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„Marjaschka, mach etwas Wasser heiß …“ Oleg glaubte, daß seine Stimme laut und fest klang, in Wirklichkeit flüsterte er fast tonlos. „Für Thomas … ihm geht’s nicht gut …“ Marjana begriff. „Aber natürlich, Oleshka, gleich.“
Dabei wandte sie keinen Blick von Dick.
„Hab ich mir’s doch gedacht“, schimpfte Dick, „sie ist zurück ins Tal. In der Nacht ka
„Bleib hier, Dick“, sagte Thomas plötzlich laut und deutlich artikuliert. „Marjaschka wird die Ziege selber finden. Du tötest sie doch bloß.“
„Worauf du dich verlassen ka
„Ich gehe selber, ich finde sie“, Marjana hatte Olegs Bitte nach heißem Wasser vergessen. „Du darfst jetzt nicht weg von hier, Dick. Thomas ist krank, und Oleg braucht gleichfalls Hilfe.“
„Den beiden wird schon nichts zustoßen.“ Dick fuhr sich mit den Fingern zornig durch die schwarze Mähne, schüttelte den Kopf. „Du schaffst es auch allein, Marjana.“
Da
„Mir wär’s lieber, du würdest gehn“, sagte Thomas zu Marjana, „du bringst sie wenigstens zurück. Dick aber tötet sie.“
Oleg, der sein Denkvermögen noch nicht eingebüßt hatte, obwohl die Welt um ihn her ständig Form und Proportionen wechselte, immer verschwommener und trügerischer wurde, sagte: „Man ka
„Dabei ist es gar nicht mehr weit“, sagte Thomas, „ich bin ganz sicher. Wir kommen gut voran, morgen kö
Dick hob den Arm, gab zu verstehen, daß er Thomas’ Worte gehört hatte — die Geräusche hallten weit über den Schneehang —, verlangsamte aber den Schritt nicht.
„Wir müssen die Ziege unbedingt fangen“, sagte Thomas, erneut an Marjana gewandt, „wir brauchen sie noch. Wir dürfen sie nicht töten, darin liegt keinerlei Si
„Er wird sie töten“, sagte Marjana, „er wird sie unweigerlich töten. Di—i–ick!“
Marjana wandte sich Thomas und Oleg zu: „Was soll ich bloß tun, sagt es mir, ihr seid doch klug, wißt immer Rat! Wie ka
„Ich ka
Marjana winkte bloß ab, machte zwei Schritte hinter Dick her, kehrte wieder um, sah die beiden an. „Ich ka
„So lauf endlich!“ schrie Thomas plötzlich. „Lauf so schnell du ka
„Meinen Sie wirklich?“
„Lauf los“, sagte Oleg.
„Aber ihr beide allein, das geht doch nicht … We
„Du sollst laufen!“ wiederholte Oleg. „Und zurückkommen.“
Da ra
„Sie tut mir leid, die Kleine“, sagte Thomas, „sie hängt so an dem Tier.“
„Mir tut sie auch leid“, sagte Oleg. „Seltsam, Sie besitzen überhaupt keine Form mehr, sind mal dick und da
„Ist schon klar“, erwiderte Thomas. „Entspa
„Ich glaub’s ja, trotzdem ist es furchtbar, sich zu verlieren, verstehen Sie? Eben noch bin ich es, und kurze Zeit später schon nicht mehr.“
Oleg zog es in die Tiefe, in blaues Wasser, und es war unsäglich schwer, sich an der Oberfläche zu halten, de
Die Decke, die Marjana über Oleg gebreitet hatte, flog beiseite. Oleg, gegen die Wand gelehnt, ko
Oleg spa
So geht das doch nicht, dachte Thomas entsetzt, ich muß unbedingt zu ihm! Zum Teufel mit der Ziege, zum Teufel mit Dick und seinem Komplex, unbedingt den starken Ma
Thomas kroch bergab und zog den Strick hinter sich her, der ihm unwahrscheinlich schwer vorkam, wie aus Blei. Der Strick verselbständigte sich und wand sich wie eine Schlange. Oleg schlug wie ein gefangener Vogel um sich, wollte die Fesseln zerreißen, und sein Nacken stieß dabei immer wieder gegen den Fels. Thomas spürte den Schmerz des Jungen fast körperlich, einen Schmerz, der Oleg zwar im Alptraum widerfuhr, nichtsdestoweniger aber real war und als Vision vor ihm erstand: Oleg glaubte in diesem Moment, ein Hausdach sei auf ihn herabgestürzt.