worden sei und nicht mehr im Krankenrevier schlafen müsse.
Bolitho hatte das Gefühl, daß etwas mit ihm nicht stimmte, war aber entschlossen, sich nicht einzumischen. Er sagte:»Der Kommandant erwartet, daß unser Salut der beste sein wird, den sie in Rio je gehört haben. «Er sah einige der halbnackten Seeleute grinsen und sich die Hände reiben.»Deshalb veranstalten wir jetzt einen kleinen Wettbewerb: erste Division gegen die zweite. Für die Sieger gibt's eine Extraration Wein. «Er hatte sich dafür schon die Zustimmung des Zahlmeisters geholt.
Codd stieß seine großen Schneidezähne wie den Schnabel einer Galeere vor und stimmte fröhlich zu:»We
Bolitho wandte sich zu Jury um.»Sie kö
Er wußte, daß die Mä
Jury versuchte, Bolithos Blick aufzufangen.»Ich habe keine Uhr,
Sir.»
Bolitho starrte ihn an und bemerkte gleichzeitig, daß der Kommandant und Palliser an der Achterdecksreling standen, um dem Wettkampf der Leute zuzuschauen.
«Sie haben sie verloren? Die Uhr Ihres Vaters?«Er eri
Jury schüttelte unglücklich den Kopf.»Sie ist weg, Sir. Mehr weiß ich nicht.»
Bolitho legte Jury die Hand auf die Schulter.»Warten Sie ab, ich werde mich der Sache a
Stockdale, der an einer der Kanonen kauerte, hatte alles mitangehört und dabei die Gesichter ringsum studiert. Er hatte noch nie eine Uhr besessen und würde auch kaum je eine besitzen, aber irgendwie begriff er, daß es mit dieser etwas Besonderes auf sich hatte. In der engen Gemeinschaft einer Schiffsbesatzung war ein Dieb gefährlich. Seeleute besaßen zu wenig, um ein solches Verbrechen ungestraft zu lassen. Am besten fing man den Dieb, bevor Schlimmeres passierte, seinetwegen und im Interesse aller.
Bolitho schwenkte den Arm.»Re
Die zweite Division gewa
Aber als der Wein ausgeteilt war und sie sich mit ihren Bechern im Schatten des Großsegels ausruhten, wußte Bolitho, daß zumindest für Jury der Spaß verdorben war.
Er sagte zu Little:»Lassen Sie die Kanonen wieder festzurren. «Er ging nach achtern. Einige Leute nickten ihm zu, als er an ihnen vorbeikam.
Dumaresq wartete, bis er das Achterdeck erreicht hatte.»Das haben Sie gut gemacht!»
Palliser lächelte bittersüß.»We
Bolitho stieß hervor:»Mr. Jurys Uhr ist gestohlen worden, Sir.»
Dumaresq sah ihn ruhig an.»Na und? Was soll ich tun, Mr. Bo-
litho?»
Bolitho bekam einen roten Kopf.»Tut mir leid, Sir. Ich — ich dachte.»
Dumaresq beschattete seine Augen, um drei kleine Vögel zu beobachten, die dicht über der Wasseroberfläche dahinjagten.»Ich ka
Bolitho berührte seinen Hut, als der Kommandant und der Erste Offizier ihren Spaziergang auf der Luvseite des Decks wieder aufnahmen.
Er hatte noch eine Menge zu lernen.
VI Eine Frage der Disziplin
Lediglich unter Marssegeln und Klüver — alle anderen Segel waren aufgegeit — glitt die Destiny langsam über das tiefblaue Wasser von Rios äußerer Reede. Es war drückend heiß und kaum genug Wind, um mehr als ein leichtes Kräuseln unter dem Bug hervorzurufen, doch Bolitho spürte die Aufregung und Neugier an Bord, als sie sich den geschützten Ankerplätzen näherten.
Selbst der abgebrühteste Seema
An Backbord entdeckte Bolitho die erste Festungsbatterie unter der portugiesischen Flagge, die nur gelegentlich etwas auswehte und da
Dumaresq musterte die Stadt und die vor Anker liegenden Schiffe durch ein Fernglas. Er sagte:»Fallen Sie einen Strich ab.«»Kurs West-Nord-West, Sir!»
Palliser schaute auf seinen Kommandanten.»Ein Wachboot nähert sich.»
Dumaresq lächelte knapp.»Der fragt sich bestimmt, was, zum Te u-fel, wir hier wollen.»
Bolitho zupfte sein Hemd von der schweißnassen Haut ab und beneidete die halbnackten Matrosen, die nicht wie die Offiziere in GalaUniformen schwitzen mußten.
Mr. Vallance, der Oberfeuerwerker, musterte bereits die ausgesuchten Geschützbedienungen, um sicherzustellen, daß beim Flaggensalut nichts schiefging.
Bolitho fragte sich, wie viele unsichtbare Augen wohl die langsame A
«Fangen Sie an mit dem Salut!»
Geschütz für Geschütz krachten die Salutschüsse. In der drückenden Luft blieb der Pulverqualm auf dem Wasser liegen und nahm ihnen die Sicht auf das Land.
Das portugiesische Wachboot hatte mit einigen kräftigen Ruderschlägen um seine ganze Länge gedreht. Es sah aus wie ein großer Wasserkäfer.
Jemand bemerkte:»Er will uns hineinlotsen.»
Die letzte Kanone rollte beim Abschuß zurück, und die Bedienungen beeilten sich mit dem Auswischen der noch rauchenden Rohre und dem Festzurren jeder Waffe, als endgültiges Zeichen ihrer friedlichen Absicht.
Eine Gestalt auf dem Wachboot schwenkte eine Flagge, und als sich die langen Riemen tropfend aus dem Wasser hoben und so verharrten, bemerkte Dumaresq trocken:»Nicht zu weit hinein, Mr. Palliser. Sie trauen uns noch nicht ganz.»
Palliser hob das Sprachrohr an den Mund:»Klar zum Ankern! An die Brassen, Fallen und Schoten!»
Nach festgelegtem Plan eilten die Matrosen und Maaten auf ihre Stationen.
«Los die Schoten!«Pallisers Stimme scheuchte die Möwen auf, die sich nach den Salutschüssen gerade wieder auf dem Wasser niedergelassen hatten.»Gei auf die Marssegel! Laß fallen Klüver!»
Dumaresq sagte:»Es ist soweit, Mr. Palliser. Ankern!«»Ruder nach Luv!«[7]
7
Im Englischen:»Helm a'lee!«-»Hart nach Lee!«, weil zu der Zeit Ruderkommandos noch auf eine Pi