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Nur noch zehn Meter waren zurückzulegen. Thomas begriff, daß Oleg ihn nicht hörte, nicht hören ko

Selber aber hob er unter großen Mühen den Kopf, um zu sehen, ob nicht endlich Marjana und Dick zurückkamen.

Doch wie zum Trotz ließen sich die beiden nicht blicken.

Das Wichtigste war jetzt, rechtzeitig bei Oleg zu sein, ihn daran zu hindern, den Hang hinunterzustürzen, andernfalls wäre alles verloren. Gescheitert auch der Marsch zum Gebirgspaß, der nun schon zehn Jahre währte … Diese dummen Kinder kö

Ein eisiger Windstoß, der ihm eine Schneesalve ins Gesicht blies, brachte Thomas wieder zu sich, vielleicht waren es aber auch das undeutliche Gemurmel Olegs und sein keuchender Atem. Thomas wünschte sich nichts sehnlicher, als mit geschlossenen Augen liegenzubleiben, nichts zu tun und an nichts zu denken — das wäre da

Oleg rutschte erneut um einen Meter abwärts, er schlug wild um sich, zerrte an den Stricken, stieß sich mit den gefesselten Beinen vom Felsblock ab. Thomas wollte seine Schnur fester packen, er überlegte, wie er den Jungen zuverlässig am Felsen festbinden kö

Der Kranke begriff, daß er Oleg auf diese Weise nicht würde aufhalten kö

Gewiß wäre es ihm gelungen, Oleg wenigstens um ein paar Meter zurückzurollen, aus der Gefahrenzone herauszubringen, hätte er nur den letzten Zipfel seines schwindenden Bewußtseins festhalten kö

Marjana kam völlig außer Atem an, sie glaubte, nur wenige Minuten weggewesen zu sein, in Wirklichkeit aber war es mehr als eine Stunde. Sie lief geradenwegs zum Zelt, deshalb begriff sie nicht gleich, was passiert war. Sie sah nur, daß das Lager leer war, schlug im ersten Moment den Zeltvorhang zurück weil sie dachte, Thomas und Oleg hätten dort Zuflucht vor dem Schnee gesucht. Dabei lag das Zelt so flach auf der Erde, daß sich niemand darunter verstecken ko

Das Mädchen trottete zum Abhang hinunter, schluchzend und in einem fort „Mama, Mama …“

stammelnd.

Eigenartigerweise lag ein Strick im Schnee. War es Oleg etwa gelungen, seine Fesseln abzustreifen?

Sie bog um den grauen Felsblock und sah am Rand des Abhangs Oleg liegen, noch immer zusammengebunden.

Thomas dagegen war nirgends zu entdecken.

„Oleg, Oleshka“, rief Marjana, „lebst du noch?!“ Oleg gab keine Antwort. Er schlief. Nach solch einem Anfall schlief man immer. Er war allein, doch von ihm aus führte die Spur weiter nach unten, zum Abhang hin, und als Marjana einen Blick in die Tiefe warf, sah sie dort, gar nicht weit, in etwa fünf Metern Entfernung Thomas liegen, sehr still und irgendwie sogar bequem. Deshalb kam ihr nicht sofort der Gedanke, er kö

Oleg aber, inzwischen wieder bei Bewußtsein, hörte den Lärm und Marjanas Weinen, und fragte mit schwacher Stimme: „Was ist los, Marjaschka, was hast du?“

Er eri

Nach weiteren zwei Stunden kehrte Dick zurück. Er hatte die Ziege nicht einholen kö

Als er erfuhr, was während seiner Abwesenheit im Lager vorgefallen war, verhielt er sich nüchterner und gelassener als die anderen. „Red keinen Unsi

„Du willst Oleg bloß trösten“, antwortete Marjana, vor Schmerz mit dem Oberkörper hin und her schaukelnd “

sie hatte sich die Hände erfroren und blutig geschunden, als sie Thomas wieder zu sich bringen wollte und ihn später gemeinsam mit Oleg, der vor Schwäche wankte, zum Zelt schleppte. „Du willst Oleg beruhigen, in Wirklichkeit sind wir beide schuld, du und ich. Wir haben sie im Stich gelassen. Wären wir nicht hinter der Ziege hergera